Fussball

RB Leipzig - 1. FSV Mainz 05 8:0: Leipzig wieder in Torlaune - Famoser Rekordsieg gegen Mainz

Von SPOX/SID
Die Anzeigetafel für die Ewigkeit: Leipzig schlägt Mainz mit 8:0.

6:1 gegen Wolfsburg im Pokal, 8:0 gegen Mainz in der Liga: RB Leipzig hat sich mit einer weiteren Gala endgültig aus der Mini-Krise geschossen. Vor allem Timo Werner überragte - bei Mainz herrschten dagegen Frust und Enttäuschung.

Nach dem historischen Sieg von RB Leipzig lief Julian Nagelsmann zunächst zu den Verlierern. Der Trainer klopfte seinem Mainzer Kollegen und Freund Sandro Schwarz kurz auf die Schulter, doch das war nur ein schwacher Trost. Beim 8:0 (5:0) hatte Leipzig die völlig überforderten Mainzer phasenweise vorgeführt - der Sieg hätte sogar noch höher ausfallen können, hätte RB nicht etwas zurückgeschaltet.

"Es ist unglaublich, wir konnten selbst kaum fassen, was hier passiert", sagte Leipzigs überragender Nationalstürmer Timo Werner, der drei Treffer zum höchsten Leipziger Ligasieg der Klubgeschichte besteuerte (30., 48., 87.), bei Sky. Bereits beim 6:1 unter der Woche im Pokal beim VfL Wolfsburg hatte er doppelt getroffen, nun legte RB auch in der Liga nach und beendete seine Minikrise damit eindrucksvoll. Diese beiden Siege seien "schon ein Statement", meinte Werner: "Es hat Spaß gemacht. Aber mir ist lieber, wir gewinnen achtmal 1:0 als einmal 8:0."

Robin Zentner: "Haben uns abschießen lassen"

Nicht nur Werner brillierte, Leipzig war den Gästen in allen Belangen überlegen. Marcel Sabitzer (5.), Christopher Nkunku (35.), Marcel Halstenberg (38.), Yussuf Poulsen (44.) und Nordi Mukiele (50.) erzielten die weiteren Treffer. Die Leipziger Fans sangen "oh, wie ist das schön", während sich der Mainzer Block schon lange vor dem Schlusspfiff leerte. Dennoch schickte Schwarz seine Spieler zu den wenigen Fans, die noch in der Arena geblieben waren. Sie sollten versuchen, die höchste Niederlage der Vereinsgeschichte zu erklären - was nur mäßig gelang.

"Wir haben uns abschießen lassen, die frühen Ballverluste haben uns das Genick gebrochen", gab der zu bedauernde Mainzer Torhüter Robin Zentner zu. Nach dem fünften Gegentreffer hatte er jedem Mitspieler ins Gewissen geredet: "Wir müssen das jetzt schnell abhaken und daraus lernen, niemals aufzugeben."

RB Leipzig dreht auf

Der frühe Führungstreffer durch Sabitzer gab den Leipzigern vor 38.517 Zuschauern deutlich Rückenwind. Die Mainzer, die in den ersten Minuten durchaus selbstbewusst nach vorne gespielt hatten, wurden immer stärker in die eigene Hälfte gedrängt. Werner (10. und 12.) und Sturmpartner Poulsen (14. und 17.) kamen schnell zu guten Chancen, die Leipzig wie zuletzt nicht effektiv nutzte.

Dies hätte sich beinahe gerächt, als der Mainzer Abwehrspieler Alexander Hack nach einer Ecke mit einem Kopfball am glänzend reagierenden Peter Gulacsi scheiterte. Danach war aber RB am Drücker. Nach einer Hereingabe von Nkunku drückte zuerst Werner den Ball über die Linie, fünf Minuten später bediente der Nationalspieler den Franzosen, der mit einem satten Fernschuss auf 3:0 erhöhte. Und dann durfte sich auch Verteidiger Halstenberg in die Torschützenliste eintragen.

Mainzer Hoffnung erfüllte sich nicht

FSV-Trainer Schwarz reagierte auf den Leipziger Sturmlauf und wechselte Stürmer Adam Szalai für Mittelfeldspieler Danny Latza aus. Der Effekt hielt sich in Grenzen, noch vor dem Halbzeitpfiff erhöhte Poulsen auf 5:0.

Die Hoffnung der Mainzer, dass die Leipziger nach dem Seitenwechsel einen Gang zurückschalten würden, erfüllte sich nicht. Werner und Mukiele zeigten keine Gnade beim Torabschluss, und auch nach dem 7:0 spielten die Gastgeber munter nach vorne. "Einer geht noch, einer geht noch rein", schallte es von den Rängen.

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung