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Fussball

Hertha veredelt bärenstarke Hinrunde

Der Mainzer Stürmer Muto hatte gegen die Defensive der Berliner einen sehr schweren Stand
© Getty

Hertha BSC hat seine herausragende Hinrunde gekrönt. Die Mannschaft von Trainer Pal Dardai gewann das Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 am 17. Spieltag der Bundesliga mit 2:0 (1:0).

Vor knapp 40.000 Zuschauern im Olympiastadion gingen die Hausherren durch Vladimir Daridas drittes Saisontor in Führung (34.). Damit traf die Hertha im achten Bundesligaheimspiel in Folge - eine solche Serie gab es bei den Berlinern zuletzt in der Saison 2008/09 (damals 13 Spiele).

Kurz nach der Pause erhöhte Salomon Kalou auf 2:0 für die Hauptstädter (54.). Auffällig: in der gesamten Partie musste der Schiedsrichter keine Karte zeigen, was zuvor erst vier Mal in der Hinrunde geschah.

Hertha BSC verlor somit nur eines der letzten acht Duelle gegen Mainz (vier Siege, drei Remis) und gewann fünf der letzten sechs Partien und auch fünf der letzten sechs Heimspiele.

Für Mainz dagegen setzte es nach zuvor sechs unbesiegten Partie mal wieder eine Niederlage.

Reaktionen:

Pal Dardai (Trainer Hertha): "Die Jungs haben es richtig gut gemacht. Es ist wunderschön, aber ich bin ein Rennpferd und bin schon wieder mit meinen Gedanken bei Augsburg. Wir dürfen nicht zufrieden sein. Es ist ein sehr schöner Erfolg, aber wir müssen wach bleiben."

Vedad Ibisevic (Hertha): "Die Mannschaft hat wieder super gespielt und wir haben wieder gewonnen. Für mich war es auch eine Premiere. Zwei Vorlagen ist mal ein Ding. Unser Trainer fordert immer, dass wir Fußball spielen und den Ball laufen lassen. Wir haben ein paar Kicker, die das machen können."

Martin Schmidt (Trainer Mainz ): "In erster Linie muss ich heute den Gegner loben. Die haben es sehr gut gemacht und haben tatsächlich einen Lauf. Das war einer der besten Gegner in den letzten Wochen. Unsere Leistung war nicht ganz so gut wie in den letzten Wochen, aber ich will heute nicht an der Leistung nörgeln."

Der Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Bei der Hertha gibt es einen Wechsel im Vergleich zum 2:0 in Nürnberg im Pokal: Plattenhardt ersetzt van den Bergh (Bank).

Auch Mainz tauscht nach dem 0:0 gegen Stuttgart ein Mal: Clemens, der erstmal seit dem 7. Spieltag wieder beginnen darf, ersetzt De Blasis (Bank).

24.: Plattenhardt flankt von der linken Seite halbhoch in den Strafraum. Ibisevic kommt auf der Höhe des Elfmeterpunktes noch mit der Fußspitze dran - linkes Außennetz.

34., 1:0, Darida: Darida wird rund 25 Meter vor dem Tor von Ibisevic angespielt, schlägt gegen Bungert einen Haken und schießt den Ball aus 20 Metern mit links platziert flach ins linke Eck.

42.: Brooks köpft eine Hereingabe von Außen harmlos in die Hände von Karius. Der lässt aber plötzlich fallen, so dass der Ball von Langkamp abprallt und von Brosinski von der Linie geklärt werden muss.

54., 2:0, Kalou: Hertha kontert im eigenen Stadion. Die Kugel kommt im Mittelfeld zu Ibisevic, der den Ball perfekt in den Lauf zu Kalou spielt. Kalou lässt Bungert an der Strafraumgrenze aussteigen und schließt klasse ins lange Eck ab - neuntes Saisontor.

82.: Hertha mit dem Angriff über rechts. Haraguchi passt flach nach innen, Ibisevic grätscht die Kugel über die Linie - stand allerdings zuvor im Abseits.

89.: Wieder Konter Hertha über rechts, wieder mit Haraguchi, wieder mit einem Flachpass in die Mitte. Ibisevic rutscht in den Ball, dreht sich um die eigene Achse und versucht es aus kurzer Distanz mit der Hacke. Karius hält.

90.: De Blasis zieht aus zentraler Position und aus der Distanz ab. Jarstein unterschätzt die Kugel, der Schuss klatscht an die Latte.

Fazit: Enttäuschende Mainzer haben selbstbewussten Herthanern nichts entgegen zu setzen und kassieren eine verdiente Niederlage.

Der Star des Spiels: Vedad Ibisevic. Bereitete erstmals in einem Bundesligaspiel zwei Tore direkt vor und legte nun die letzten drei Treffer seiner Mannschaft allesamt auf. Rieb sich in vielen Zweikämpfen auf und gewann mehr als die Hälfte davon. Sein Pass vor dem 2:0 war eine Augenweide.

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Der Flop des Spiels: Niko Bungert. Ging vor dem Herthaner Führungstreffer viel zu früh im Duell gegen Darida zu Boden. Auch beim zweiten Gegentor nicht in der Lage, Kalou aufzuhalten. Dazu mit nur knapp über 40 Prozent gewonnener Zweikämpfe.

Der Schiedsrichter: Peter Sippel hatte in einem fairen Spiel keine größeren Schwierigkeiten. Wertete Ibisevics Ballannahme vor dem 1:0 als nicht absichtlich, streng genommen hätte sich die Hertha über einen Pfiff allerdings auch nicht beschweren dürfen. Korrekte Entscheidung, beim Duell zwischen Bell und Lustenberger im Mainzer Strafraum nicht auf Elfmeter entschieden zu haben (12.).

Das fiel auf:

  • Ganz schwache Partie der Gäste. Mainz zog sich mit seinen beiden Viererketten weit zurück und griff erst rund um die Mittellinie an. Defensiv stand man zwar weitestgehend ordentlich, doch zu Umschaltsituationen kamen die 05er kaum, zumal Malli aus dem Spiel genommen war.
  • Nach vorne fiel dem FSV daher kaum etwas ein. Mehrfach segelten lange Bälle in Richtung des kleinen Muto, der in der Luft gegen die Recken Brooks und Langkamp keine Chance hatte. Mainz verzeichnete erst kurz vor der 70. Minute seinen ersten Torschuss.
  • Die Hertha dagegen beeindruckend ruhig im Spiel mit dem Ball und schnell bei Ballbesitzwerten, die teilweise an der 80-Prozent-Marke kratzten. Die Berliner suchten meist den Weg über die Flügel und beschäftigen die Mainzer Hintermannschaft mit einigen gefährlichen Hereingaben.
  • Die Berliner auch gegen den Ball aufmerksam. Das Anlaufverhalten beim Mittelfeldpressing war gut abgestimmt, die Halbräume immer wieder besetzt. Dardais Mannschaft dazu mit deutlichen physischen Vorteilen in den direkten Duellen.

Hertha - Mainz: Die Statistik zum Spiel

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