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Fussball

FCK: Krise ja, Panik nein

SID
Oka Nikolov hält den Foulelfmeter von Srdjan Lakic - der Knackpunkt im Spiel
© Getty

Bundesliga-Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern steckt nach dem 0:3 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt tief in der Krise. Die Roten Teufel bleiben aber (noch) ruhig.

Krise ja, Panik nein: Vier Pleiten in Serie, die schwache Chancenverwertung und der nun drohende Abstiegskampf lassen Stefan Kuntz nicht den Kopf verlieren.

Nach dem 0:3 (0:1) gegen Eintracht Frankfurt bricht beim 1. FC Kaiserslautern ganz im Gegensatz zu früheren Zeiten kein Chaos aus. Vorstandsboss Kuntz will die schwierige Lage bei den Roten Teufeln mit kühlem Kopf bewältigen.

Kuntz nimmt Spieler in Schutz

"Wir werden weiter ruhig und besonnen unsere Aufgaben in allen Bereichen angehen, damit wir erstklassig bleiben", sagte Kuntz und nahm die Profis in Schutz: "Überzogene Erwartungen helfen unserer jungen und in der Bundesliga noch unerfahrenen Mannschaft nicht weiter, sondern erhöhen unnötig den Druck.

Es liegt auf der Hand, dass wir insgesamt noch Erfahrungen sammeln müssen. Man muss den Spielern Zeit geben."

Was die FCK-Profis mit dieser Zeit anfangen, liegt in erster Linie in den Händen von Trainer Marco Kurz. Der Coach verfolgt dabei einen ähnlich gelassenen Ansatz wie Kuntz.

"Die Situation ist nicht angenehm, alles andere als das. Aber wir wussten vorher, dass es eine knüppelharte Saison wird", sagte Kurz, der sich eine konzentrierte Vorbereitung auf das kommende Spiel beim SC Freiburg erhofft: "Wir brauchen klare Köpfe, Geschlossenheit und ein Erfolgserlebnis, um den hundertprozentigen Glauben an uns zurückzugewinnen. Daran müssen wir nun arbeiten."

Lakic gibt sich die Schuld

Die bevorstehende Arbeit wird Kurz immerhin durch selbstkritische Profis erleichtert. "Entscheidend war, dass ich den Elfmeter verschossen habe. Das muss ein Tor sein", sagte Angreifer Srdjan Lakic, der beim Stand von 0:0 am Frankfurter Torhüter Oka Nikolov gescheitert war (26.).

Die vergebene Chance war der Knackpunkt im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion. Das wusste auch Lakic: "Wir sind derzeit eben nicht so stark, dass wir trotzdem gewinnen."

Wie seine Teamkollegen und die Verantwortlichen ist auch Torwart Tobias Sippel von der momentanen Krise nicht sonderlich überrascht

FCK fehlt die Erfahrung

"Wir wussten vorher, dass eine Phase kommen kann, in der es nicht läuft. In dieser Phase sind wir jetzt", sagte Sippel. "Uns fehlt ein wenig die Erfahrung. Wir sind in einem Lernprozess, aber aus diesem Lernprozess müssen wir nun zügig raus."

Die Eintracht hat nach dem schwachen Saisonstart den Lernprozess bereits hinter sich. Drei Siege in Folge - ein deutlicher Aufwärtstrend. Vorstandsboss Heribert Bruchhagen warnt aber vor Euphorie.

"Als wir nach fünf Spielen nur wenige Punkte hatten, habe ich darauf hingewiesen, dass die Saison noch lange dauert. Davon mache ich nun auch Gebrauch", sagte Bruchhagen.

Gekas trifft ohne Probleme

Im Gegensatz zum FCK haben die Hessen aber dank Theofanis Gekas keine Probleme mit dem Toreschießen. Der frühere Bundesliga-Torschützenkönig legte mit seinen beiden Treffern (45. und 67.) den Grundstein zum Erfolg, Alexander Meier traf zum Endstand (83.).

Nach seinen Toren Nummer sechs und sieben blieb der Grieche Gekas bescheiden: "Ich habe mir keine Tormarke vorgenommen. Ich will nur der Mannschaft helfen, damit sie ihr Ziel erreicht.

Kaiserslautern - Frankfurt: Daten zum Spiel

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