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Fussball

Hamburger SV: Europa weggeschmissen

Von SPOX
Die Spieler des Hamburger SV werden nächstes Jahr wohl nicht international spielen
© Getty

Für den Hamburger SV dürften sich die internationalen Plätze nach der 2:4-Niederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 endgültig erledigt haben. Damit ist die Saison für die Rothosen mehr oder weniger gegessen.

Reaktionen:

Armin Veh (Trainer HSV): "Die Mainzer haben verdient gewonnen, weil sie diesmal das bessere und zielstrebigere Team waren. Nach unserer 2:1-Führung haben wir nicht genug Räume bekommen, um dieses Ergebnis zu stabilisieren. Ausschlaggebend war auch, dass meine Mannschaft in der zweiten Halbzeit zu viele Konter zugelassen hat."

Mladen Petric (Stürmer HSV): "Die Niederlage ist natürlich doppelt bitter, vor allem wenn wir uns den Spielverlauf ansehen. Wir sind zwei Mal in Führung gegangen und gewinnen trotzdem nicht. Nach dem 2:1 kassieren wir viel zu schnell das 2:2 und spielen danach sehr offen. Wir werden zu Hause zwei Mal ausgekontert und verlieren am Ende. Die Niederlage tut natürlich auch deshalb weh, weil wir im Kampf um die Europapokal-Qualifikation gegen einen direkten Konkurrenten verloren haben. Trotzdem bin ich davon überzeugt - es stehen ja noch neun Spiele an - das wir am Ende unter den ersten fünf stehen werden."

Thomas Tuchel (Trainer Mainz): "Es war nach dem ersten Gegentor, das ja eigentlich gar keins war, nicht einfach, die Ruhe zu bewahren. In der zweiten Halbzeit ist es uns dann gelungen, uns davon frei zu machen und nicht weiter zu hadern. Wir haben dann auch verdient gewonnen, und dieser Erfolg meiner Mannschaft macht mich sehr stolz."

Andre Schürrle (Stürmer Mainz): "Wir wollen den Platz, den wir haben, verteidigen. Wenn wir am Ende der Saison da stehen, wo wir jetzt stehen, haben wir alles richtig gemacht."

Nachbetrachtung:

Gegen einen direkten Konkurrenten verdient verloren, fünf Punkte Rückstand auf Platz fünf und die Bayern (Fünfter) vor der Brust - der HSV hat gegen Mainz am Sonntagabend die Saison so gut wie weggeschmissen.

Wohl passend zu diesen schlechten Nachrichten gab der Verein nach Spielende bekannt, dass die Ära des Vorstandsvorsitzenden Bernd Hoffmann beendet wird.

Trainer Armin Veh wirkt angesichts der ständigen Debatten rund um die Zukunft des Klubs zunehmend entnervt.

Aufgrund der mageren Leistungen in dieser Saison - trotz des zwischenzeitlichen Mini-Hochs zu Beginn der Rückrunde - stehen die Rothosen auch völlig zu Recht im oberen Niemandsland der Tabelle.

Besonders gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte zeigt sich der HSV mehr oder weniger chancenlos.

Analyse: Schürrle der Matchwinner gegen Hamburg

Es fehlt der Mannschaft eine klare Spielidee, ein ausgeklügeltes Konzept, wie man den Gegner bearbeiten will. Gegen Mainz blieb vieles Stückwerk, jeder werkelt irgendwie für sich. Die Körpersprache der Spieler nach Rückschlagen ist teils verheerend.

Die Elf wirkt wie zusammengewürfelt: Die Installation von Kacar als Innenverteidiger und Westermann als Sechser brachte keinerlei positiven Effekt. Einen van Nistelrooy sieben Minuten vor dem Ende noch ins Getümmel zu werfen, dürfte die sowieso schon geringe Motivation des Holländers für die restlichen Aufgaben kaum erhöhen.

Mainz zeigte wie's geht, steckte im Vergleich mit dem HSV auch die Rückschläge weg und erspielte sich dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen eminent wichtigen Sieg im Kampf um die internationalen Plätze.

Europa ist für Hamburg nach dem am Ende desolaten Auftritt weit weg. Das liegt daran, dass die sechs Teams, die sich aktuell vor dem HSV befinden, in dieser Saison schlichtweg besser sind.

Hamburg - Mainz: Daten zum Spiel

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