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Fussball

Eiskalter BVB: Sieg in Mainz und Tabellenführung

Von Christian Bernhard/Falk Landahl
Der BVB konnte durch die Tore von Barrios und Götze in Mainz gewinnen
© Getty

Borussia Dortmund hat das Spitzenspiel des 10. Bundesliga-Spieltags mit 2:0 (1:0) gegen den FSV Mainz gewonnen und damit auch die Tabellenführung zurückerobert. Mario Götze (26.) und Lucas Barrios (67.) trafen für den BVB, Roman Weidenfeller hielt einen Elfmeter von Eugen Polanski (48.).

Vor rund 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion stellte der BVB mit dem fünften Auswärtssieg in Serie zum Saisonstart einen neuen Bundesligarekord auf. Für die Dortmunder war es außerdem der erste Sieg in Mainz.

Der SPOX-Spielfilm:

Vor dem Anpfiff: Mainz im 4-3-1-2 mit vier Änderungen im Vergleich zum Pokal: Fuchs, Caligiuri, Polanski und Szalai stehen in der Startelf. Dortmund-Coach Klopp wechselt auf zwei Positionen. Bender kommt für da Silva ins Team, Großkreutz für Lewandowski.

14.: Riesenchance für Barrios! Nach einem Fehlpass von Caligiuri im Mittelfeld steckt Großkreutz auf Barrios durch, der alleine auf das Tor zuläuft. Der Stürmer spielt den Ball butterweich an Wetklo vorbei - und am Tor!

20.: Nächste 100-Prozentige für Dortmund. Großkreutz spielt quer in den Strafraum auf Barrios, der geschickt zu Götze durchlässt. Der tanzt erst Bungert aus und schießt dann aus 10 Metern aufs Tor. Aber viel zu harmlos, Wetklo hat keine Probleme.

26., 0:1, Götze: Bungert mit einem Katastrophenfehlpass zu Kagawa, der gleich in die Spitze passt. Wieder ist es Bungert, der unglücklich den Pass direkt in den Lauf von Götze abfälscht. Der Youngster lässt im Strafraum Noveski aussteigen und verlädt dann Wetklo. Ganz starkes Ding von Götze!

35.: Ecke von Sahin auf den zweiten Pfosten. Dort steigt Subotic am höchsten und legt quer auf Barrios, der die Kugel noch mit der Fußspitze erwischt. Der Ball springt jedoch gegen den Pfosten.

48.: Elfmeter für Mainz nach Foul von Subotic an Szalai. Kann man geben. Weidenfeller hält den schwach geschossenen Strafstoß von Polanski.

64.: Wetklo hält die Mainzer im Spiel! Kagawa zieht halblinks aus 23 Metern ab und visiert das lange Kreuzeck an. Wetklo fischt den Ball gerade noch so raus. Starke Aktion von beiden.

67., 0:2, Barrios: Götze lässt Noveski vor dem Strafraum wie eine Fahnenstange stehen und steckt wunderbar zwischen Svensson und Caligiuri auf Barrios durch. Barrios tanzt erst Wetklo aus und macht dann den Ball aus spitzen Winkel rein.

Fazit: Dortmund im Stile einer Spitzenmannschaft, der FSV sehr bemüht, aber unglücklich. Das Prädikat Spitzenspiel verdiente sich die Partie allemal.

Der Star des Spiels: Klar, Mario Götze erzielte das 1:0 und bereitete das 2:0 wunderbar vor. Den BVB im Spiel hielt aber Roman Weidenfeller mit dem gehaltenen Elfmeter zu Beginn der zweiten Halbzeit und der Rettungstat gegen den heranfliegenden Allagui nur kurz darauf. Der Mainzer Ausgleichstreffer hätte die Partie wohl gekippt, Weidenfeller verhinderte ihn.

Die Gurke des Spiels: Niko Bungert. Die Partie lief am FSV-Rechtsverteidiger in Halbzeit eins völlig vorbei. Zuerst holte er sich nach einer Unkonzentriertheit einen Anpfiff von Wetklo ab, dann tanzte ihn Götze zum ersten Mal aus und die Krönung waren die zwei entscheidenden Fehler, die zu Götzes 1:0 führten. Ganz schwaches Spiel des 24-Jährigen, der zur Halbzeit in der Kabine blieb.

Die Pfeife des Spiels: Michael Weiner hatte die temporeiche, aber faire Partie gut im Griff. Bei den Abseitsentscheidungen lag er richtig, Fuchs hielt Barrios beim 2:0 im Spiel. Den Elfmeter konnte man auch geben.

Analyse: Mainz startete mit dem gewohnten Vollgas-Fußball in die Partie und hatte sich in den ersten drei Minuten bereits zwei Ecken erarbeitet. Das Tuchel-Team war erneut sehr spritzig und ging ein hohes Tempo - zumeist über den sehr beweglichen Allagui, der enorm viel unterwegs war und oft über rechts kam, wo Schmelzer große Probleme mit dem quirligen Tunesier hatte.

Hinten war der der FSV aber nach der furiosen Startphase ein ums andere Mal zu unkonzentriert und fahrig. Noveski, Svensson, Caligiuri und vor allen Dingen Bungert spielten unsaubere Pässe und vertändelten Bälle, die den BVB zu schnellen Gegenangriffen einluden. Auch Torhüter Wetklo zeigte einige Unkonzentriertheiten.

Einen dieser vielen Fehler nutzte Götze schließlich zur Führung. Nach dem Treffer hatten die Gäste die Partie im Griff, Bender und Sahin nahmen Holtby völlig aus dem Spiel. In der Vorwärtsbewegung zeigte die Klopp-Elf einige schöne Kurzpassstafetten, der Ball lief sehr gut. Dortmunds Manko: Sie hätten vor der Pause zwei, wenn nicht drei Tore machen müssen.

In der Halbzeit stellte Tuchel um: Caligiuri ging nach rechts hinten, Risse ins rechte offensive Mittelfeld neben Holtby und Allagui. Das neue System: Ein 4-2-3-1. Die Hausherren kamen wie ausgewechselt aus der Kabine und agierten auch nach dem verschossenen Elfmeter druckvoll, entschlossen und aggressiv. Entlastung bei Dortmund? Fehlanzeige.

Das Problem der Mainzer: Sie waren zwar ständig am BVB-Strafraum, erarbeiteten sich aber keine zwingenden Chancen. Dortmund hingegen gelang im Stile einer Spitzenmannschaft das 2:0. Die Partie war entschieden - und der BVB erneut Spitzenreiter.

Mainz - Dortmund: Daten zum Spiel

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