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Fussball

Borussen sind jetzt heiß auf Hertha!

SID
Der Jubel nach dem Siegtor von Oliver Neuville in der 83. Minute kannte keine Grenzen
© Getty

Nach dem 2:3 (0:2) beim Tabellen-Schlusslicht Borussia Mönchengladbach schrillen bei Hannover 96 die Alarmglocken - so laut wie selten zuvor in dieser Bundesliga-Saison. Die Gladbacher sind nach dem Dreier euphorisch wie lange nicht - und wollen jetzt sogar in Berlin punkten.

Die sechste Auswärtsniederlage in Folge, nur noch drei Punkte Abstand zum Relegationsplatz und Spiele gegen die Top-Teams aus Leverkusen und München vor der Brust.

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"Wir stecken im Abstiegskampf, keine Frage", meinte Hannovers Nationaltorhüter Robert Enke. "Es ist jetzt alles noch viel enger zusammengerückt.

Enke: Es wir schwer für uns

"Es wird in den nächsten Wochen sehr schwer für uns", meinte Enke, dessen Vorderleute im Borussia-Park zwar einen 0:2-Rückstand aufgeholt, aber dann kurz vor Schluss doch noch das entscheidende dritte Gladbacher Tor zugelassen hatten:

"Aber dem müssen wir uns stellen und auf unsere gute Heimbilanz bauen." Im eigenen Stadion haben die Niedersachsen bislang 20 ihrer 21 Punkte geholt, aber darauf allein will sich 96-Trainer Dieter Hecking nicht verlassen.

"Das ist eine Gefahr, dass wir alles zu Hause regeln müssen", warnt der Coach, der schon sehr lange auswärts kein Erfolgserlebnis mehr feiern durfte.

In der laufenden Saison reichte es nur zu einem Unentschieden am 5. Oktober in Dortmund, insgesamt gab es für Hannover in den letzten 20 Auswärtsspielen nur einen einzigen Sieg.

Hecking: "Wir müssen aufpassen"

"'Wenn man seine Spiele nicht gewinnt, dann muss man nach unten schauen", sagte Hecking ohne Umschweife: "Wir sollten nicht zu viele Sorgenfalten zeigen, aber wir müssen schon aufpassen."

Positiv wertete der 44-Jährige, der als Spieler von 1983 bis 1985 in Gladbach unter Vertrag stand, dass sich seine Mannschaft nach dem 0:2-Rückstand durch die jeweils dritten Saisontore von Alexander Baumjohann (36.) und Nationalspieler Marko Marin (43.) zurück ins Spiel gekämpft hatte.

"Die Mannschaft lebt, eindeutig", sagte Hecking, "aber sie bringt sich selbst um den Lohn ihrer Arbeit, wie schon am letzten Wochenende gegen Stuttgart."

Zu viele Gegentore für 96

Da hatten die 96er aus einem 0:2 ein 3: 2 gemacht, dann aber zwei Minuten vor Schluss noch den Ausgleich kassiert. In Gladbach brachten Sergio Pinto (53.) und Christian Schulz (77.) die Gäste wieder ins Spiel.

"'Wir hatten sogar die Chance, selbst in Führung zu gehen", meinte der 96-Trainer, der aber dann mitansehen musste, wie sein Team den Borussen doch noch den Siegtreffer durch den eingewechselten Oliver Neuville (83.) gestattete:

"Wir bekommen einfach zu viele Gegentore, so viele können wir vorne gar nicht schießen." Den Gladbachern und ihren Fans unter den 36.166 Zuschauern war es recht.

Marin will auch in Berlin gewinnen

"Wir sind auf dem richtigen Weg, dass wir vielleicht bald wieder in eine Situation kommen, dass unsere Fans wieder berechtigt hoffen können", meinte Trainer Hans Meyer.

Bis auf zwei Punkte sind die Borussen an den Relegationsplatz herangekommen, und sie schauen selbstbewusst auf das Gastspiel bei Hertha BSC Berlin. "Berlin hat zu Hause lange nicht verloren, da wird es mal Zeit", sagte Marin: "Auf dieser Leistung können wir aufbauen."

Und Winterzugang Paul Stalteri rechnete schon einmal hoch: "Fünf Punkte in drei Spielen, wenn das bis zum Saisonende so weitergeht, steigen wir nicht ab."

Gladbach - Hannover: Daten & Fakten

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