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Fussball

FC Bayern: Hainer verteidigt Salihamidzic und Nagelsmann

SID
Herbert Hainer, FC Bayern

Präsident Herbert Hainer vom deutschen Fußball-Meister Bayern München nimmt Hasan Salihamidzic gegen Kritik an dessen Transferpolitik in Schutz. "Dem Sportvorstand sind die Erfolge der vergangenen Jahre genauso anzurechnen wie den Spielern oder Trainern, also alle deutschen Meisterschaften und nicht zuletzt das Triple", sagte Hainer (67) im Interview mit der Süddeutschen Zeitung.

Sicher setzten sich "nicht alle Spieler gleichermaßen durch, das war auch früher so", sagte Hainer. "Insgesamt finde ich, dass Hasan einen sehr guten Job macht. Er ist ein ehemaliger Bayern-Spieler durch und durch, er kennt den Klub in- und auswendig, hat eine unheimliche Leidenschaft, ist sehr fleißig." Auch erste Früchte der intensiven Auseinandersetzung mit dem Nachwuchs seien bereits zu sehen.

An Trainer Julian Nagelsmann (34) bestehen laut Auskunft des Präsidenten in den Bayern-Gremien ebenfalls keine Zweifel. "Der Trainer-Posten beim FC Bayern ist noch mal eine andere Hausnummer als bei Hoffenheim oder Leipzig", sagte Hainer jedoch: "Junge Leute müssen ihre Erfahrungen machen. Unser Trainer ist sehr ehrgeizig und sehr lernbegierig. Wir sind happy, dass wir ihn haben."

Allerdings sei "eine gewisse Menschenkenntnis und Routine" von Vorteil dabei, "eine Star-Truppe zu orchestrieren. Diese Erfahrung kann ein 34-Jähriger logischerweise noch gar nicht haben".

Hainer: Keine Bayern-Zugeständnisse bei TV-Geldern

Zudem sind die Bayern auch nach dem zehnten Meistertitel in Serie laut Hainer nicht zu Zugeständnissen bei der Verteilung der TV-Gelder bereit. "Wenn die Deutsche Fußball Liga eine Idee hat, wie man die TV-Erlöse steigert oder wie man für mehr Spannung sorgt, reden wir gerne. Aber nicht darüber, wie wir das Geld neu verteilen!", sagte der FCB-Präsident.

Der Anspruch sei, weiterhin auch international um Titel zu spielen. "Das muss auch im Interesse der Liga sein - denn ohne Spitzenklubs mit internationalen Erfolgen wird auch die Liga Probleme bekommen, der Abstand zu den anderen Top-Ligen wird weiter anwachsen", argumentierte Hainer.

Eine neue Verteilung der Gelder sei ohnehin sinnlos: "Angenommen, Sie würden dem FC Bayern 30 Millionen Euro TV-Einnahmen wegnehmen und diese über die anderen Bundesligavereine verteilen, dann kriegt jeder 1,8 Millionen mehr. Glauben Sie, dass dadurch einer dieser Klubs den Meisterschaftskampf spannender machen würde?", fragte Hainer. "Aber wir werden international schwächer! Das würde der Liga schaden."

Der Vorstandsvorsitzende Oliver Kahn (52) hatte zuletzt erneut das Missverhältnis der Einnahmen aus internationalen TV-Rechten der Bundesliga im Vergleich mit beispielsweise der englischen Premier League beklagt. In der Diskussion über die Langeweile im Bundesliga-Titelkampf zeigte er sich offen für Gespräche mit der DFL.

 

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