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"Schlimmer als der TSV!": Die emotionalsten JHV-Momente des FCB

 
Der FC Bayern München lädt alljährlich im Herbst zur Jahreshauptversammlung. Vor der diesjährigen Zeremonie mit dem Reizthema Katar-Sponsoring blicken wir zurück auf die emotionalsten Momente der Vergangenheit.
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Der FC Bayern München lädt alljährlich im Herbst zur Jahreshauptversammlung. Vor der diesjährigen Zeremonie mit dem Reizthema Katar-Sponsoring blicken wir zurück auf die emotionalsten Momente der Vergangenheit.
2005: Der Vertrag von Mittelfeldmotor Michael Ballack lief im darauffolgenden Sommer aus, der Klub strebte eigentlich eine Verlängerung für vier Jahre an. Weil Ballack aber zögerte und angeblich nebenbei mit anderen Klubs verhandelte, …
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2005: Der Vertrag von Mittelfeldmotor Michael Ballack lief im darauffolgenden Sommer aus, der Klub strebte eigentlich eine Verlängerung für vier Jahre an. Weil Ballack aber zögerte und angeblich nebenbei mit anderen Klubs verhandelte, …
… zogen die FCB-Bosse ihr Angebot zurück. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge verkündete: "Wir ziehen unser gesichertes und sehr gutes Angebot an Michael Ballack zurück. Ab sofort werden wir den Markt sondieren, um Alternativen zu schaffen."
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… zogen die FCB-Bosse ihr Angebot zurück. Der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge verkündete: "Wir ziehen unser gesichertes und sehr gutes Angebot an Michael Ballack zurück. Ab sofort werden wir den Markt sondieren, um Alternativen zu schaffen."
Die 1349 anwesenden Mitgliedern quittierten diese Entscheidung mit tosendem Applaus. Ballack wechselte im darauffolgenden Sommer ablösefrei zum FC Chelsea. Auch bei seinem Abschiedsspiel im Mai 2006 gab es Pfiffe.
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Die 1349 anwesenden Mitgliedern quittierten diese Entscheidung mit tosendem Applaus. Ballack wechselte im darauffolgenden Sommer ablösefrei zum FC Chelsea. Auch bei seinem Abschiedsspiel im Mai 2006 gab es Pfiffe.
2007: Nachdem viele Fans die zu hohen Eintrittspreise und die miese Stimmung in der neuen Allianz Arena monierten, redete sich der damalige Manager Uli Hoeneß in Rage. "Das ist populistische Scheiße", sagte er unter anderem.
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2007: Nachdem viele Fans die zu hohen Eintrittspreise und die miese Stimmung in der neuen Allianz Arena monierten, redete sich der damalige Manager Uli Hoeneß in Rage. "Das ist populistische Scheiße", sagte er unter anderem.
"Für die Scheiß-Stimmung seid ihr verantwortlich, nicht wir", ergänzte Hoeneß: "Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid? Wir reißen uns für euch den Arsch auf. Dafür lassen wir uns nicht an die Wand stellen."
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"Für die Scheiß-Stimmung seid ihr verantwortlich, nicht wir", ergänzte Hoeneß: "Was glaubt ihr eigentlich, wer ihr seid? Wir reißen uns für euch den Arsch auf. Dafür lassen wir uns nicht an die Wand stellen."
2010: 2005 erfolgte bei der JHV der Bruch mit Ballack, fünf Jahre später warb Hoeneß für einen Verbleib von Bastian Schweinsteiger. "Ich sage dir, Bastian: Für uns alle ist es unglaublich wichtig, dass du bei Bayern München bleibst."
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2010: 2005 erfolgte bei der JHV der Bruch mit Ballack, fünf Jahre später warb Hoeneß für einen Verbleib von Bastian Schweinsteiger. "Ich sage dir, Bastian: Für uns alle ist es unglaublich wichtig, dass du bei Bayern München bleibst."
Die Fans jubelten, Schweinsteiger lächelte im Publikum - und blieb schließlich bis 2016 beim FC Bayern. 2013 führte er seinen Klub zum Triple.
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Die Fans jubelten, Schweinsteiger lächelte im Publikum - und blieb schließlich bis 2016 beim FC Bayern. 2013 führte er seinen Klub zum Triple.
2013: Nachdem Hoeneß wegen seiner Steuerdelikten angeklagt worden war, kündigte er bei der JHV 2013 eine außerordentlichen Mitgliederversammlung nach dem Urteilsspruch an. Diese folgte im Mai 2014.
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2013: Nachdem Hoeneß wegen seiner Steuerdelikten angeklagt worden war, kündigte er bei der JHV 2013 eine außerordentlichen Mitgliederversammlung nach dem Urteilsspruch an. Diese folgte im Mai 2014.
Hoeneß wurde im Amt des Präsidenten von Karl Hopfner abgelöst. Gleichzeitig kündigte er seine Rückkehr nach abgebüßter Haftstrafe an.
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Hoeneß wurde im Amt des Präsidenten von Karl Hopfner abgelöst. Gleichzeitig kündigte er seine Rückkehr nach abgebüßter Haftstrafe an.
Hoeneß rief: "Ich werde für meine Fehler gerade stehen und fast 35 Millionen Euro an den Staat zahlen. Und dann wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen. Das war's noch nicht!"
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Hoeneß rief: "Ich werde für meine Fehler gerade stehen und fast 35 Millionen Euro an den Staat zahlen. Und dann wenn ich zurück bin, werde ich mich nicht zur Ruhe setzen. Das war's noch nicht!"
2016: Nach seiner Zeit im Gefängnis sollte Hoeneß 2016 wieder zum Präsidenten gewählt werden. Der Mitglieder-Andrang war entsprechend groß - größer als die Räumlichkeiten im Veranstaltungsort Audi Dome.
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2016: Nach seiner Zeit im Gefängnis sollte Hoeneß 2016 wieder zum Präsidenten gewählt werden. Der Mitglieder-Andrang war entsprechend groß - größer als die Räumlichkeiten im Veranstaltungsort Audi Dome.
Vor den Toren spielten sich chaotische Szenen ab, weil vielen Mitgliedern kein Eintritt mehr gestattet wurde. Hoeneß und Noch-Präsident Karl Hopfner stellten sich den Fans und bekamen deren ganze Wut zu spüren.
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Vor den Toren spielten sich chaotische Szenen ab, weil vielen Mitgliedern kein Eintritt mehr gestattet wurde. Hoeneß und Noch-Präsident Karl Hopfner stellten sich den Fans und bekamen deren ganze Wut zu spüren.
"Absagen"-Sprechchöre, Buh-Rufe und als Krönung: "Ihr seid schlimmer, als der TSV!" Letztlich wurden die Fans in einem Extra-Zelt untergebracht. Im Audi-Dome gab es Jubel für Hoeneß und eine Präsidentenwahl mit überwältigender Mehrheit.
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"Absagen"-Sprechchöre, Buh-Rufe und als Krönung: "Ihr seid schlimmer, als der TSV!" Letztlich wurden die Fans in einem Extra-Zelt untergebracht. Im Audi-Dome gab es Jubel für Hoeneß und eine Präsidentenwahl mit überwältigender Mehrheit.
2018: Zwei Jahre später schlug Hoeneß und seinen Mitstreitern Kritik und Ablehnung entgegen. Mitglied Johannes Bachmayr holte zur Generalabrechnung aus. "Wie stellt man sich einen Präsidenten eigentlich so vor?", fragte er.
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2018: Zwei Jahre später schlug Hoeneß und seinen Mitstreitern Kritik und Ablehnung entgegen. Mitglied Johannes Bachmayr holte zur Generalabrechnung aus. "Wie stellt man sich einen Präsidenten eigentlich so vor?", fragte er.
"Ich denke da so an den Typen Elder Statesman. Das Vorbild. Der Souverän, der über den Dingen steht. Einer, den man aufgrund seiner Lebenserfahrung und Weisheit stets um einen väterlichen Rat bitten will."
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"Ich denke da so an den Typen Elder Statesman. Das Vorbild. Der Souverän, der über den Dingen steht. Einer, den man aufgrund seiner Lebenserfahrung und Weisheit stets um einen väterlichen Rat bitten will."
Aber: "Schauen wir uns nur die letzten zwei Jahre mal an: Nachtreten, back to the roots, Schlaumeier, Scheißdreck, Umgang mit Ehrenspielführern, katastrophale Prozesse teilweise und Spezl-Wirtschaft."
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Aber: "Schauen wir uns nur die letzten zwei Jahre mal an: Nachtreten, back to the roots, Schlaumeier, Scheißdreck, Umgang mit Ehrenspielführern, katastrophale Prozesse teilweise und Spezl-Wirtschaft."
Hoeneß haben die harten Worte offenbar sehr geschmerzt. Sein langjähriger Weggefährte Edmund Stoiber berichtete davon, dass sie für Hoeneß gar ein "Schock" gewesen seien und Mitgrund für den Abschied 2019.
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Hoeneß haben die harten Worte offenbar sehr geschmerzt. Sein langjähriger Weggefährte Edmund Stoiber berichtete davon, dass sie für Hoeneß gar ein "Schock" gewesen seien und Mitgrund für den Abschied 2019.
2019: Ein Jahr nach den Anschuldigungen trat Hoeneß nämlich nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident an und gab zudem den Posten als Aufsichtsratschef ab. "Ich sage, das war's. Ich habe fertig. Danke!" Hoeneß weinte, die Halle jubelte.
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2019: Ein Jahr nach den Anschuldigungen trat Hoeneß nämlich nicht mehr zur Wiederwahl als Präsident an und gab zudem den Posten als Aufsichtsratschef ab. "Ich sage, das war's. Ich habe fertig. Danke!" Hoeneß weinte, die Halle jubelte.
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