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Fussball

FC Bayern: Jugendtrainer legt wohl Einspruch gegen Strafbefehl ein

Von Philipp Schmidt
Ein ehemaliger Jugendtrainer des FC Bayern München ist vom DFB-Sportgericht wegen Verstößen "diskriminierender Art" für 18 Monate gesperrt worden.

Wegen des Verdachts der Volksverhetzung wurde gegen einen ehemaligen Jugendtrainer des FC Bayern ein Strafbefehl erlassen. Nach Bild-Informationen soll es sich um eine Geldstrafe in Höhe von 4.500 Euro handeln, gegen die der Beschuldigte Einspruch eingelegt hat.

Die Strafe soll sich auf 150 Tagessätze zu je 30 Euro belaufen, wodurch der Ex-Trainer vorbestraft wäre. Dies ist bei einem Strafbefehl mit mehr als 90 Tagessätzen der Fall. Der Einspruch wird nun am 14. September vor dem Amtsgericht in München verhandelt.

Zuletzt hatte die sportschau berichtet, dass die Staatsanwaltschaft München I die Ermittlungen gegen einen ehemaligen Jugendtrainer des FCB abgeschlossen und einen Strafbefehl erlassen hat. Demnach habe die Staatsanwaltschaft dem Trainer einen schriftlichen Urteilsvorschlag in Form einer Geldstrafe unterbreitet.

Die Münchner hatten den Jugendtrainer nach Rassismusvorwürfen im vergangenen Jahr entlassen. Diese waren in einem Beitrag des WDR-Magazins "Sport inside" publik gemacht worden. Es tauchten unter anderem Chat-Verläufe mit eindeutig rassistischen Äußerungen auf, die den beschuldigten Jugendtrainer schwer belasteten.

Unter anderem war berichtet worden, dass der Mann das Foto eines Last­wa­gens mit der Auf­schrift "Bimbo" postete und kom­men­tierte: "Trans­port. Hier werden die Neger von A nach B trans­por­tiert." In einem wei­teren Chat hieß es in Rich­tung eines lang­jäh­rigen FCB-Jugend­be­treuers mit Migra­ti­ons­hin­ter­grund: "Halts Maul Kamel­treiber".

Zuletzt war er vom DFB-Sportgericht wegen Verstößen "diskriminierender Art" für 18 Monate gesperrt worden. Als Grund nannte der Verband am Mittwoch insgesamt sieben Fälle "eines unsportlichen Verhaltens".

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