Fussball

FC Bayern: Präsident Hainer verschärft Transfer-Kampfansage von Hasan Salihamidzic

SID
Sind sich offenbar einig in sachen Transfer- und Kaderplanung: Bayern-Präsident Herbert Hainer und Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Präsident Herbert Hainer von Rekordmeister Bayern München hat die Verpflichtung eines Topstars in Aussicht gestellt. Man werde versuchen, "nach Möglichkeit und Bedarf Jahr für Jahr einen internationalen Star zu holen", sagte Hainer im Interview mit dem kicker: "Das werden wir schaffen."

Zuletzt hatte Sportdirektor Hasan Salihamidzic angekündigt, einen "internationalen Star" nach München holen zu wollen. Laut Hainer sei das Ziel der Bayern, "immer eine Mannschaft zu haben, die die Champions League gewinnen kann", sagte er.

Der 65-Jährige betonte zudem die finanzielle Kontinuität sowie das sportliche Konzept der Münchner: "Wir sind einer der sportlich erfolgreichsten und wirtschaftlich stabilsten Vereine der Welt, keiner verbindet Sport und Wirtschaft so effizient wie wir."

Hainer hofft auf ein Umdenken im Fußball

In Zeiten der Coronakrise hoffe Hainer zudem auf ein Umdenken in der Gesellschaft sowie im Fußball. Er sehe in der Krise "die Chance, über Auswüchse im Fußball nachzudenken und über sie zu diskutieren, um es in Zukunft besser zu machen".

Ein Punkt wäre der Markt, der laut Hainer auch im Fußball vieles regle, was auch gut sei. "Aber bis zu einer gewissen Grenze. Es muss Leitplanken der sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung geben. Dafür stehe ich", sagte der frühere adidas-Chef.

Einer Lockerung der 50+1-Regel nicht zuletzt aufgrund der Coronakrise steht Hainer aufgeschlossen gegenüber. "50+1 hat bestimmten Vereinen nicht geholfen. Aber ich bin der Meinung, dass man es den Vereinen selbst überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben", sagte er im Interview mit der ZDF-Sportreportage: "Man kann das in die Eigenverantwortung der Vereine geben."

Die 50+1-Regel verhindert im deutschen Fußball, dass Investoren mehr als die Hälfte der Anteile eines Klubs übernehmen. Zuletzt hatte Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke davor gewarnt, dass ein Saisonabbruch "zur großen Stunde der 50+1-Kritiker, die dann alles versuchen werden, um den deutschen Fußball auch nach angelsächsischem Vorbild zu organisieren" werden könnte.

Die Coronakrise ist laut Hainer eine "sehr herausfordernde Situation für die gesamte Liga". Der Spitzenfußball habe "nur ein Produkt, und das dürfen wir im Moment nicht zeigen". Deswegen sei es unumgänglich, "wieder anzufangen zu spielen. Und wir müssen eben, wenn es nicht anders geht, Geisterspiele machen." Hainers Fazit lautet: "Wenn wir nicht zum Spielen kommen, wird es diese Liga so nicht mehr geben."

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