Fussball

Erstaunlich viel spricht für Barca

Von SPOX
Thiagos Vertrag in München läuft bis 2019

Das spricht für Barcelona

Heimatverbundenheit: "Er ist ein Spieler, der hier bei Barca großgeworden ist und der auf allerhöchstem Niveau spielt", erklärte Andres Iniesta zuletzt, dass er sich eine Rückkehr von Thiago nach Barcelona sehr gut vorstellen könne. Das stärkste Argument ist auf jeden Fall Thiagos Heimatverbundenheit. Thiago kam mit fünf Jahren nach Spanien, wurde ab seinem 14. Lebensjahr in La Masia, Barcas weltbekannter Fußballschule, ausgebildet. Rückblickend sagte Thiago vor Kurzem: "Wir haben damals in einem Stein-Haus gewohnt, das nahe dem Stadion gelegen war, oder in irgendwelchen Räumen im Stadion. Heute ist es dort wie in einem Fünf-Sterne-Hotel!" Er habe Barca gar nicht unbedingt verlassen wollen: "Es war eine sehr schwere Entscheidung, das ist es für jeden, der aus La Masia kommt, der durch dieses Jugendsystem geht. Du willst von diesem Klub nicht weggehen, du willst es in die erste Mannschaft schaffen und dort Erfolg haben." Diesen Wunsch trägt er sicher auch heute noch in sich. Hinzu kommt: Thiagos jüngerer Bruder Rafinha spielt auch bei Barca. So wäre sogar die Familie wieder vereint.

Erlebe die Primera Division Live und auf Abruf auf DAZN. Hol Dir jetzt Deinen Gratismonat

Chance auf den Weltfußballertitel: Romario, Ronaldo, Rivaldo, Ronaldinho, Messi - seit Einführung des Weltfußballer-Titels gab es fünf Titelträger vom FC Barcelona und keinen von Bayern. Was hauptsächlich mit der individuellen Klasse der Spieler zu tun haben sollte, hängt definitiv auch mit deren Vereinen zusammen. Denn letztlich ist ein Weltfußballer das Produkt aus spielerischen Fähigkeiten und eben dem weltweiten Bekanntheitsgrad. Will Thiago diesen Titel in seiner Karriere auch noch gewinnen, stehen die Chancen bei Barca deutlich besser als in München. Gerade im asiatischen und afrikanischen Raum sind Barca-Spieler die größeren Marken. Das ist der FIFA eben auch wichtig.

Klub-Aura: Einhergehend mit der Chance auf den Weltfußballertitel ist das Renommee des gesamten Klubs. "Mes que un club" reicht weltweit schon deutlich weiter als "Mia san mia". Auch wenn die Bayern der mitgliederstärkste Verein der Welt sind, haben Real Madrid, Manchester United und eben der FC Barcelona mit ihren Auren noch die größere Tragweite. Das wird auch die große Internationalisierungsstrategie des FCB so schnell nicht aufholen.

Sportlicher Anreiz: Generell fehlt dem FCB auf nationaler Ebene gerade ernsthafte Konkurrenz. In der Bundesliga mangelt es gänzlich an Spannung, keine Besserung in Sicht. Selbst der BVB scheint so schnell nicht wieder die Konstanz zu erlangen, die es braucht, um wirklich um den Titel mitzuspielen. Ohnehin reizt der Clasico einen spanischen Nationalspieler viel mehr als Bayern gegen Dortmund. Das Duell mit Erzfeind Real bietet bei Barca natürlich eine ganz andere Brisanz. Auch dank Atletico oder zuletzt dem FC Sevilla ist der Titelkampf in Spanien deutlich interessanter - auch für die Spieler selbst. Das bietet sportlich eine größere Herausforderung - für Thiago womöglich die Chance, in seiner Entwicklung noch einen Schritt nach vorne zu machen.

Thiago im Steckbrief

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung