VfL Wolfsburg vs. FC Augsburg 1:3: "Ein richtiger Schlag in die Fresse!" Für Niko Kovac wird es immer enger

SID
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Der FC Augsburg gewinnt auch in Wolfsburg und kann von Europa träumen. Wölfe-Trainer Niko Kovac gerät immer mehr unter Druck.

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Während Doppelpacker Kristijan Jakic und seine Kollegen vom Seriensieger FC Augsburg von Europa träumen, schaute Niko Kovac bedröppelt drein. Der Trainer des wankenden VfL Wolfsburg musste sich nach der nächsten Pleite ein Pfeifkonzert der aufgebrachten Fans gefallen lassen - und nach dem bitteren 1:3 (1:1) nun um seinen Job bangen.

Geschäftsführer Marcel Schäfer rückte nach dem Spiel bei Sky jedenfalls verbal von Kovac etwas ab. Er wollte "fünf Minuten nach dem Spiel keine Personaldiskussion führen", sondern das Spiel "intern erstmal besprechen. Und dann werden wir Entscheidungen treffen", sagte der Manager: "Irgendwann müssen wir einfach die Ergebnisse liefern. Und das haben wir weder in den letzten Wochen noch heute."

Dabei legten die Wölfe gut los. Doch dank einer umstrittenen Rote Karte und Jakic baute dann doch Augsburg seine Siegesserie in der Bundesliga weiter aus und verschärfte die Krise in Wolfsburg.

Patrick Wimmer (9.), der zudem noch von Schiedsrichter Timo Gerach (Landau) vom Platz gestellt wurde (45.), hatte den Werksklub zunächst verdient in Führung gebracht. Doch die Rote Karte änderte alles, Arne Maier (45.+2) glich noch vor der Pause aus. Danach kam Jakic (61./79.).

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FC Augsburg feiert den vierten Sieg in Folge

Augsburg schaffte den vierten Sieg nacheinander und stellte damit den Vereinsrekord aus dem Jahr 2014 unter Markus Weinzierl ein, als Tabellensiebter kann der FCA sogar von Europa träumen. Denn Rang sieben könnte unter Umständen für das internationale Geschäft reichen.

Ganz anders die Lage in Wolfsburg: Die Wölfe gewannen keines der letzten elf Bundesliga-Spiele, eine längere Negativserie gab es für den VfL während einer Saison noch nie. Gegen Augsburg setzte es die dritte Pleite in Folge.

"Für mich ist das keine Rote Karte. Und das ist spielentscheidend", sagte Arnold: "Und dann könnt ihr mir erzählen, was ihr wollt." Die Niederlage sei "ein richtiger Schlag in die Fresse" für den Klub.

VfL Wolfsburg verpasst den zweiten Treffer

"Neues Spiel, neuer Fokus, neues Glück - wir wollen das Selbstvertrauen mitnehmen und auch in Wolfsburg punkten", hatte Augsburgs Trainer Jess Thorup vor der Partie gesagt. Doch dann spielten erst einmal nur die Hausherren. Wimmer, der nach langer Verletzungspause sein Startelf-Comeback feierte, sorgte mit seinem Treffer für den perfekten Start.

Danach hatten auch Mattias Svanberg (12.), Arnold (14.) und Jonas Wind (15.) noch gute Möglichkeiten zu erhöhen, bevor Augsburg besser in die Partie fand - die Offensivbemühungen blieben aber lange recht einfallslos. Doch die Rote Karte gegen Wimmer nutzten sie dann eiskalt aus.

Durch den von Wimmer verursachten Freistoß entstand das 1:1, Arnold fälschte den Schuss von Maier noch unhaltbar ab. Der Platzverweis für Wimmer und der Ausgleich sorgten für einen deutlichen Bruch im Wolfsburger Spiel, Augsburg übernahm das Kommando. Bei einer Ecke war die Wolfsburg-Defensive nicht sortiert, Jakic fiel der Ball vor die Füße - und der Kroate hatte kein Problem einzuschieben. Danach machte der Kroate dann noch alles klar.

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VfL Wolfsburg vs. FC Augsburg: Das Schema

Wolfsburg: Pervan - Maehle, Lacroix, Zesiger, Paredes (86. Rogerio) - Svanberg (87. Vranckx), Arnold - Baku (78. Majer), Wind, Wimmer - Tomas (67. Sarr)

Augsburg: Dahmen - Mbabu, Gouweleeuw, Uduokhai, Iago - Jakic - Jensen (65. Biel), Maier (76. Pedersen) - Vargas (76. Engels) - Tietz (82. Beljo), Demirovic (83. Michel)

Schiedsrichter: Timo Gerach (Landau)

Tore: 1:0 Wimmer (9.), 1:1 Maier (45.+2), 1:2 Jakic (61.), 1:3 Jakic (79.)

Gelbe Karten: Svanberg (2) - Jensen, Demirovic (5), Biel

Rote Karten: Wimmer nach einer Notbremse (45.) -

Zuschauer: 21.735

Erweiterte Statistik (Quelle: Sportec Solutions):

Torschüsse: 15:14

Ecken: 8:6

Ballbesitz %: 51:49

Zweikämpfe: 102:82

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