1. FC Köln - 1. FC Heidenheim 1:1: Effzeh holt nur einen Punkt beim Debüt von Timo Schultz

SID
Timo Schult ist der Trainer des 1. FC Köln.
© getty

Der 1. FC Köln hat beim Debüt seines neuen Trainers Timo Schultz den ersehnten Heimsieg verpasst. Im ersten Spiel unter dem Nachfolger von Steffen Baumgart kam der FC gegen den 1. FC Heidenheim zu einem 1:1 (1:0) und gab dabei eine Führung aus der Hand. Mit nun elf Punkten zum Abschluss der Hinrunde der Bundesliga hinkt der FC weiter klar hinterher.

Anzeige
Cookie-Einstellungen

Die Ernüchterung beim 1. FC Köln war nicht wegzudiskutieren. Die Premiere von Neu-Trainer Timo Schultz brachte nicht den erhofften Dreier, die abstiegsbedrohten Rheinländer mussten sich mit einem 1:1 (1:1) gegen Aufsteiger 1. FC Heidenheim zufrieden geben. Schultz holte demonstrativ seine Schützlinge nach dem Abpfiff zusammen, bildete mit den Spielern Arm in Arm einen Kreis.

"Es war eine gute erst Hälfte von uns", meinte Angreifer Davie Selke bei Sky. Er hatte den FC mit seinem Tor (29.) in Führung gebracht, doch der Treffer reichte nicht. "In der zweiten hat Heidenheim besser gespielt", sagte Selke: "Wir können trotzdem darauf aufbauen. Es ist gut, dass wir schon einiges haben umsetzen können."

Mit nun elf Punkten zum Abschluss der Hinrunde hinkt der FC weiter klar hinterher. Dem eingewechselten Adrian Beck (55.) gelang der Ausgleich für die Gäste, die zehn Punkte vor dem FC liegen.

"Wir hatten in der ersten Hälfte nicht die Qualität am Ball, das war nach dem Wechsel anders. Wir haben verdient den Ausgleich gemacht. Wenn wir die Konter besser ausspielen, wäre vielleicht noch mehr drin gewesen", sagte FCH-Coach Frank Schmidt.

Die FC-Fans nahmen den erneuten Rückschlag eher ruhig zur Kenntnis. Erst nach einer Weile kamen nach dem Abpfiff aufmunternde Sprechchöre.

Hinter dem FC lagen rund um den Jahreswechsel intensive Tage. Auf die Trennung von Coach Steffen Baumgart und die Verkündung der Transfersperre folgten die Verpflichtung von Schultz und schließlich eine intensive Aussprache beim Mitgliederstammtisch zwischen Fans und Vorstand. Die Folgerung daraus: Nur gemeinsam kann Köln diese turbulente Phase überstehen. Mehr als 1000 Fans sorgten beim Abschlusstraining für Stimmung - und auch am Samstag im Stadion schrien sie ihre Mannschaft von Beginn an bedingungslos nach vorne.

Es dauerte jedoch bis zur 20. Minute, ehe Denis Huseinbasic aus der Distanz erstmals für Gefahr sorgte, seinen Schuss parierte Kevin Müller. Bei der anschließenden Ecke köpfte Selke etwas unbeholfen vorbei.

Die Doppelchance hatte Signalwirkung, Köln schnürte die Gäste in deren Hälfte ein - und ging durch Selke verdient in Führung. Der Stürmer nahm eine Flanke von Florian Kainz an und schloss aus der Drehung ab. Der abgefälschte Ball kullerte vom Pfosten über die Linie.

Schultz, erst seit dem 4. Januar im Amt, ließ seine Mannschaft ähnlich forsch anlaufen, wie dies auch Baumgart angeordnet hatte. Damit erzwangen die Kölner immer wieder Ballgewinne, gefährlich wurde es vor der Pause aber nicht mehr.

Gleich nach Wiederbeginn hätte Linton Maina (46.) erhöhen können, Sekunden später vergab auch Selke. Das rächte sich fast umgehend: Beim Abschluss von Eren Dinkci (50.) auf der Gegenseite fehlte nicht viel, Tim Kleindienst (51.) schoss nach einer schlechten Abwehraktion von Rasmus Carstensen übers Tor. Beck machte es wenig später besser, als er freistehend ausglich.

In der 80. Minute hatte Kölns Jan Thielmann nach einem Pfostenschuss, begünstigt durch einen Fehler von Torwart Müller, Pech.

1. FC Köln - 1. FC Heidenheim: Die Daten zum Spiel

Köln: Schwäbe - Carstensen, Hübers, Chabot, Finkgräfe - Martel, Huseinbasic - Thielmann, Maina (71. Alidou) - Selke (71. Tigges), Kainz (60. Diehl).

Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Gimber, Föhrenbach - Dinkci (83. Dovedan), Maloney, Theuerkauf (46. Sessa), Beste (90.+1 Pick) - Pieringer (46. Beck), Kleindienst (90.+3 Schimmer).

Tore: 1:0 Selke (29.), 1:1 Beck (55.)

Gelbe Karten: Chabot (3), Hübers (3), Pentke - Pieringer (5)