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Fussball

BVB - Thesen zum Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg: Marco Rose verkauft den Stillstand als Fortschritt

Von Patrick Brandenburg
Marco Rose und der BVB haben sich gegen Augsburg durchgesetzt.

Die Auftritte von Julian Brandt und Donyell Malen beim Sieg von Borussia Dortmund gegen den FC Augsburg machen Hoffnung. Doch es gibt auch Murmeltier-Momente, für die der wackelige BVB von Trainer Marco Rose die Deutungshoheit zurückerobern will. Drei Thesen zum Arbeitssieg über den FCA.

1. Julian Brandt klar im Aufwind

Endlich mal Matchwinner. So hat sich Julian Brandt seine Rolle bei Borussia Dortmund vermutlich viel häufiger vorgestellt. Beim 2:1 über Außenseiter Augsburg war es soweit. Zum ersten Mal in der aktuellen Saison spielte sich der 25-Jährige derart stark in den Fokus. Der sehenswerte Siegtreffer gibt dem oft kritisierten Mittelfeldspieler Selbstvertrauen. "Ich fühle mich extrem stabil gerade", sagte Brandt nach der Partie.

Dass es ein guter Nachmittag für ihn werden würde, deutete sich früh an: Bei einem Augsburger Konter hatte Brandt Kontrahent Mads Pedersen über den halben Platz verfolgt, ehe er ihm kraftvoll den Ball klaute. Chance vereitelt, Gegenangriff eingeleitet. Die erstmals wieder mehr als 40.000 Fans im früheren Westfalenstadion feierten ihren Helden für jene kleine Szene. Diesen Einsatz will auch Trainer Marco Rose sehen, von dem es zuvor viel Vertrauen gab und hinterher ein Lob: "Jule war sehr fleißig gegen den Ball, er hat unserem Spiel viel gegeben. Er ist ein guter Typ."

Ein Malocher wird aus dem feinen Techniker sicher nicht mehr. Der Großkreutz'-Spirit ist durch die geerbte Rückennummer 19 nicht auf Brandt übergegangen. Aber das erwartet auch niemand. Das Mittelfeld-Ass soll das Spiel strategisch lenken. Im Spiel gegen Augsburg glänzte Brandt mit Ideen im Spielaufbau. Aus dem Zentrum, aber auch über den ungeliebten Flügel. Kapitän Marco Reus schickte er wunderbar Richtung Tor. Mit einer super Passquote von 94 Prozent unterlief ihm so gut wie kein Fehler. Am Ende hatte er fast elf Kilometer auf dem Tacho.

Im dritten Jahr beim BVB will Brandt endlich den Durchbruch schaffen. Bislang stehen nur zwei Treffer zu Buche, kein einziger Assist. Offensichtlich muss er weiter hart an sich arbeiten. "Es geht auch ums Verhalten im Zweikampf", merkte sogar Rose an. Brandts Spiel wirkt oft pomadig. Auch im guten Spiel gegen Augsburg gewann der Offensiv-Antreiber nur einen von 12 Zweikämpfen. Er leistete sich 12 Ballverluste. Dass der einstige DFB-Hoffnungsträger zurzeit nicht im Aufgebot der Nationalelf steht, ist kein Wunder.

Wobei es für Brandt gar nicht schlecht ist, die anstehende Länderspielphase mit BVB-Training füllen zu können. "Es ist schwierig, einen Rhythmus zu finden. Da geht auch viel über den Kopf", sagt der 25-Jährige, wenn er auf die mauen letzten Wochen angesprochen wird. Zwei unfreiwillige Trainings- und Spielpausen haben ihn in dieser Saison bereits zurückgeworfen. Konstanz ist für Brandt noch erstrebenswerter als ein Torerfolg.

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