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Fussball

Werder Bremen - Eintracht Frankfurt 2:1: Füllkrug bepöbelt SGE-Spieler und gerät mit Hinteregger aneinander

Von SPOX
Niclas Füllkrug, Werder Bremen

Martin Hinteregger und Niclas Füllkrug sind nach Abpfiff des Freitagabendspiels der Bundesliga aneinander geraten. Nach der 1:2-Niederlage von Eintracht Frankfurt bei Werder Bremen schubste der SGE-Verteidiger den Bremer Stürmer, der ihm zuvor an den Nacken gegriffen hatte. Sekunden vor dem Zwischenfall hatten sich auch Werders Trainer Florian Kohfeldt und Frankfurts Manager Bruno Hübner in die Haare bekommen. Nach Spielende gifteten sogar Trainer Hütter und Kohfeldt.

Bereits auf dem Platz hatte es Streitigkeiten zwischen Hinteregger und Füllkrug gegeben. Auch auf den Ersatzbänken ging es während der Begegnung hoch her. "Gegen Bremen ist es immer emotional. Manchmal ist es von beiden Seiten zu viel. Heute wurde zu viel auf dem Platz und auf der Tribüne geredet", konstatierte Frankfurts Makoto Hasebe nach dem Abpfiff gegenüber DAZN.

Das Duell der beiden Klubs versprach schon vor dem Anpfiff Zündstoff, da sich Hinteregger im September vergangenen Jahres abfällig über Werders Davie Selke geäußert hatte: "Davie Selke ist ein Spieler, gegen den ich gerne spiele, weil ich weiß, ich bin besser. Das spornt mich nochmal mehr an. Gegen so einen spielt man auch gerne, um ihm zu zeigen: 'Hey, was bist du eigentlich für einer?'"

Vor dem Spiel kam die Bemerkung wieder auf. Auf dem Platz begegneten sich Selke und Hinteregger jedoch nicht. Während der Österreicher durchspielte, saß Selke die kompletten 90 Minuten auf der Bank.

Während des Spiels war es außerdem zu einer Rudelbildung gekommen, in deren Verlauf Amin Younes, vergangene Woche noch Matchwinner mit starker Leistung gegen den FC Bayern, am Rande des Platzverweises wandelte, als er Kevin Möhwald bei einer Auseinandersetzung am Kragen packte.

Kohfeldts "Arschloch"-Hinweis und Füllkrugs Pöbeleien

Während der Tumulte war von der Seitenlinie Bremens Trainer Florian Kohfeldt zu hören, der rief: "Hey, hey, hey, Arschloch musst du nicht sagen. Arschloch musst du nicht sagen." Wen der Coach dabei ansprach, war nicht zu erkennen. Abseits der Szenerie hatten sich Hinteregger und Füllkrug ein hitziges Kopf-an-Kopf an der Seitenlinie geliefert, wie Aufnahmen aus dem Stadion belegten.

"Ich hatte den Eindruck, dass die Bremer es sehr auf Hinteregger abgesehen hatten", sagte Frankfurts Trainer Adi Hütter auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. "Speziell Füllkrug, nachdem er reinkam." Kohfeldt antwortete darauf und verwies indirekt auf die Aussagen Hintereggers in Richtung Selke: "Man muss sich im Klaren sein, dass wenn vorher Worte von Spielern untereinander gewählt werden, dass dann eine gewisse Spannung entsteht."

Füllkrug, der erst in der 79. Minute für Siegtorschütze Josh Sargent ins Spiel gekommen war, hatte sich jedoch nicht nur Reibereien mit Hinteregger geliefert, sondern außerdem zuvor beim eigenen Aufwärmprogramm an der Torauslinie versucht, Amin Younes und Filip Kostic verbal bei der Ausführung von Ecken zu stören.

Hütter und Kohfeldt im Clinch: "Hat mit Niveau wenig zu tun"

Aufgrund etwaiger Szenen und der deutlich vernehmbaren Lautstärke von der Bremer Bank klagte Hütter, der im Spielverlauf entgegen seiner sonst recht besonnenen Art eine Gelbe Karte aufgrund seiner Beschwerden an der Seitenlinie gesehen hatte, über die Gepflogenheiten der Hausherren an der Seitenlinie.

"Ich bin eigentlich nie stolz darauf, eine Gelbe Karte zu bekommen", erklärte der Österreicher. "Aber wenn man 75 Minuten versucht, mit Ruhe und Souveränität an der Seitenlinie zu stehen, dann platzt einem der Kragen. Hier ist es immer speziell und ich habe mich ein bisschen davon anstecken lassen. Ich habe mich geärgert über gewisse Dinge." Welche Dinge das waren, verriet er zunächst nicht, bemängelte aber: "Rundherum hatte es mit Niveau wenig zu tun."

Die Kritik ließ Kohfeldt im Laufe der Pressekonferenz nicht auf den Bremern sitzen und entgegnete Hütter, dass die Frankfurter besser mit Niederlagen umgehen müssten: "Wir hatten sehr entspannte Heimspiele in letzter Zeit. Heute kam die Eintracht und es kocht hoch. Da muss sich die Eintracht fragen, warum es immer bei ihnen so ist. Sie spielen eine überragende Saison, da muss man auch mal mit Anstand verlieren können."

 

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