Fast vergessene Meister: Diese BVB-Rollenspieler holten die Schale

 
Denkt man an die Meisterschaften des BVB zurück, springen einem die Jubelbilder von Kloppo, Weidenfeller, Dede oder Kohler ins Gedächtnis. Einige ehemalige BVB-Profis bringt man nicht mehr unbedingt mit der Schale in Verbindung. Wir zeigen eine Auswahl.
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Denkt man an die Meisterschaften des BVB zurück, springen einem die Jubelbilder von Kloppo, Weidenfeller, Dede oder Kohler ins Gedächtnis. Einige ehemalige BVB-Profis bringt man nicht mehr unbedingt mit der Schale in Verbindung. Wir zeigen eine Auswahl.
Marco Kurz (Meister 1995): Er kam zur Meistersaison aus Nürnberg zum BVB. Gegen Sammer oder Julio Cesar kam er jedoch nicht an. Achtmal spielte Kurz für die Borussia, ehe er zum Erzrivalen aus Gelsenkirchen wechselte.
© imago images / Kicker/Liedel
Marco Kurz (Meister 1995): Er kam zur Meistersaison aus Nürnberg zum BVB. Gegen Sammer oder Julio Cesar kam er jedoch nicht an. Achtmal spielte Kurz für die Borussia, ehe er zum Erzrivalen aus Gelsenkirchen wechselte.
Heute ist Kurz Trainer, aktuell jedoch vereinslos. Bis Mitte Januar war bei Melbourne Victory in der ersten australischen Liga angestellt. Zuvor trainierte der 51-Jährige unter anderem Hoffenheim, Düsseldorf, Ingolstadt, Lautern und die Münchner Löwen.
© imago images / Claus Bergmann
Heute ist Kurz Trainer, aktuell jedoch vereinslos. Bis Mitte Januar war bei Melbourne Victory in der ersten australischen Liga angestellt. Zuvor trainierte der 51-Jährige unter anderem Hoffenheim, Düsseldorf, Ingolstadt, Lautern und die Münchner Löwen.
Yahaya Mallam (r., Meister 1995 und 1996): Der Ghanaer galt als großes Offensivtalent, als er 1994 vom FC Turin zum BVB wechselte. In drei Jahren in Dortmund heimste Mallam zwei Meistertitel und den Henkelpott ein, kam jedoch nur fünfmal zum Einsatz.
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Yahaya Mallam (r., Meister 1995 und 1996): Der Ghanaer galt als großes Offensivtalent, als er 1994 vom FC Turin zum BVB wechselte. In drei Jahren in Dortmund heimste Mallam zwei Meistertitel und den Henkelpott ein, kam jedoch nur fünfmal zum Einsatz.
Die meiste Zeit spielte er für die Reserve des BVB. 2. Liga, Regionalliga, Oberliga, Karriereende. Auch Mallam (45) versuchte sich als Trainer. Bei King Faisal in Ghana blieb er allerdings nur für 15 Spiele im Amt.
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Die meiste Zeit spielte er für die Reserve des BVB. 2. Liga, Regionalliga, Oberliga, Karriereende. Auch Mallam (45) versuchte sich als Trainer. Bei King Faisal in Ghana blieb er allerdings nur für 15 Spiele im Amt.
Ibrahim Tanko (Meister 1995 und 1996): Ihn haben vermutlich noch einige BVB-Fans in Erinnerung. Allerdings in schlechter. Tanko kam aus der eigenen U19 und bildete Ende der 95er-Meistersaison den "Baby-Sturm" mit Ricken. Ein Tor schoss er in 14 Spielen.
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Ibrahim Tanko (Meister 1995 und 1996): Ihn haben vermutlich noch einige BVB-Fans in Erinnerung. Allerdings in schlechter. Tanko kam aus der eigenen U19 und bildete Ende der 95er-Meistersaison den "Baby-Sturm" mit Ricken. Ein Tor schoss er in 14 Spielen.
Insgesamt kam er sogar 71-mal für den BVB zum Einsatz. Drei Tore waren jedoch ein schlechtes Zeugnis für einen Stürmer. Der BVB trennte sich 2000 nach einem Marihuana-Skandal von Tanko. Der 42-Jährige trainiert heute die U23 Ghanas.
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Insgesamt kam er sogar 71-mal für den BVB zum Einsatz. Drei Tore waren jedoch ein schlechtes Zeugnis für einen Stürmer. Der BVB trennte sich 2000 nach einem Marihuana-Skandal von Tanko. Der 42-Jährige trainiert heute die U23 Ghanas.
Toni Schumacher (Meister 1996): Europameister, Köln-Legende, zweimal Deutschlands Fußballer des Jahres. Aber dass er 1996 mit dem BVB die Meisterschale gewann? Das wissen wohl heute die wenigsten.
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Toni Schumacher (Meister 1996): Europameister, Köln-Legende, zweimal Deutschlands Fußballer des Jahres. Aber dass er 1996 mit dem BVB die Meisterschale gewann? Das wissen wohl heute die wenigsten.
Schumacher hatte seine Karriere bereits vier Jahre zuvor beendet und war Torwarttrainer beim BVB. Weil sich Klos am 33. Spieltag den Daumen brach und Ersatzkeeper de Beer im Tor stand, nahm Schumacher auf der Ersatzbank Platz.
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Schumacher hatte seine Karriere bereits vier Jahre zuvor beendet und war Torwarttrainer beim BVB. Weil sich Klos am 33. Spieltag den Daumen brach und Ersatzkeeper de Beer im Tor stand, nahm Schumacher auf der Ersatzbank Platz.
Beim Stand von 3:2 wechselte Trainer Hitzfeld auf Drängen der Ersatzbank und der Fans ("Ottmar, bring den Toni rein") Schumacher für ein letztes Mal ein. Mit 42 Jahren wurde er so dank der nur 2 Minuten gegen Freiburg zum ältesten Meister aller Zeiten.
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Beim Stand von 3:2 wechselte Trainer Hitzfeld auf Drängen der Ersatzbank und der Fans ("Ottmar, bring den Toni rein") Schumacher für ein letztes Mal ein. Mit 42 Jahren wurde er so dank der nur 2 Minuten gegen Freiburg zum ältesten Meister aller Zeiten.
Lars Müller (r., Meister 1995 und 1996): Auch er gewann zwei Meistertitel mit dem BVB. Müller spielte eigentlich für die Reserve, kam in den Meisterjahren jedoch insgesamt zu acht Kurzeinsätzen für die Profis und darf sich zweifacher Meister nennen.
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Lars Müller (r., Meister 1995 und 1996): Auch er gewann zwei Meistertitel mit dem BVB. Müller spielte eigentlich für die Reserve, kam in den Meisterjahren jedoch insgesamt zu acht Kurzeinsätzen für die Profis und darf sich zweifacher Meister nennen.
1996 wechselte er zum KFC, danach nach Aachen, Nürnberg, Augsburg und Leipzig. Seine Karriere beendete er 2012 bei der Hammer SpVg, wo er danach die sportliche Leitung übernahm. Seit 2017 ist er Trainer des Werner SC in der Landesliga.
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1996 wechselte er zum KFC, danach nach Aachen, Nürnberg, Augsburg und Leipzig. Seine Karriere beendete er 2012 bei der Hammer SpVg, wo er danach die sportliche Leitung übernahm. Seit 2017 ist er Trainer des Werner SC in der Landesliga.
Francis Bugri (Meister 2002): Mit 14 kam Bugri zum BVB, durchlief die restlichen Jugendmannschaften der Borussia und war danach für die Reserve vorgesehen. Doch auch in der Bundesliga kam er viermal zum Einsatz.
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Francis Bugri (Meister 2002): Mit 14 kam Bugri zum BVB, durchlief die restlichen Jugendmannschaften der Borussia und war danach für die Reserve vorgesehen. Doch auch in der Bundesliga kam er viermal zum Einsatz.
Eine Minute am 13. Spieltag beim 3:1-Sieg gegen 1860 München im November 2001 reichte Bugri, um sich heute Meister nennen zu dürfen. 2004 verließ er den BVB, spielte vor allem in der Regional- und Oberliga und ist heute als Spielerberater tätig.
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Eine Minute am 13. Spieltag beim 3:1-Sieg gegen 1860 München im November 2001 reichte Bugri, um sich heute Meister nennen zu dürfen. 2004 verließ er den BVB, spielte vor allem in der Regional- und Oberliga und ist heute als Spielerberater tätig.
Guy Demel (Meister 2002): Vier Jahre lang spielte Demel beim BVB. 2001 kam er vom FC Arsenal nach Dortmund. Erst unter Bert van Marwijk kam er allerdings regelmäßig zum Einsatz. Dennoch darf sich Demel Meister schimpfen: Er stand 3-mal im Spieltagskader.
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Guy Demel (Meister 2002): Vier Jahre lang spielte Demel beim BVB. 2001 kam er vom FC Arsenal nach Dortmund. Erst unter Bert van Marwijk kam er allerdings regelmäßig zum Einsatz. Dennoch darf sich Demel Meister schimpfen: Er stand 3-mal im Spieltagskader.
Meister ohne eine Minute gespielt zu haben. 2005 wechselte Demel aufgrund seiner Rolle als Ergänzungsspieler zum HSV. 2017 beendete er seine Karriere in Frankreich beim Red Star FC.
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Meister ohne eine Minute gespielt zu haben. 2005 wechselte Demel aufgrund seiner Rolle als Ergänzungsspieler zum HSV. 2017 beendete er seine Karriere in Frankreich beim Red Star FC.
Damien Le Tallec (Meister 2011): Das Sturmtalent aus der Rennes-Jugend wechselte 2009 ablösefrei zum BVB. Trainer Jürgen Klopp war begeistert. Zur Unzeit kugelte sich Le Tallec die Schulter aus und verlor den Anschluss zur Profi-Mannschaft.
© imago images / DeFodi

Damien Le Tallec (Meister 2011): Das Sturmtalent aus der Rennes-Jugend wechselte 2009 ablösefrei zum BVB. Trainer Jürgen Klopp war begeistert. Zur Unzeit kugelte sich Le Tallec die Schulter aus und verlor den Anschluss zur Profi-Mannschaft.

Weil er 2010/11 aber viermal im Spieltagskader der Borussia stand, erhielt auch er den Meister-Stempel – wie Demel ohne Einsatzminute. Heute ist der 30-Jährige wieder in Frankreich aktiv: Bis 2022 ist er an Montpellier gebunden – als Innenverteidiger.
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Weil er 2010/11 aber viermal im Spieltagskader der Borussia stand, erhielt auch er den Meister-Stempel – wie Demel ohne Einsatzminute. Heute ist der 30-Jährige wieder in Frankreich aktiv: Bis 2022 ist er an Montpellier gebunden – als Innenverteidiger.
Marco Stiepermann (Meister 2011): Anders als Demel und Le Tallec stand Stiepermann in der Meistersaison 2010/11 auch auf dem Platz – allerdings nur für insgesamt 25 Minuten (bei vier Einsätzen).
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Marco Stiepermann (Meister 2011): Anders als Demel und Le Tallec stand Stiepermann in der Meistersaison 2010/11 auch auf dem Platz – allerdings nur für insgesamt 25 Minuten (bei vier Einsätzen).
Das Offensiv-Talent kam aus der eigenen Jugend. Nach der Meisterschaft wurde er nach Aachen verliehen. Es folgten Stationen in Cottbus, Fürth und Bochum. Seit 2017 spielt Stiepermann für Norwich City, das längst als PL-Absteiger feststeht.
© imago images / Sven Simon
Das Offensiv-Talent kam aus der eigenen Jugend. Nach der Meisterschaft wurde er nach Aachen verliehen. Es folgten Stationen in Cottbus, Fürth und Bochum. Seit 2017 spielt Stiepermann für Norwich City, das längst als PL-Absteiger feststeht.
Markus Feulner (Meister 2011): Im Alter von 27 Jahren wechselte Feulner ablösefrei von Mainz nach Dortmund. Er sollte jedoch nie über den Status des Rollenspielers hinauskommen. In der Meistersaison kam er auf 25 Minuten.
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Markus Feulner (Meister 2011): Im Alter von 27 Jahren wechselte Feulner ablösefrei von Mainz nach Dortmund. Er sollte jedoch nie über den Status des Rollenspielers hinauskommen. In der Meistersaison kam er auf 25 Minuten.
Schon mit dem FC Bayern war Feulner 2003 ohne großen Einfluss Meister geworden. Nach seiner Zeit in Dortmund kickte er noch in Nürnberg und Augsburg, wo der 38-Jährige heute als Co-Trainer in der U19 aktiv ist.
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Schon mit dem FC Bayern war Feulner 2003 ohne großen Einfluss Meister geworden. Nach seiner Zeit in Dortmund kickte er noch in Nürnberg und Augsburg, wo der 38-Jährige heute als Co-Trainer in der U19 aktiv ist.
Daniel Ginczek (Meister 2011): Der heutige Wolfsburger kommt aus der BVB-Jugend. Zwischen 2006 und 2011 trug er das schwarzgelbe Trikot. In der U17 schoss er in 28 Spielen 28 Tore. Für die BVB-Profis reichte es aber nie. Dennoch wurde auch er Meister.
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Daniel Ginczek (Meister 2011): Der heutige Wolfsburger kommt aus der BVB-Jugend. Zwischen 2006 und 2011 trug er das schwarzgelbe Trikot. In der U17 schoss er in 28 Spielen 28 Tore. Für die BVB-Profis reichte es aber nie. Dennoch wurde auch er Meister.
Nach einer Leihe an den VfL Bochum verkaufte der BVB Ginczek 2013 an den 1. FC Nürnberg, wo der Stürmer sich im Profigeschäft etablierte. Nach vier Jahren beim VfB Stuttgart steht Ginczek seit 2018 bei den Wölfen unter Vertrag (noch bis 2022).
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Nach einer Leihe an den VfL Bochum verkaufte der BVB Ginczek 2013 an den 1. FC Nürnberg, wo der Stürmer sich im Profigeschäft etablierte. Nach vier Jahren beim VfB Stuttgart steht Ginczek seit 2018 bei den Wölfen unter Vertrag (noch bis 2022).
Dimitar Rangelov (Meister 2011): Die meisten Spiele in seiner Profi-Karriere absolvierte der 37-Jährige Bulgare für Cottbus, die wenigsten für den BVB: 14 an der Zahl. Nur einmal kam er in der Meistersaison zum Zug – 13 Minuten gegen Leverkusen reichten.
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Dimitar Rangelov (Meister 2011): Die meisten Spiele in seiner Profi-Karriere absolvierte der 37-Jährige Bulgare für Cottbus, die wenigsten für den BVB: 14 an der Zahl. Nur einmal kam er in der Meistersaison zum Zug – 13 Minuten gegen Leverkusen reichten.
Nach dem 2. Spieltag wurde Rangelov an Maccabi Tel Aviv verliehen. Es folgte die Rückkehr nach Cottbus. Dort spielte der Oldie auch bis zuletzt. Am 1. Juli endete sein Vertrag. Er will noch ein Jahr spielen, bevor er in anderer Funktion zurückkehrt.
© imago images / DeFodi
Nach dem 2. Spieltag wurde Rangelov an Maccabi Tel Aviv verliehen. Es folgte die Rückkehr nach Cottbus. Dort spielte der Oldie auch bis zuletzt. Am 1. Juli endete sein Vertrag. Er will noch ein Jahr spielen, bevor er in anderer Funktion zurückkehrt.
Chris Löwe (Meister 2012): Spielte im Vorjahr noch in der 4. Liga beim Chemnitzer FC und wurde wegen Schmelzers Verletzungspech zu Saisonbeginn ins kalte Wasser geworfen. Er kam auf sieben Einsätze. Seine guten Leistungen bestätigte er nicht.
© imago images / Christoph Reichwein
Chris Löwe (Meister 2012): Spielte im Vorjahr noch in der 4. Liga beim Chemnitzer FC und wurde wegen Schmelzers Verletzungspech zu Saisonbeginn ins kalte Wasser geworfen. Er kam auf sieben Einsätze. Seine guten Leistungen bestätigte er nicht.
2013 ging es also in die 2. Liga – zum 1. FC Kaiserslautern. 2016/17 stieg Löwe mit Huddersfield in die Premier League auf und absolvierte in den beiden Folgejahren 51 Spiele in Englands Oberhaus. Kämpft aktuell mit Dresden noch gegen den Abstieg an.
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2013 ging es also in die 2. Liga - zum 1. FC Kaiserslautern. 2016/17 stieg Löwe mit Huddersfield in die Premier League auf und absolvierte in den beiden Folgejahren 51 Spiele in Englands Oberhaus. Kämpft aktuell mit Dresden noch gegen den Abstieg an.

Julian Koch (Meister 2012): Koch kam über die eigene Jugend des BVB zu den Profis und wurde zum MSV Duisburg verliehen. Dort verletzte er sich im Frühjahr 2011 schwer. Wegen eines Kompartmentsnydroms drohte im sogar die Amputation des Unterschenkels.
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Julian Koch (Meister 2012): Koch kam über die eigene Jugend des BVB zu den Profis und wurde zum MSV Duisburg verliehen. Dort verletzte er sich im Frühjahr 2011 schwer. Wegen eines Kompartmentsnydroms drohte im sogar die Amputation des Unterschenkels.
Verpasste die komplette Double-Saison 2011/12 daher verletzt, darf sich aber trotzdem Meister und Pokalsieger nennen. Gab zuletzt im Interview mit SPOX und Goal an, dass es "fast beschämend, sich Doublesieger nennen zu können".
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Verpasste die komplette Double-Saison 2011/12 daher verletzt, darf sich aber trotzdem Meister und Pokalsieger nennen. Gab zuletzt im Interview mit SPOX und Goal an, dass es "fast beschämend, sich Doublesieger nennen zu können".

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