Fussball

Bundesliga, 6. Spieltag - Stimmen und Reaktionen: "Wir müssen klar bleiben"

Von SPOX
Christian Streich hat seine Freiburger Überflieger gewarnt.

Christian Streich interessiert nach dem Sieg in Düsseldorf lediglich der Abstand nach hinten. Nach dem knappen Sieg beim SC Paderborn ärgert sich Joshua Kimmich vom FC Bayern über die leichten Fehler der Münchner. Die Dortmunder sind enttäuscht. Julian Nagelsmann erkennt bei RB Leipzig "ein extrem schlechtes Entscheidungsverhalten". Und: Mainz-Coach Sandro Schwarz erklärt seine Gelb-Rote Karte mit seinem Gesichtsausdruck. Die Stimmen und Reaktionen zum 6. Spieltag von Sky.

Fortuna Düsseldorf - SC Freiburg 1:2 (1:1)

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wir müssen damit rechnen, im unteren Drittel im Überlebenskampf zu stehen. Die Mannschaft hat nicht schlecht gespielt, momentan haben wir aber keine guten Ergebnisse. Wir werden in den kommenden Wochen auch wieder Spiele gewinnen."

Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Es war eng, beide Mannschaften hätten gewinnen können. Wir haben jetzt Abstand nach hinten, das ist entscheidend. Wir haben eine gute Entwicklung gemacht, aber momentan auch das nötige Glück. Wir müssen klar bleiben und die Leichtigkeit bewahren."

Adam Bodzek (Fortuna Düsseldorf) ...

... zum Spiel und der Frage, wie hoch das Frustpotenzial ist: "Das ist nach dem Spiel immer groß. Nicht auf die Gesamtsituation. Ich glaube, dass wir schon viele Chancen jetzt vergeben haben, zu punkten. Das ist ärgerlich. Ich glaube, das war ein Unentschieden-Spiel, wo eine Situation das Siel entscheiden kann und das ist dann leider auf der Freiburger Seite gewesen. Wir haben kurz davor die Chance zum 2:1, das ist heute natürlich sehr bitter."

... zur aktuellen Situation: "Ich bin aber guten Mutes. Das haben wir letztes Jahr auch schon einmal durchgemacht so eine Phase und da sind wir gestärkt rausgekommen. Es ist natürlich bitter, dass wir nicht punkten. Aber im Großen und Ganzen müssen wir das Vertrauen in uns beibehalten."

Jochen Saier (Vorstand Sport SC Freiburg) ...

... zum Spiel: "Das war ein richtig, richtig anstrengendes Spiel. Ganz viele strittige Zweikämpfe, ganz große Emotionalität, die Fans waren da. Es war richtig schwierig, zumal wir mit dem Elfmeter das Tor auf dem Fuß hatten. Gerade in der ersten Halbzeit hatten wir nicht die Chancen, nicht die Aktivität in die Tiefe, die wir uns vorgestellt hatten. Jetzt haben wir dieses Jahr die Qualität in der Breite, gut zu wechseln, uns auch noch einmal besser zu machen im Spiel. Luca macht das hervorragend. "

... zu Luca Waldschmidt und der Frage, ob ihm das Tor gutgetan hat: "Es tut jedem gut und ihm in dieser Phase ganz besonders. Er hat ja gar nicht so wenig gespielt, wie es immer von außen heißt. Aber genau diese Momente sind sein. Wenn er reinkommt und den Lauf macht und aufzieht, dann hat er mit links einen super Abschluss. Heute haben wir ihn gebraucht und auch so eine Einzelaktion, um zu gewinnen, weil es schon ein zäher Ritt war heute."

1. FC Köln - Hertha BSC 0:4 (0:1)

Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln) ...

... zur Frage, ob er nun unter Druck steht: "Der Druck ist in unserem Job doch immer da. Aber mir ist nicht angst und bange, weil ich nicht hergehe und sage: Ich habe etwas zu verlieren. Es geht um den 1. FC Köln und ich bin der Cheftrainer des 1. FC Köln und wir werden an diesen Punkten intensiv arbeiten. Heute haben wir so verteidigt, wie es der Liga nicht würdig ist. Das muss man ganz klar so sagen. Das habe ich auch der Mannschaft so gesagt. Dass wir trotz alldem Situationen sehr, sehr gut ausgespielt haben. Uns Chancen erspielt haben, wo wir dann auch die Null stehen haben, das sind Aspekte, wo wir ganz gezielt arbeiten müssen. Dafür steh ich und das werde ich tun."

... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): "Es ist das sechste Spiel, wir haben drei Punkte, damit können wir nicht zufrieden sein. Wir wollen punkten und genau deshalb hat dieses Spiel eine gewisse Brisanz. Sechs Punkte täten uns einfach gut."

... zu Benno Schmitz (vor dem Spiel): "Benno hat eine ungemeine Erfahrung auf dieser Position. Dadurch, dass wir schon auf Raphael Czichos verzichten mussten, war mir Erfahrung in dem Bereich jetzt einfach wichtig."

Timo Horn (Torwart 1. FC Köln) ...

... zum Spiel: "Alles was schieflaufen kann, ist heute schiefgelaufen. Es fängt in der zweiten Minute an, wo Dominik Drexler sich in der ersten Aktion verletzt. Geht über die schlecht verteidigte Situation zu dem 0:1 drüber hinweg und wenn du dann in der 30. Minute hier vom Platz fliegst und mit einem Mann weniger dem Ergebnis hinterherrennst, dann wird es natürlich nicht einfacher. Nichtsdestotrotz müssen wir uns natürlich wehren und unser Tor verteidigen. Ibisevic kommt rein, hat zwei Aktionen und macht zwei Tore, aber einfach als wir, kann man es ihm nicht machen in diesen Situationen. Da müssen wir viel aggressiver dranbleiben und verteidigen."

... zur Roten Karte: "Es ist immer schwer, mit einem Mann weniger zu verteidigen, aber man darf im eigenen Stadion nicht untergehen, sondern muss sich weiter reinwerfen und alles dafür tun, dass so ein 0:4 hier nicht passiert. Natürlich ist das ein Rückschlag, aber wir stehen wieder auf."

Armin Veh (Geschäftsführer 1. FC Köln) ...

... zum Spiel: "Es ist unheimlich viel schiefgelaufen. Wir waren gut im Spiel, haben auch eigentlich die Möglichkeiten gehabt, in Führung zu gehen, hätten in Führung gehen müssen und kriegen dann aus dem Nichts ein Tor, das nicht fallen darf. Das haben wir schlecht verteidigt, so wie wir auch andere Situationen heute schlecht verteidigt haben. Die Rote Karte noch dazu. Wobei die Mannschaft in der zweiten Halbzeit mit zehn Mann wirklich alles versucht hat, den Anschluss zu machen. Aber es sind die Gegentore zu leicht gefallen."

... zur aktuellen Situation: "Der Mannschaft werfe ich gar nichts vor. Wir werden nicht nervös werden, was das anbelangt. Wir wissen natürlich, dass wir jetzt am sechsten Spieltag darum kämpfen, die Klasse zu erhalten. Das wissen wir, aber das beunruhigt uns nicht. Da bin ich felsenfest von überzeugt, dass wir der Liga gewachsen sind. Wichtig ist, wie wir intern damit umgehen. Wir werden Lösungen finden, davon bin ich überzeugt."

... zur Roten Karte: "Für mich hätte es Gelb auch getan. Aber ist ja klar, dass ich das jetzt sage."

Ante Covic (Trainer Hertha BSC) ...

... zum Spiel: "Für mich ist wichtig, dass wir heute als Mannschaft einen souveränen Auswärtsauftritt hatten. Wir haben die Woche im Training gesagt, dass wir bessere spielerische Elemente im Spiel benötigen, und heute haben wir sie auch gezeigt."

... zu Ibisevic: "Wir sind glücklich, Stürmer zu haben, die treffen, was wir auch vorher schon wussten. Es ist wichtig, dass der Knoten bei den Jungs platzt. Er betreibt unter der Woche einen großen Aufwand und hat eine überragende Vorbereitung gespielt, in ein leichtes Loch gefallen ist. Ich glaube, mit dem Spiel heute, hat er sich heute seinen Lohn zurückgeholt."

Vedad Ibisevic (Doppeltorschütze und Kapitän Hertha BSC) ...

... zur Frage, dass es sicherlich nicht einfach sei, von der Bank zu kommen: "Doch, für mich ist das sehr einfach. Ich habe meine ganze Karriere sehr hart gekämpft, um dahin zukommen, wo ich jetzt bin und ich bin mir meiner Situation sehr bewusst. Ich bin 35 Jahre alt und das kann schon vorkommen, dass ein "alter Mann" auf der Bank sitzt."

... zur Frage, ob es normal ist, zwei Tore nach einer Einwechslung zu schießen: "Nein, das ist nicht normal, aber ich will das unbedingt machen. Davon lebt ein Stürmer. Ich mache die Wege. Manchmal hat man Glück, dass die Bälle genauso kommen und so war es zweimal. Eine tolle Sache für mich, aber vor allem für unsere Mannschaft."

... zur Frage, wie groß die Bedeutung des Siegs ist: "Eine sehr große. Wir haben uns schwer getan am Anfang der Saison und sicherlich sehr viel Selbstbewusstsein verloren. Eine junge Mannschaft wie unsere, kann das nicht so einfach wegstecken und das hat man auch gespürt. Aber die letzten zwei Spiele können uns helfen, das Selbstvertrauen zurückzuholen."

Borussia Dortmund - Werder Bremen 2:2 (2:1)

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir haben ziemlich gut gespielt, ein paar Torchancen gehabt. Wir hätten 3:2 oder 4:2 gewinnen können. Unsere Leistung war ok. Wir haben das Spiel nicht kontrolliert, das müssen wir noch mehr machen. Wir haben manchmal überhastet gespielt und probiert, zu dribbeln. Da hatten wir zu viele Ballverluste für Nichts. Wir werden immer ins Risiko gehen, wir spielen sehr offensiv und fast ein 4-2-4. Manchmal müssen wir aber die Balance finden und mehr den Ball halten. Ich hätte gern noch mehr Ballbesitz. Wir müssen verteidigen und fertig. Wir haben es nicht schlecht gemacht, hätten es aber besser machen können. Wir sind enttäuscht, das ist klar."

... zur aktuellen Situation (vor dem Spiel): "Wir haben das Spiel in Frankfurt dominiert und gute Chancen kreiert. Natürlich sind alle enttäuscht, aber es geht weiter, fertig. Ich sage seit langem, dass wir an ein paar Sachen arbeiten müssen. Viele kleine Details, die den Unterschied machen können. Die Leistungen sind ok."

... zur Aufstellung (vor dem Spiel): "Es war geplant, zu rotieren. Das ist kein Problem für die Mannschaft. Wir wollen rotieren, weil wir sehr gute Spieler haben, die bisher noch nicht viel gespielt haben. Die englischen Wochen beginnen, dann geht es weiter mit den Länderspielen, das ist viel."

Roman Bürki (Torhüter Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir spielen nicht wie Männer. Dass wir bei Situationen, wo es wirklich darauf ankommt, da hin gehen, wo es wehtut. Bei Standards, da müssen wir das konsequenter machen, offensiv wie defensiv. Das gelingt uns im Moment nicht. Das ist alles schön anzuschauen, wir spielen einen super Fußball, aber der Killerinstinkt vorne fehlt. Das hätte uns heute vielleicht den Sieg gebracht. Wir haben eine gute Mischung, aber ich würde mir wünschen, dass wir noch einen Ticken zulegen, was die Aggressivität angeht. Ich bin da zu weit entfernt von der Mannschaft, da bin ich leider ein bisschen im Sechzehner gefangen."

... zu den nächsten Spielen: "Wir haben sehr wichtige Spiele in der Champions League und auswärts in Freiburg. Nicht viel Zeit zum Erholen und zum Trainieren. Diese Zeit müssen wir intensiv nutzen, um schleunigst wieder Punkte zu holen."

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir haben es heute nicht zu Ende gebracht. Wir haben das Spiel ganz gut unter Kontrolle gehabt. Dann bekommen wir durch eine dumme Standardsituation das 2:2. Am Ende hat uns die nötige Power gefehlt. In der zweiten Halbzeit war es zu wenig, wir müssen konsequenter auf das dritte Tor gehen, dann haben wir schneller Ruhe. Das war in der zweiten Halbzeit kein gutes Spiel von uns. Dieses Spiel ist so facettenreich, da kann man nicht sagen, wir halten zwei Minuten den Ball und bekommen unsere Torchance. Natürlich können wir mutiger und aggressiver nach vorne spielen zuhause"

... zur Situation: Ich mache mir in dem Fall sorgen, weil wir die Spiele nicht gewinnen. Das hat oberste Priorität. Am Anfang der Saison ist es wichtig, gut zu starten und den Anschluss nicht zu verlieren. Jetzt haben wir schon einen Rückstand, wir sind in einer Schuld, die Spiele zu gewinnen. Wir müssen trotzdem die Ruhe bewahren und uns auf uns konzentrieren. So wie wir das die ganze Zeit gemacht haben, von außen ist es egal, was da passiert."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zum Einsatz von Götze (vor dem Spiel): "In den ersten Spielen hat in der Spitze Paco überragend gespielt und Tore am Fließband geschossen, Marco dahinter auch. Insofern gab es keine Notwendigkeit, zu wechseln. Jetzt ist es so, dass die englischen Wochen an Fahrt aufnehmen. Es geht für uns darum, dieses Spiel zu gewinnen, um oben dran zu bleiben. Das ist auch unser Auftrag. Wir haben natürlich ein bisschen Druck, da muss man nur auf die Tabelle schauen. Am Ende müssen die Punkte in Dortmund bleiben."

... zur Vertragssituation von Götze (vor dem Spiel): "Wir haben schon erste Gespräche geführt. Wir sind aber noch nicht so weit, dass beide Seiten sagen, ja, das ist es jetzt."

... zur Diskussion um Reus (vor dem Spiel): "Marco hat emotional reagiert und das ist normal. Dass man auch mal seinen Ärger Luft machen kann, auch aus der Enttäuschung heraus. Was danach daraus gemacht wurde, da haben wir als Klub die Verpflichtung, sich vor unseren Kapitän zu stellen. Wenn wir das Gefühl haben, die Kritik geht einfach zu weit und sie richtet sich nur gegen einen Spieler, das mag ich nicht. Wir sind Profis, auch wenn wir nicht gewinnen, musst du Kritik aushalten. Nur wenn es zu sehr auf einen Spieler geht, dann müssen wir auch das Recht haben, unsere Meinung kundzutun. Der Unterschied waren letztes Jahr zwei Punkte, wir haben mit Marco Reus als Kapitän und der Mentalitätsdebatte 76 Punkte geholt. Das ist Kritik und eine Diskussion auf sehr hohem Niveau."

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Sie haben in der zweiten Halbzeit ein Topspiel gemacht. Mal sehen, wo es sie heute hintreibt, da kann man auch ein paar Geschenke verteilen. Mit der ersten Halbzeit war ich nicht zufrieden. Du gehst früh in Führung durch einen Konter und bist dann häufig dazu verleitet, nur noch auf Konter zu spielen. Dann machst du bisschen weniger defensiv und wir haben so eine gefühlte Sicherheit gehabt. Das zweite Tor von Dortmund war genauso, wie sie es wollen. Mit Ball waren wir in der ersten Hälfte nicht so mutig, wie ich es mir vorgestellt habe. Ballzirkulation ist möglich gegen Dortmund, muss man sich aber trauen. Es ist aber auch nicht einfach hier."

... zur Zukunft: "Der Punkt ist super viel wert. Ein Punkt, den du nicht einkalkulieren kannst. Wir haben aus den letzten vier Spielen sieben Punkte geholt. Da waren Leipzig und Dortmund dabei, das ist schon echt in Ordnung für die Phase, in der wir waren. Wenn wir unseren Fußball weiterspielen, dann werden wir zwar auch wieder verlieren, aber auch punkten."

... zum Verletzungspech (vor dem Spiel): "Die Situation ist in den letzten Wochen prekär gewesen. Die Jungs kommen nach und nach wieder, wir haben in dieser Phase mit den vielen Verletzten trotzdem gepunktet. Jetzt ist die Breite noch mehr da als vorher, das gibt mir viel Hoffnung."

... zum Spiel (vor dem Spiel): "Wir trauen uns viel zu. Wir wissen, dass wir auf eine der stärksten Mannschaften Deutschlands treffen, aber wir haben so eine Mentalität, dass wir hier hinfahren und sagen, dass wir gewinnen wollen. Dass es schwer wird, wissen wir. Wenn man den Ball hat, muss man die Ruhe bewahren. Du musst brutal aufpassen, was ihre Geschwindigkeit angeht."

Nuri Sahin (SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Die erste Halbzeit geht klar an die Borussia, weil wir nach dem 1:0 aufgehört haben, nach vorne zu spielen. Wir haben den Mut verloren, aber wir haben das in der zweiten Halbzeit gut gemacht und nehmen verdient einen Punkt mit. Das 1:0 hat uns extrem in die Karten gespielt, wir kassieren aber das 1:1 sehr früh. Sie haben uns dann schon mit ihrer Qualität reingedrückt. Borussia hat eine herausragende Mannschaft mit einem herausragenden Trainer. Es tut mir leid, dass wir ihnen heute zwei Punkte weggenommen haben, aber ich bin mir sicher, dass Borussia eine sehr gute Saison spielen wird."

... zum Verletzungspech: "Man rückt noch enger zusammen, wenn man versucht, das beste herauszuholen. Wenn die Jungs zurückkommen, dann haben wir mehr Optionen und können die Kräfte einteilen. Wir hatten diese Woche ein extrem hohes Niveau im Training, die beste Woche, seitdem die Vorbereitung angefangen hat, weil die Verletzten zurückgekommen sind. Elf gegen elf, da lief der Ball und da musstest du als A-Mannschaft auch mal der B-Mannschaft hinterherlaufen."

Marco Bode (Aufsichtsratsvorsitzender und Geschäftsführer SV Werder Bremen) vor dem Spiel: "Wir müssen nah an die 100 Prozent rankommen, um hier eine Chance zu haben. Sie lagen vielleicht ein wenig hinter den Erwartungen zurück, was die Punkte angeht. In letzter Zeit haben wir gegen Dortmund ganz gut ausgesehen, deswegen bin ich auch nicht super pessimistisch. Sie haben eine unglaubliche Qualität in der Offensive. Wir müssen trotzdem versuchen, auch ein Spiel nach vorne zu finden. Ich gehe davon aus, dass wir auch versuchen, nach vorne zu spielen."

RB Leipzig - FC Schalke 04 1:3

David Wagner (Trainer Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Wir sind ja jetzt nicht ganz ohne Idee hierhergefahren. Ein bisschen was haben wir uns auch überlegt. Wenn zwei so Mannschaften aufeinandertreffen, die so gut sind, dann entscheiden manchmal auch Standardsituationen, zumindest den Spielverlauf oder die Richtung. Das erste Tor war genau so gewollt, hat super geklappt. Die ein oder andere Idee, die wir heute hatten, war wahrscheinlich nicht ganz die schlechteste."

... zu Amine Harit: "Für mich hat er heute eines seiner besten Spiele gemacht. Insbesondere taktisch, er hat ganz clever gespielt und sich in cleveren Räumen aufgehalten. Tor gemacht, Tor vorbereitet, das war eine gute Leistung. Er hat viel gearbeitet wie die ganze Mannschaft, das war schon richtig gut."

Alexander Nübel (Kapitän Schalke 04) ...

... zum Spiel: "Mit Mentalität schlägt man meistens Qualität, das gehört jede Woche dazu. Das beweisen wir Woche für Woche. Davor war es ein gutes Spiel, das Tor muss nicht sein. Ich habe mich zu früh entschieden zu fausten, dann kriegst du so ein Ding. Das tut sehr weh, weil wir sonst wahrscheinlich zu Null gespielt hätten. Ansonsten zählt für mich nur der Sieg."

... zur aufmunternden Reaktion der Fans nach dem Gegentor: "Das freut einen natürlich und baut einen ein Stück weit auf."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Ich bin keiner, der sich in Ausreden verflüchtigt. Deswegen zählt mehr die eigene Leistung. Wir hatten ein extrem schlechtes Entscheidungsverhalten gehabt in der ersten Halbzeit in vielen Situationen, wo wir klar besser waren als der Gegner und uns im letzten Moment immer falsch entscheiden. Insgesamt hatten wir im vorderen Drittel kaum Ballhaltezeiten, waren sehr Ballunsicher in der vordersten Linie, und deswegen haben wir hier genug zu tun."

Marcel Halstenberg (RB Leipzig): "Man kann schon sagen, dass es ein Mentalitätsspiel war. Wir sind 0:2 in Rückstand gegangen und dann wird es natürlich schwer. Wir probieren alles, schaffen dann hinten raus den Anschlusstreffer, aber wirklich eng war es dann nicht."

Manuel Gräfe (Schiedsrichter): "Für mich sah es im Spiel so aus, dass der Schalke-Spieler den Elfmeter ziehen wollte. Dass er das Bein ein bisschen nach hinten ausgestreckt hat und dass er auf den minimalen Kontakt gewartet hat, den es auch gab. Für mich hat es dann nicht ausgereicht, auf Strafstoß zu entscheiden. Dann kam der Videoassistent, der meinte, dass der Kontakt doch deutlich klarer sei und es ein Strafstoß sei. In dem Augenblick, in dem ich rausgehe, geht es nicht mehr darum, ob es eine klare Fehlentscheidung ist. Von dem Augenblick an geht es darum, die richtige Entscheidung zu treffen. Ich habe es mir lange angeschaut und es gibt für mich noch auch Argumente zu sagen, dass er den Kontakt sucht. Er macht es geschickt, der Verteidiger ist ungeschickter als der Stürmer geschickt."

SC Paderborn - FC Bayern München 2:3

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München): "Ich bin mit den Punkten zufrieden, mit der Leistung nicht. Das haben wir uns anders vorgestellt. Die Chancen waren da, dass wir das Spiel in der ersten Halbzeit entscheiden. Das haben wir nicht getan, und dann läuft so ein Spiel, wie es eben läuft. Es ist immer eng, so ein Spiel kann zum Schluss auch in die Hose gehen."

Joshua Kimmich (FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Wir haben es nicht gut gemacht. In der ersten Halbzeit war es ein gefühlt offenes Spiel mit den deutlich besseren Torchancen für uns. Nach dem 2:0 muss das Spiel eigentlich gelaufen sein. Wir bringen den Gegner ins Spiel, die es auch mutig und gut gemacht haben. Aber über 90 Minuten hat uns die Dominanz gefehlt, die wir eigentlich haben wollen. Vielleicht haben wir nicht so zielstrebig auf das 3:0 gespielt, sondern waren in den Köpfen durch, dass das 2:0 reicht. Wir machen uns das Leben unnötig schwer und hätten dominanter spielen müssen. Wir haben mal wieder zu einfache Fehler gemacht."

... zum Torrekord von Lewandowski: "Eine extreme Quote, Tore helfen uns natürlich. Vor allem, wenn man ein Spiel mit einem Tor Unterschied gewinnt, dann ist jedes Tor wichtig. Zehn Stück sind natürlich eine Hausnummer."

Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Unabhängig vom Ergebnis hat die Mannschaft ein Riesen-Spiel geliefert. Wir haben ja nicht gegen irgendjemanden gespielt. Wir haben frei aufgespielt und hatten keine Angst. Wir hatten die ein oder andere gute Möglichkeit aus dem Rückraum. Wir bleiben dran, spielen weiter, das macht dann auch irgendwo stolz, aber trotzdem ärgert es auch einen gleichzeitig."

Kai Pröger (Torschütze SC Paderborn): "Wir haben in den meisten Spielen gute Spiele gemacht. Es ist schon ärgerlich, sich nicht mal zu belohnen. Gerade gegen die Bayern sich zu belohnen wäre eine andere tolle Geschichte gewesen. So würde ich das einstufen, dass wir uns in den ganzen Spielen nicht belohnt haben."

Luca Kilian (SC Paderborn): "Wir haben bis zur letzten Sekunde gekämpft und versucht, das Spiel noch in unsere Richtung zu lenken. Dass es am Ende nicht geklappt hat, ist wahrscheinlich auch der Qualität der Bayern geschuldet. Wir haben uns nichts vorzuwerfen."

TSG 1899 Hoffenheim - Borussia Mönchengladbach 0:3

Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir sind ganz am Anfang der Saison und der Entwicklung der Dinge, die wir umsetzen wollen. Also da geht sicher noch einiges. Die Jungs sind fleißig und ich freue mich sehr, dass sie mit einem guten Gefühl nach Hause fahren dürfen. Jetzt ist es wichtig, dass wir hungrig bleiben und versuchen, nachzulegen."

Benjamin Hübner (TSG 1899 Hoffenheim): "Das ist ein bisschen eine Floskel, aber es ist so, wenn du die Chancen nicht machst, dann kriegst du sie hinten. Das Ergebnis fällt deutlich zu hoch aus. Wir hatten gute Chancen und müssen zusehen, dass wir die reinkriegen mit aller Macht. Dann gibt es vielleicht ein anderes Ergebnis."

FSV Mainz 05 - VfL Wolfsburg 0:1

Sandro Schwarz (Trainer 1. FSV Mainz 05) ...

... zu seiner Gelb-Roten Karte: "Ich glaube, dass es mit meiner Emotionalität zu tun hatte. Ich weiß es jetzt nicht, dementsprechend habe ich die Gelb-Rote Karte bekommen. Es ist ärgerlich. Irgendwas werde ich schon gesagt haben. Wahrscheinlich war es mein Gesichtsausdruck, keine Ahnung."

Daniel Brosinski (1. FSV Mainz 05): "Jede Woche das gleiche. Heute war es kein gutes Spiel, aber wir haben trotzdem vier bis fünf gute Chancen gehabt. In der zweiten Halbzeit kriegen wir den Ball einfach nicht über die Linie. Es fehlt auch ein bisschen das Glück, das ist sehr ärgerlich."

Wout Weghorst (VfL Wolfsburg): "Als Mannschaft haben wir heute wieder sehr hart dafür gearbeitet. Wenn du als Mannschaft spielst und 100 Prozent gibst, dann bekommst du, was dir zusteht. Das waren heute drei Punkte."

FC Augsburg - Bayer Leverkusen 0:3

Florian Niederlechner (Eigentorschütze FC Augsburg): "Ich wollte meinen Schädel reinhalten, weil ich gesehen habe, dass der Bender auch dasteht. Wenn ich nicht hingehe, macht ihn vielleicht der Bender, so habe ich ihn blöderweise reingemacht. Letzte Woche war ich der Torjäger, heute der Depp. So ist das im Fußball ab und zu, es geht weiter."

Sven Bender (Bayer 04 Leverkusen): "Ich habe gar nichts mitbekommen. Ich bin zur Outlinie gegangen und die Jungs haben gesagt, der Ball war drinnen. Passt, alles gut."

Kevin Volland (Torschütze Bayer 04 Leverkusen): "Es war ein gutes Spiel von uns. In der ersten Halbzeit mussten wir entgegenhalten und haben Augsburg nicht ins Spiel kommen lassen. Sie sind eine physisch starke Mannschaft, sie wollten heute Zweikämpfe führen und das haben wir vermieden. Wir haben in der zweiten Halbzeit rechtzeitig den Sack zugemacht."

Werbung
Werbung
Werbung
Werbung