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Bundesliga, 3. Spieltag - Stimmen und Reaktionen: "Wir sind in einer Scheißsituation"

Von SPOX
Der FSV Mainz 05 steht nach drei Spieltagen punktlos auf dem letzten Tabellenplatz.

Bei Mainz 05 herrscht nach der 1:6-Niederlage beim FC Bayern großer Frust und auch in Freiburg ist man geschockt nach der späten Niederlage. Die Schalker freuen sich dagegen über die ersten Tore und den ersten Dreier der Saison.

Die Stimmen zum 3. Spieltag der Bundesliga aus der Mixed Zone und von Sky.

Werder Bremen - FC Augsburg 3:2

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen) ...

... zum Spiel: "Wir sind einfach alle froh, dass wir den ersten Sieg geholt haben. Sonst muss ich auch nach dem dritten Spiel erklären, warum wir 11:4 Chancen haben und nicht gewinnen, jetzt haben wir gewonnen und sind drin in der Saison. Das ist jetzt eine Phase wo wir punkten und dranbleiben müssen. Das haben wir heute geschafft. Daher heute ein Kompliment an die Mannschaft, aber wir müssen trotzdem kritisch bleiben."

... zu Doppeltorschütze Yuya Osako: "Ich habe ihn sowohl im Training als auch in Bundesligaspielen schon so stark und präsent gesehen wie heute. Er ist ein unglaublicher Spieler. Er kann im Zwischenraum spielen, selber Tore schießen, geht nach und zieht Spieler auf sich. Er wird in diesem Jahr sehr wichtig für uns sein und ich bin sehr froh, dass ich ihn habe. Nuri Sahin hat es gut gesagt: ‚Nur Yuya selbst weiß nicht, wie gut er ist'."

Marco Friedl (SV Werder Bremen) ...

... zu seiner Vorarbeit beim Siegtor: "Es freut mich, dass ich am Siegtor beteiligt war. Aber das Wichtigste ist, dass wir als Mannschaft die drei Punkte hierbehalten und endlich den ersten Sieg eingefahren haben."

... zum Spiel: "Wir haben uns in ein paar Situationen nicht gut angestellt. Bei Überzahl im Konterspiel haben wir die Tore nicht gemacht und es teilweise kläglich hergegeben. Hinten raus wird es dann immer eklig so einen knappen Vorsprung zu verteidigen. Aber ich muss der Mannschaft ein Kompliment machen. Wir haben es von der ersten bis zur letzten Minute zusammen durchgezogen und deshalb verdient gewonnen."

Martin Schmidt (Trainer FC Augsburg) ...

... zum Spiel: "Der Platzverweis war entscheidend, ab da war das Spiel für uns sehr schwierig. Aber trotzdem stelle ich mich klar vor die Leistung der letzten 60 Minuten, da haben wir 1:1 gespielt und das Team hat sich sehr gut gewehrt. Bis zum Ende ging es um einen Punkt, da war die Mentalität sehr gut. Die Fehler müssen wir in den ersten zwanzig Minuten suchen."

Ruben Vargas (Doppeltorschütze FC Augsburg) ...

... zum Spiel: "Wenn man so früh einen Mann weniger hat, wird es natürlich schwierig. Wir haben es in der zweiten Halbzeit nicht schlecht verteidigt, aber nach dem 3:2 war es schwierig noch einmal zurückzukommen. Der Platzverweis war aber nicht der alleinige Knackpunkt"

... zu seinem ersten Treffer: "Lichtsteiner hat eine super Flanke reingespielt, ich steige in der Mitte hoch und sehe dann wie der Ball im Netz zappelt. Das war eine tolle Vorlage, die ich nur noch vollenden musste."

Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf 2:1

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht Frankfurt)

... zum Transfer von Rebic: Zum ersten Mal habe ich unser Spiel nicht 100 Prozent mitbekommen, weil ich dauernd telefoniert habe. Die Mailänder Kollegen dachten wohl, dass mir während des Spiels etwas langweilig ist, aber die Tore habe ich gesehen. Antes Transferziel ist AC Mailand, das kann ich jetzt schon sagen, weil es während des Spiels nochmal konkreter wurde. Ante fliegt grad nach Mailand. Den Anfang des Spiels hat er noch neben mir verfolgt, dann hat er einen Tritt in den Hintern bekommen und dann konnte er gehen. So wie wir uns immer am Ende des Tages verabschiedet haben. Es war sein ganz großer Wunsch nach Italien zu gehen und eine neue Herausforderung zu suchen. Es geht erstmal um ein zweijähriges Leihgeschäft, aber mehr Details gibt es dann morgen. Wir kriegen im Gegenzug Andre Silva vom AC Mailand, er wird dann morgen bei uns zum Medizincheck kommen. Die beiden Vereine sind sich vorbehaltlich der bestandenen Medizinchecks bei diesem Spielertausch einig."

... zu seinen Gefühlen nach dem Abgang von Rebic: "Ich bin nicht sauer auf Ante. Er hatte hier drei überragende Jahre, wahrscheinlich die besten seiner bisherigen Karriere. Persönlich wünsche ich ihm alles Gute. Er hatte jetzt eine Phase, wo er sehr launisch war und vielleicht etwas zu sehr auf diesen Wechsel gedrängt hat. Er hat hier Meilensteine gesetzt mit seiner Spielweise und deshalb sollen ihn hier alle positiv in Erinnerung behalten."

... zur Verpflichtung von Andre Silva: "Wir waren seit einigen Wochen an Andre Silva interessiert. Aber das Paket war zu groß, um es zu stemmen. Er ist ein toller und ganz anderer Spieler als Ante und bringt deshalb eine neue Note in unser Spiel. Er ist erst 23 und hat trotzdem eine gewisse Erfahrung. Er spielt auch in der portugiesischen Nationalmannschaft und weiß genau, wo das Tor steht. Er wird die Zeit bekommen sich zu integrieren und dann auch die typische Frankfurter Mentalität annehmen."

... zu einem Transfer von Ante Rebic (vor dem Spiel): "Ich kann bestätigen, dass wir mit einem Klub in Verhandlungen sind. Den werde ich aber nicht nennen, weil es sich nicht gehört, bevor alles geklärt ist. Deswegen will der Spieler heute auf eigenen Wunsch nicht spielen. Was von vielen Seiten auch verständlich ist, weil ein gewisses Verletzungsrisiko da ist. Da hatten wir in der Bundesliga zuletzt ein prominentes Beispiel. Es sind noch viele Wenns und Abers dabei, es ist noch nicht so klar, wie es viele darstellen. Es geht noch um wirtschaftliche Dinge, aber auch ob das Ganze überhaupt machbar ist. Für uns müssen alle Konstellationen passen, sowohl das Geld aber auch die Sinnhaftigkeit. Am Ende des Tages werden wir auch noch einen neuen Spieler bekommen, wenn alles funktioniert. Dann ist das keine schlechte Geschichte für uns. Das mit Ante war auf den letzten Drücker so nicht mehr eingeplant. Aber in den letzten zwei Tagen ist nochmal richtig Dynamik reingekommen. Ich kann nichts garantieren. Es kann bis zur Deadline morgen um 18 Uhr funktionieren, kann aber auch in letzter Sekunde kaputtgehen. Es ist ein verrückter Transfersommer und wir sind froh, wenn es morgen um 18 Uhr vorbei ist."

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt):

... zum Spiel: Es war ein absoluter Kraftakt. Wir haben nach dem 0:1 Mentalität gezeigt, Bas Dost hatte einen super Einstand mit seinem Treffer. Wenn man zum Glück dann gewinnt, ist es natürlich auch ein bisschen glücklich. Wir waren bei den zweiten Bällen nicht gut und nicht richtig griffig, da hat man das schwere Spiel vom Donnerstag gemerkt. Ich habe dann noch offensiv gewechselt und das hat sich ausgezahlt. Das allerwichtigste sind die drei Punkte."

... zu Bas Dost: "Er kennt die Bundesliga und ist ein erfahrenerer Spieler. Er hat genau gewusst, was zu tun ist, als er auf den Platz gelaufen ist. Er ist ein super Typ, aber noch nicht auf dem Level, das er braucht und daran werden wir arbeiten."

... zu den Transferaktivitäten: "Es war für uns alle kein einfacher Tag mit der Geschichte von Ante, aber im Gegenzug bekommen wir mit Andre Silva einen Spieler, mit dem wir uns schon länger befasst haben. Man braucht sich nur seine Statistiken anschauen, dann sieht man, dass ein sehr guter Spieler zu uns kommt. Ich habe mich aber während des Spiels voll auf meine Mannschaft konzentriert."

Friedhelm Funkel (Trainer Fortuna Düsseldorf) ...

... zum Spiel: "Wir hätten einen Punkt verdient gehabt. Wir haben sehr unglücklich verloren, weil wir über 90 Minuten ein sehr gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir haben dem Druck aber letztendlich nicht mehr standgehalten und Frankfurt hat einen individuellen Fehler auf der linken Seite eiskalt bestraft."

... zum Gegentreffer zum 1:2: "Niko Gießelmann darf bei der ersten Flanke nicht hochspringen, sondern muss stehen bleiben und dann wird es schwer. Da Costa spielt den Ball gut in die Mitte. Der Fehler beginnt außen. Andre Hoffmann kann es im Zentrum kaum noch verhindern."

... zum Vergleich mit der letzten Saison: Wir dürfen nicht den Fehler machen, zu lange in der Vergangenheit rumzuturnen. Heute war unser bestes Saisonspiel und wir haben gezeigt, dass wir auch diese Saison wieder in der Lage sind, gute Spiele zu machen und die Klasse zu halten."

... zu Marco Russ: "Marco war am Anfang noch nicht so, wie man sich als Profi verhalten muss. Aber er hat daraus gelernt und ist dann zu einem Topspieler gereift."

... zur Beziehung zu Frankfurt Co-Trainer Armin Reutershahn (vor dem Spiel): "Er war jahrelang mein Co-Trainer. Wir haben uns auch außerhalb des Platzes gut verstanden. Wir haben viel Quatsch und Mist zusammen gemacht und unendlich viel gemeinsam erlebt."

... zu einer erneuten Zusammenarbeit mit Reutershahn (vor dem Spiel): "Ich glaube nicht, dass wir noch einmal zusammenfinden, weil Düsseldorf auf jeden Fall meine letzte Station ist."

Armin Reutershahn (Co-Trainer Eintracht Frankfurt) ...

... zur Beziehung zu Düsseldorf-Trainer Friedhelm Funkel (vor dem Spiel): "In den zehn Jahren, die wir zusammengearbeitet haben, haben wir mehr Zeit zusammen verbracht als mit unseren Familien. Da entsteht natürlich eine enge Freundschaft und man bleibt auch nach dieser Zeit in Kontakt."

Marco Russ (verletzter Kapitän von Eintracht Frankfurt) ...

... zum Spiel: "Es war nach dem intensiven Spiel gegen Straßburg definitiv ein Sieg des Willens. Aber genau dieser Wille und diese Leidenschaft zeichnen unsere Mannschaft eben aus."

... zum Heilungsverlauf nach seinem Achillessehnenriss (bei Sky 90): "Vor drei Tagen wurden mir die Fäden gezogen, aber ich brauche Geduld. Ich fange jetzt an mit Krafttraining, aber ich darf den Fuß erst in sechs Wochen richtig belasten."

... zu Rebic: Er ist ein Ausnahmespieler, der den Unterschied machen kann. Er ist aber auch ein Gefühlsmensch, der zeigt, wenn ihn was stört oder wenn er beleidigt ist. Ich habe natürlich gehofft, dass er bleibt."

... zu seinem ehemaligen Trainer Friedhelm Funkel (bei Sky 90): "Er hat mich zum Profi gemacht und in den ersten beiden Jahren dann erzogen, was zunächst auch nicht immer leicht für mich war. Ich bin ihm aber unglaublich dankbar für das, was ich auch dank ihm erreicht habe."

FC Bayern - Mainz 05: 6:1

Niko Kovac (Trainer FC Bayern München) zum Spiel: "Bis zur 22. Minute waren wir nicht im Spiel. Wir waren nicht griffig genug, wir waren zu weit weg. Wahrscheinlich auch durch die Witterungsverhältnisse. Wir machen einen kleinen Fehler und werden bestraft. Aber nach der Trinkpause war die Reaktion gut, da sind die Jungs energischer draufgegangen. Der Sieg ist in der Höhe auch verdient."

David Alaba (Torschütze FC Bayern München) ...

... zum Spiel: "Wir gehen ins Spiel, um gleich von Anfang an Gas zu geben. Das ist uns heute nicht so gelungen, wie wir uns das vorgestellt haben - Wir sind die ersten 20 Minuten nicht ins Spiel gekommen. Mainz hat das sehr gut gemacht und dann nach der ersten Trinkpause sind wir besser ins Spiel gekommen."

... zur Mannschaft: "Ich bin schon stolz, ein Teil dieser Mannschaft zu sein. Man merkt einfach in den Trainingseinheiten, wie jeder Gas gibt, wie jeder diese Sportart liebt. Wenn man das dann am Wochenende als einer davon auf den Platz bringt, ist das natürlich Wahnsinn."

... zum Vorteil mit den Neuzugängen: "Es ist sicherlich so, dass die neuen Spieler noch einmal den Konkurrenzkampf angeregt haben. Das merkt man in den Trainingseinheiten, dass das Niveau noch einmal anders ist, dass in den Spielen von der Bank noch einmal ein anderes Niveau kommt. Das ist etwas, was uns wirklich weiterbringt."

... zur Frage, warum er den Freistoß schießen durfte: "Weil ich das von der Seite nicht so schlecht kann. Der Lewi und ich sind unter der Woche wirklich oft länger am Platz. Ich habe zum Lewi gesagt, dass ich mich ganz gut fühle."

Adam Szalai (1. FSV Mainz 05) zum Spiel: "Insgesamt fehlt der Mut und das Coaching untereinander und die Verantwortung. Aber das bekommen wir hin. Wir haben eine sehr gute Qualität, es ist eine sehr junge Mannschaft. Wir brauchen mehr Mut. Die letzten Tore waren sehr, sehr einfach, da muss man mehr miteinander sprechen, das hat auch mit Verantwortung zu tun."

Alexander Hack (1. FSV Mainz 05) zum Spiel: "Wir sind in einer Scheißsituation. Aber es hilft nicht zu jammern, das bringt uns nichts und dem Verein nichts. Wir haben jetzt zwei Wochen Zeit, um vieles zu hinterfragen und zu erarbeiten. Dann heißt es: Mund abputzen, weitermachen."

Union Berlin - Borussia Dortmund: 3:1

Marco Reus (Kapitän Borussia Dortmund) ...

... zum Spiel: "Wir haben uns einfach im gesamten Spiel komplett dumm angestellt. Wir hatten zwischendurch ein paar gute Lösungen gehabt, aber im letzten Drittel nicht gut ausgespielt und wenn wir es gut ausgespielt haben, dann machen wir die Tore nicht. Nach dem 1:1 waren wir gut drin und haben das Tempo bestimmt. Es war insgesamt zu wenig."

... zur Einstellung: "Ich glaube, wir denken, dass wir mit der Qualität locker die Spiele gewinnen. Wir müssen aufhören, daran zu glauben, dass wir nur mit Qualität die Spiele gewinnen. Wir müssen einfach die Tugenden an den Tag legen, die wir auch in der letzten Saison gezeigt haben. Mit Willen und Leidenschaft."

Julian Brandt (Borussia Dortmund): "Wir haben natürlich heute zu einfach die Tore kassiert. Es ist gerade hier nicht leicht, in Rückstand zu geraten und dann die Tore aufzuholen. Das haben wir in Köln vor einem großartigen Publikum gemerkt, das haben wir hier gemerkt. Die Unioner haben alles reingeworfen und wenn wir dann immer anrennen und uns leichtfertige Gegentore passieren, ist das sehr schwer für uns. Wir haben sicherlich viele Situationen nicht gut ausgespielt. Wir haben alle nicht unser bestes Spiel gemacht. Wir müssen zusehen, dass wir zusammen noch besser verteidigen. Man hat gemerkt, dass die Berliner heute einen größeren Willen hatten."

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund) zum Spiel: "Jetzt gehen zwei Drittel der Mannschaft, die erst in zwei Wochen wiederkommen. Dann fängt erst alles wieder an. Wir müssen aufpassen, was wir sagen. Ich sage das seit langem: Es ist viel zu tun. Wir können es nicht mehr ändern."

Michael Zorc (Sportdirektor Borussia Dortmund) ...

... zur Champions-League-Auslosung (vor dem Spiel): "Ich hätte mir eine leichtere Gruppe gewünscht. Wir haben aus Topf eins einen der Titelanwärter bekommen und die beste Mannschaft aus Topf drei. Die haben sich dieses Jahr noch einmal extrem verstärkt. Ich glaube, dass Inter Mailand nicht mit dem Inter der letzten Jahre vergleichbar ist. Das werden sehr interessante Spiele. Wir haben keine Angst, aber wir müssen wachsam sein."

... zu Raphael Guerreiro (vor dem Spiel): "Stand jetzt gehe ich davon aus, dass er bei uns bleibt. Er hat noch ein Jahr Vertrag. Wir müssen schauen, wie die Finanzsituation ist und müssen dann abwägen, wenn noch etwas kommen sollte. Wir sind aktuell in Gesprächen und ich hätte gerne, dass er bei uns verlängert."

Urs Frischer (Trainer 1. FC Union Berlin) ...

... zum Spiel: "Wir wussten, dass das wirklich sehr harte 90 Minuten werden und dass du über deine Grenzen gehen musst, wenn du Punkte mitnehmen willst. Ich glaube schon, dass man gesehen hat, dass hier ein Team 90 Minuten am Arbeiten ist und alles versucht hat, um die Führung über die Zeit zu bringen.

... zur Einstellung: "Für uns ist es eine Voraussetzung, dass du diese Leidenschaft auf das Feld bringst. Du musst über das Kämpferische und über die Laufleistung ins Spiel kommen. Letztendlich ist das das Entscheidende. In den ersten 30 Minuten war der Respekt noch zu groß."

Neven Subotic (1. FC Union Berlin) zum Spiel: "Es war für uns ein Schlüsselspiel, das uns gezeigt hat, dass wir wirklich angekommen sind. Heute haben wir gezeigt, wenn Dortmund oder andere Vereine auf dem Niveau kommen, dann werden wir denen nichts schenken. Wir haben das Spiel gewissermaßen selbst in die Hand genommen und dazu gehört auch ein bisschen Glück."

Marius Bülter (Doppeltorschütze 1. FC Union Berlin) ...

... zum Spiel: "Für mich war es bisher eines der größten Spiele, die ich in meiner Karriere hatte. Dass die beiden Torschüsse, die ich heute abgegeben habe, beide reingegangen sind, war natürlich auch ein bisschen Glück. Aber es ist ein mega geiles Gefühl."

... zum Verein: "Es ist überragend, wie alle hier zusammenhalten. Man hat das gesehen, als wir von Leipzig auf den Sack bekommen haben. Die Fans haben uns danach auch super unterstützt. Aber das heute, das toppt noch einmal alles."

Dirk Zingler (Präsident 1. FC Union Berlin) zur Debüt-Saison (vor dem Spiel): "Es ist eine Herausforderung und die nehmen wir an. Da haben wir jahrelang drauf hingearbeitet. Natürlich ist das Ziel der Klassenerhalt. Ich bin nicht aufgeregt, ich freue mich riesig darauf. Ich freue mich immer, wenn ich durch das Stadion gehe und die Menschen sehe, das Strahlen in diesen Gesichtern. Das Schöne bei uns ist, dass wir uns nicht nur auf das Ergebnis fokussieren, sondern es einfach genießen."

Bayer 04 Leverkusen - TSG 1899 Hoffenheim 0:0

Florian Grillitsch (TSG 1899 Hoffenheim) zum Spiel: "Ich denke, so wie Leverkusen drauf ist momentan, können wir schon zufrieden sein. Mit ein bisschen Wehmut, denn wir hatten schon ein, zwei Chancen, wo wir Tore hätten machen können. Leverkusen hat das Spiel dominiert, mehr Ballbesitz gehabt. Aber, wenn wir das 1:0 machen, dann gewinnen wir auch."

Kerem Demirbay (Bayer 04 Leverkusen) zum Spiel: "Ich denke, wir haben es eigentlich sehr, sehr gut gemacht. Nur hat uns am Ende ein Stück weit das Glück gefehlt. Aber auf beiden Seiten, der Gegner hätte auch das ein oder andere Mal treffen können. Statistisch haben wir 18 oder 19 zu Null Ecken. Entweder waren sie extrem schlecht reingeschlagen oder wir haben keinen Abnehmer gefunden. Das habe ich in der Art noch nicht erlebt. Nach dem Interview gehe ich in die Kabine. Mit dem ein oder anderen habe ich noch ein paar Takte zu sprechen."

VfL Wolfsburg - SC Paderborn 1:1

Joshua Guilavogui (Kapitän VfL Wolfsburg) zum Spiel: "Unser letzter Pass und die letzte Konsequenz haben heute gefehlt, um das Tor zu schießen. Heute müssen wir auch einfach sagen, dass Paderborn das gut gemacht hat. Es war nicht einfach, freien Raum zu bekommen, sie sind sehr viel gelaufen, das war einfach schwer für uns."

Mohamed Dräger (SC Paderborn 07) ...

... zum Spiel: "Wenn wir hier mit 2:1 oder 3:1 nach Hause fahren, dann ist das auch verdient. Nichtsdestotrotz müssen wir von Spiel zu Spiel denken. Hauptsache wir haben nicht verloren und das ist etwas, auf das wir aufbauen können."

... zum falschen Trikot nach der Pause: "Ich sitze neben ihm in der Kabine, ich habe nicht genau hingeguckt. Ich hatte Probleme mit meinem Schnürsenkel in der ersten Halbzeit. Da habe ich mich tatsächlich nur darauf konzentriert und mir kurz vor dem Rausgehen noch ein Trikot geschnappt."

SC Freiburg - 1. FC Köln 1:2

Achim Beierlorzer (Trainer 1. FC Köln) zum Spiel: "Die Sache ist ja die: Wenn man gewinnen kann, warum soll man sich dann mit einem Unentschieden zufriedengeben. Meine Mannschaft hat in der zweiten Hälfte noch viel mehr gezeigt, dass sie dieses Spiel drehen und auch gewinnen möchte. Allein die Einzelleistung von Skhiri am Schluss hat den Willen der Mannschaft wiedergespiegelt. Ich bin heute schon stolz auf diese Leistung."

Rafael Czichos (1. FC Köln) zum Spiel: "Ich freue mich voll über die drei Punkte und natürlich habe ich mich auch beim 1:1 gefreut, das mein Eigentor egalisiert wurde."

Nils Petersen (SC Freiburg) zum Spiel: "Psychologisch lief eigentlich alles für uns und dann gibt man es in der letzten Sekunde aus der Hand, das ist natürlich Wahnsinn."

Gian-Luca Waldschmidt (SC Freiburg) zur DFB-Nominierung: "Ich freue mich, zur Nationalmannschaft zu reisen. Das ist etwas ganz Besonderes. Ich bin das erste Mal dabei, das ist eine große Ehre für mich."

FC Schalke 04 - Hertha BSC Berlin 3:0

Guido Burgstaller (FC Schalke 04) zu seinen vergebenen Torchancen: "Zum Glück kann man jetzt darüber lachen. Da braucht man sich jetzt gar nicht drauf einschießen. Wir hatten so viele Möglichkeiten, wo Hertha noch geklärt hat. So haben wir es durch zwei Eigentore erzwungen. Im Großen und Ganzen können wir noch höher gewinnen. Das war absolut verdient. Von der Art und Weise war das schon schön."

Daniel Caligiuri (FC Schalke 04) zum Spiel: "Das ist ein hochverdienter Sieg heute von uns. Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Wir wollen wieder zur alten Heimstärke zurück. Das was wir heute mit den Fans hier erlebt haben, gibt unglaublich Kraft."

David Wagner (FC Schalke 04) zu Omar Mascarells Integration im Team: "Ich glaube, das hat nie gefehlt. Omar kam in eine Mannschaft, wo es einfach nicht so funktioniert hat. Wenn du dann als neuer Spieler dazukommst, dann macht es das nicht einfacher. Er hat von Tag eins hier mit angepackt. Das hat er heute fantastisch gemacht."

Ante Covic (Trainer Hertha BSC) zum Spiel: "3:0 verloren, das ist ein sehr bitteres Ergebnis, wenn man bedenkt, dass wir in den ersten drei Spielen acht Gegentore bekommen. Da weiß man, wo wir den Hebel ansetzen müssen in den nächsten Wochen. Wir können uns nur freuen, dass jetzt Länderspielpause ist."

Niklas Stark (Hertha BSC) zu seinem Eigentor: "In der Situation denke ich, dass hinter mir einer ist und den Ball verwerten kann und versuche dann noch irgendwie hinzugehen. Ich gehe lieber hin, als nichts zu machen.

Borussia Mönchengladbach - RB Leipzig 1:3

Yann Sommer (Torhüter Borussia Mönchengladbach): "Wir haben ein super Spiel gemacht. Das ist komisch zu sagen, wenn man 1:3 verliert. Leipzig hatte Mühe, wir haben sehr gutes Gegenpressing gespielt. Mit etwas Glück geht das Spiel vielleicht anders aus. Uns fehlte die Effizienz, belohnten uns aber nicht und Leipzig nutzte seine Chancen."

... über den Matchwinner: "Timo Werner ist ein sehr guter Stürmer, hat eine unglaubliche Schnelligkeit und ist sehr abschlussstark. Er hat heute den Unterschied gemacht."

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Gladbach war die ersten zehn Minuten besser. Danach war es ein ausgeglichenes, rassiges Spiel. Das Spiel war sehr schnell, es gab nur wenige Ruhephasen, aber es war sehr interessant. Plea hatte dann eine sehr gute Chance, die er nicht gemacht hat. Danach waren wir schon die zwingendere Mannschaft. Am Ende war es garantiert nicht unverdient."

Timo Werner (RB Leipzig):

... über Leipzigs Lieblingsgegner Gladbach (7 Spiele, 5, Siege, 2 Unentschieden): "Wir haben gegen Gladbach eine sehr gute Bilanz. Wir haben heute phasenweise sehr gut gespielt, aber Gladbach auch phasenweise zu sehr spielen lassen. Die 1:0-Führung zur Pause war etwas glücklich, aber nach der Pause haben wir direkt nachgelegt und verdient gewonnen."

... über seinen Lauf seit der Vertragsverlängerung: "Natürlich passt es jetzt wie die Faust aufs Auge, dass ich nach meiner Vertragsverlängerung treffe wie am Fließband. Aber wenn ich auf dem Feld stehe, habe ich den Kopf immer frei."

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