Fussball

Signal Iduna Park: Kapazität, Sitzplan, Geschichte vom BVB-Stadion

Von SPOX
Das Stadion des BVB in seiner vollen Pracht.

Der Signal Iduna Park ist bekanntlich die Heimspielstätte von Borussia Dortmund und zudem die größte Fußballarena Deutschlands. SPOX verrät euch alles zur Kapazität, dem Sitzplan und der Geschichte des BVB-Stadions.

In der laufenden Saison wurde im Signal Iduna Park bereits zweimal gespielt - im Supercup und am ersten Spieltag. Borussia Dortmund gewann beide Spiele, gegen den FC Bayern 2:0 und in der Bundesliga mit 5:1 gegen Augsburg.

BVB-Stadion: Signal Iduna Park - Kapazität

Der Signal Iduna Park hat ein Fassungsvermögen von exakt 81.365 Plätzen, was allerdings nicht immer der Fall war. Das Stadion, von den BVB-Fans auch "der Tempel" genannt, wurde einige Male aus- und umgebaut.

Signal Iduna Park - Sitzplan: "Gelbe Wand"

Das Herzstück des Stadions ist die legendäre Südtribüne, die als "Gelbe Wand" bekannt ist. Die reine Stehplatztribüne bietet durch seine enorme Höhe (100 Meter) und Breite (40 Meter) rund 25.000 Zuschauern Platz, was in dieser Menge in keiner anderen Arena in ganz Europa zu finden ist.

"Bist du der Gegner, erdrückt sie dich. Hast du sie als Torwart im Rücken, ist es ein fantastisches Gefühl", sagte Ex-Keeper Roman Weidenfeller einst über das Erkennungsmerkmal. Bei internationalen Spielen kann die Südtribüne in kürzester Zeit mit Sitzschalen bestückt werden, die Kapaizität der Arena verringert sich dadurch um rund 15.000 Zuschauerplätze.

Auf der gegenüberliegenden Tribüne, im Unterrang der Nordtribüne, befinden sich die Stehplätze für die Gäste-Fans. Sollte ein Verein eine zu kleine Gefolgschaft haben, werden die Fans auf die kombinierten Sitz-/Stehplätze in die Nordostrecke umgeleitet. Bei größeren Auswärts-Fangemeinden werden beide Bereiche bereitgestellt.

Borussia Dortmund, Signal Iduna Park: Geschichte

Das BVB-Stadion trug nicht immer den Namen "Signal Iduna Park", bis zum 1. Dezember 2005 hieß es Westfalenstadion. Die Signal Iduna Gruppe hat sich die offiziellen Namensrechte bis 2026 gesichert und zahlt für dieses Priveleg geschätzte fünf Millionen Euro im Jahr.

Ein Schritt, dem viele BVB-Fans noch immer mit geteilter Meinung entgegensehen. Einerseits bringt es mehr finanzielle Sicherheit, aber andererseits ging mit der Umbennung eine jahrelange Tradition verloren.

Die Historie der Spielstätte geht auf den 1. April 1965 zurück, nach vier Jahren der Diskussion um einen Umbau der "Roten Erde", der ehemalige Austragungsort des BVB, überlegte sich der Haupt- und Finanzauschuss von Dortmund einen Alternativplan: die Errichtung eines neuen Stadions.

Doch erst sechs Jahre später konnte der Plan umgesetzt werden. Da die Stadt Köln auf einen Stadionneubau Anfang der 1970er-Jahre verzichtete, war der Weg für eine Bewerbung Dortmunds für die Weltmeisterschaft 1974 frei und somit auch die Finanzierung für den Bau einer neuen Spielstätte, was sonst nicht im Rahmen des Möglichen gewesen wäre. Schon Anfang der 1960er-Jahre bahnte sich ein Strukturwandel im Revier an, die einsetzende Krise bei Kohle und Stahl ließ keine großen Ausgaben zu.

Schließlich wurden die Kosten von 17 Millionen Euro zu 80 Prozent durch Bund, Land, "Glücksspirale" und Spenden gedeckt. Die Stadt Dortmund zahlte gerade einmal drei Millionen Mark.

Am 2. April 1974, also ziemlich genau neun Jahre nach dem Beschluss, war es dann endlich soweit - das Westfalenstadion, welches 54.000 überwiegend stehenden Besuchern Platz bietet, war fertig. Eingeweiht wurde es mit einem Freundschaftsspiel gegen den Nachbarn und Dauerrivalen aus Gelsenkirchen: Schalke 04, das zugunsten des finanziell angeschlagenen BVB ohne Gage antrat. Die Partie endete 3:0 für die Königsblauen.

Bereits fünf Tage später stand das erste Punktspiel im Westfalenstadion gegen Bayer Uerdingen an, was 0:0 endete. Die erste Bundesligabegegnung trug sich am 2. April 1976 zwischen dem VfL Bochum und Schalke 04 zu (1:4), der BVB spielte zu dieser Zeit noch in der 2. Bundesliga Nord.

BVB-Stadion, Signal Iduna Park: Umbaumaßnahmen

Bis 1992 blieb das Westfalenstadion nahezu unverändert, ehe es in den folgenden 14 Jahren insgesamt fünf entscheidende Veränderungen gab:

  • 1992: Fassungsvermögen durch die Umrüstung von Steh- in Sitzplätze auf der Nordtribüne auf 42.800 Zuschauer reduziert.
  • 1995: West- und Osttribüne werden um einen Oberrang mit jeweils 6.000 Sitzplätzen aufgestockt.
  • 1999: Kapazität wird auf 68.600 Plätze erhöht - Ausbau der Südtribüne auf 24.454 Plätze.
  • 2002: Schließung und Ausbau der Eckbereiche zur Stabilisierung.
  • 2003: Ausbau des Fassungsvermögens um rund 14.000 Zuschauer und deutlich mehr Bewirtungs-Plätze.

Daraufhin folgten lediglich kleinere Renorvierungen.

BVB: Die nächsten Pflichtspiele

  • Die nächsten Spiele von Dortmund im Überblick:
DatumHeimGastÜbertragung
23. August, 20.30 Uhr1. FC KölnBorussia DortmundDAZN
31. August, 18.30 UhrUnion BerlinBorussia DortmundSky
14. September, 15.30 UhrBorussia DortmundBayer LeverkusenSky
22. September, 18 UhrEintracht FrankfurtBorussia DortmundSky
28. September, 18.30 UhrBorussia DorrtmundWerder BremenSky
Werbung
Werbung
Werbung
Werbung