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Fussball

"Ich kann ein Bindeglied sein"

Julian Weigl kann sich mehr Verantwortung beim BVB vorstellen

Borussia Dortmund befindet sich derzeit im Schweizerischen Bad Ragaz zum Trainingslager. Am Tag nach dem 1:1-Testspiel gegen den AFC Sunderland sprachen Julian Weigl und Neuzugang Raphael Guerreiro zur Presse. Weigl erzählte vom Umbruch beim BVB und von seinem Verhältnis zu Andre Schürrle. Der Europameister sprach über seinen Konkurrenten Marcel Schmelzer und die ersten Kontakte nach Dortmund.

Julian Weigl über...

...seine Eindrücke von der EM: "Ich bin noch sehr überraschend auf den Zug aufgesprungen und hatte mir es zuvor auch ein Stück weit erhofft. Ich habe dann im Trainingslager vor EM versucht, alles hinein zu werfen. Ich habe mich riesig gefreut, dabei zu sein und habe keine Ansprüche angemeldet, sondern alles aufgesaugt. Ich wollte da sein, wenn ich gebraucht werde, auch wenn es jetzt nur im Training war. Ich habe unglaublich viel mitgenommen, gerade von Bastian Schweinsteiger bei seinem letzten Turnier. Was er jeden Tag getan hat, um fit zu sein, war schon beeindruckend. Ich hätte natürlich gerne die eine oder andere Minute bekommen, aber das hat sich jetzt eben nicht ergeben."

...den Umbruch beim BVB: "Meine ersten Eindrücke sind sehr gut. Die neuen Jungs sind unterschiedliche Charaktere, bringen eine neue Frische mit und versuchen, sich schnell zu integrieren. Ich hatte keine Probleme, mich mit jemandem anzufreuden. Im Gegenteil: Sie sind schon fast auf mich zugekommen, was ich sehr besonders finde. Sie haben ein gutes Wesen und gehen offen auf einen zu. Menschlich sind sie also top, sportlich hat man die Qualität auch schon gesehen. Wir haben uns sehr gut verstärkt."

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...über Andre Schürrle: "Ich hatte speziell zu Andre während der EM ein sehr gutes Verhätnis, wir haben viel zusammen unternommen, wenn wir mal frei hatten. Da ist natürlich mal das eine oder andere Wort über den BVB gesprochen worden, wie bei uns die Abläufe sind zum Beispiel. Da habe ich ihm dann nur wenig Schlechtes gesagt. Ich bin froh, dass er nun hier ist."

...eine mögliche neue Rolle: "Ich denke, dass ich durch das eine Jahr viele Erfahrungen gesammelt und unheimlich viele Spiele auf einer zentralen Postion gemacht habe, auf der man den Mund auch aufmachen muss. Ich kann ein Stück weit ein Bindeglied zu den Jungen sein, weil ich in ihrem Alter bin. Meine Rolle ist insgesamt aber nicht viel anders. Ich muss meine Leistung aus dem letzten Jahr bestätigen."

...den Spielaufbau nach dem Hummels-Abgang: "Wir haben mit Marc Bartra einen sehr guten Spieler geholt, der bei seinem Ex-Verein nicht dafür bekannt war, die Bälle nach vorne zu kloppen. Er hat diese Qualitäten, mit der er der Mannschaft helfen kann. Auch Sokratis ist nicht mehr nur der Zerstörer und hat im Training im Spielaufbau an Qualität gewonnen. Auch Mikel Merino hat Stärken im Spielaufbau und kann Innenverteidiger spielen. Ich selbst werde mich natürlich auch einbringen, den Spielaufbau mit anzutreiben."

...sein Offensivspiel: "Ich setze mir selbst Ziele und will es verbessern und mich diesbezüglich entwickeln, um torgefährlicher zu werden und den letzten oder vorletzten Pass zu spielen. Ich versuche viele Spielverlagerungen, um unsere kreativen Spieler in Szene zu setzen. Ich muss versuchen, nun auch den tödlichen Pass und nicht nur den sicheren Ball spielen. Daran arbeite ich derzeit im Training, auch wenn das manchmal auch gegnerabhängig sein kann."

...über die BVB-Abgänge: "Ich wusste persönlich Bescheid, da ich zu Mats und Miki ein sehr gutes Verhältnis hatte. Auch zu Ilkay, aber sein Wechsel war schon früher klar. Wir waren ein bisschen getroffen und hätten sie gerne bei uns behalten, daher war ich traurig darüber. Aber so ist das schnelllebige Fußballgeschäft. Ich habe dann nach vorne geschaut und hatte ein ruhiges Gefühl, weil ich Vertrauen in unsere Vereinsführung habe, die es ja auch in den Vorjahren geschafft hat, Abgänge zu kompensieren. Wir haben nun super Leute geholt, die auch ins Mannschaftsgefüge passen."

Raphael Guerreiro über...

...die EM: "Portugal hat sehr lange auf einen großen Titel gewartet. Wir haben nach unserer Rückkehr sehr viele Menschen gesehen, die sich enorm gefreut haben. Es ist sehr schön, ihnen eine Freude gemacht zu haben. Man merkte, wie wichtig das war für das ganze Land war."

...seine Eindrücke vom BVB: "Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen. Man spricht englisch, französisch oder spanisch mit mir. Ich bin auch sehr froh, schon Deutschunterricht zu bekommen und möchte die Sprache schnell lernen. Auch die Stadt habe ich schon kennengelernt. Ein erster Anfang ist gemacht."

...Cristiano Ronaldo: "Er ist beeindruckend und eine Motivation für mich, um viel zu lernen und Gas zu geben. Man schaut zu den Spielern auf, die bei großen Klubs spielen. Diese Spieler gibt es jetzt auch beim BVB. Cristiano ist ein Weltstar, aber innerhalb der Mannschaft total normal und zugänglich. Wenn man mit ihm spricht, nimmt man Tipps an und weiß das zu schätzen."

...erste Kontakte zum BVB: "Ich war sehr glücklich, als mich der Verein kontaktiert hat. Ich habe mich auch schnell für Dortmund entschieden und wollte noch vor der EM unterschreiben."

...den Konkurrenzkampf mit Marcel Schmelzer: "Ich bin jetzt zwar Europameister, aber das ändert nichts daran, was Marcel bislang beim BVB geleistet hat. Ich möchte von ihm lernen und Tipps bekommen. Bei jedem Klub gibt es Konkurrenz, das muss man mit einem Lächeln nehmen."

...seine möglichen Positionen: "Der Trainer hat mit mir im Vorfeld über seine Erwartungen an mich gesprochen und wo er mich sieht. Ich kann auch im Mittelfeld spielen. Gegen Sunderland habe ich das schon gemacht. Das war neu und ungewohnt für mich, aber ich spiele dort, wo mich der Trainer aufstellt.

Der Kader von Borussia Dortmund im Überblick

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