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Fussball

"Liga muss sich im Ausland zeigen"

Von SPOX
Hans-Joachim Watzke wünscht sich mehr Geld aus den TV-Verträgen
© getty

Hans-Joachim Watzke fordert die Bundesliga auf, mehr Wert auf die Internationalisierung zu legen. Nur so könne die Lücke zu England geschlossen und der Vorsprung auf die anderen Länder gehalten werden. Auch bei der Verteilung der TV-Gelder muss dem BVB-Verantwortlichen zufolge neu angesetzt werden.

"Wenn die Premier League im letzten Sommer rund 40 Spiele außerhalb Europas macht und wir fünf - davon drei die Bayern und zwei der BVB -, dann gibt es in diesem Bereich ein krasses Ungleichgewicht", bemängelt Watzke in der Sport Bild. Der Chef von Borussia Dortmund fordert "die Bereitschaft der Klubs, sich international für die Liga zu engagieren. Wir müssen uns im Ausland zeigen."

Auch deswegen ist Reinhard Grindel seine Meinung nach nicht optimalen Kandidaten für den Posten des DFB-Präsidenten: "Ich habe überhaupt nichts gegen ihn. Aber auf internationalem Parkett ist er relativ unerfahren. Der Profifußball muss sich jetzt überlegen, wie er sich in dieser Frage positioniert."

Grindel geht als Kandidat der Amateure-Verbände für das Amt des DFB-Präsidenten ins Rennen und gilt als Favorit auf den Posten des zurückgetretenen Wolfgang Niersbachs. Die DFL verweigerte jedoch bisher ein Wahlversprechen.

"Bayern nicht für Erfolg bestrafen"

In Bezug auf der Verteilung der TV-Gelder plädiert Watzke weiterhin für seinen Vorschlag der "Verursachungs-Gerechtigkeit. Wenn ein Klub eine Million Fans in Deutschland hat, 65 000 Zuschauer im Schnitt zu Hause und 5000, die auswärts mitfahren, dann muss sich das auch wirtschaftlich niederschlagen."

Auch die Einschaltquoten sollten demnach berücksichtigt werden: "Solche Faktoren müssen zumindest mit einem gewissen Prozentsatz genauso einfließen wie der Erfolg eines Klubs, der all diese Dinge eben nicht bieten kann."

Nichtsdestotrotz soll der Erfolg eines Vereins weiterhin der wichtigste Faktor bleiben. Watze schlägt vor, dass "25 Prozent über andere Komponenten verteilt werden. Dann wäre Bayern natürlich trotzdem noch oben. Aber das muss auch so sein. Sie haben die größten Leistungen für den deutschen Fußball erbracht. Man kann sie ja nicht für ihren Erfolg bestrafen."

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