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Fussball

"Pep spricht oft vom Triple"

Von SPOX
Pep Guardiola wird die Bayern am Ende der Saison verlassen
© getty

Am Sonntag wurde es offiziell: Pep Guardiola wird den FC Bayern München nach dem Ende der Saison 2015/16 verlassen. Gegenüber sky90 hat sich Matthias Sammer über die Entscheidung des Trainers geäußert.

Matthias Sammer über...

...die Entscheidung von Pep Guardiola: "Wir haben wunderbar miteinander gearbeitet, aber man kommt irgendwann zu einem Punkt, an dem man entscheiden muss. Dementsprechend ist es schade, aber es geht weiter. Es ist ein herber Verlust. Aber wir dienen dem Verein und müssen dafür sorgen, dass es weiter geht. Ein Verein braucht Planungssicherheit, aber auch ein Trainer muss sich entscheiden können. Wir haben diesen Zeitpunkt gewählt, weil dann etwas Ruhe ist. Danach wieder Fokus auf Balance: Mannschaft, Trainer, Verein."

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...die Gründe der Entscheidung: "Es ist seine Entscheidung. Wir haben extrem vertrauensvoll zusammengearbeitet. Es kommt immer irgendwann der Punkt, dass er selbst eine Entscheidung treffen will. Am Anfang gibt es da vielleicht erste Tendenzen. Danach erhärten sich diese oder eben nicht bis zur Entscheidungsfindung. Die war zeitlich relativ spät. Natürlich hatte ich Hoffnung, dass er bleibt. Wir haben immer versucht, ihm das Vertrauen zu signalisieren, dass wir den Weg mit ihm weiter gehen wollen. Aber wir waren auch Realisten. Wir wissen ja auch, was in Barcelona im vierten Jahr passiert ist."

...die Wichtigkeit von Trainern: "Ich bin der festen Überzeugung, dass Bayern München einen guten Trainer braucht. Aber was die Spieler in den letzten Jahren leisten, ist aller Ehren wert. In Hannover hat die Mannschaft wieder Charakter gezeigt. Es war nicht ganz so einfach mit Verletztenmisere und der Diskussion."

...Pep Guardiola: "Jeder Trainer hat seine Philosophie, seine Denkweise. Aber ich glaube, dass man eins sagen muss: In Deutschland haben wir immer das Gefühl, dass wir jemanden runterholen müssen, wenn er zu viel gelobt wird. Was er für den deutschen Fußball geleistet hat, ist einzigartig. Wenn er draußen mit den Spielern kommuniziert, dann ist das seine Art und Weise. Er findet Antworten auf die Gegner. Es sollte inhaltlich herausgearbeitet werden, wozu in der Lage ist. Was Guardiola leistet - sein Fleiß, seine Akribie, seine positive Verrücktheit - ist nicht infrage zu stellen. Wir Deutschen sollten respektieren, was Guardiola geleistet hat."

...Thomas Müller: "Thomas ist Führungsspieler geworden. Er spielt in diesem Zusammenhang eine wunderbare Rolle und hat eine klare Meinungsäußerung. Thomas wollte einfach wieder die Balance zwischen Spieler und Trainer finden. Wir brauchen diese Balance. Die Dominanz ist nicht gut. Auch für Pep ist die nicht gut."

...Carlo Ancelotti: "Seine grundsätzliche Qualität hat bei der Entscheidung eine Rolle gespielt. Wir hatten vor drei Jahre eine ähnliche Situation gehabt und auch damals habe ich schon nicht über den nächsten Trainer gesprochen. Das werde ich dieses Mal auch nicht machen. Das ist eine Frage des Respekts. Das dürfen alle anderen machen, aber wir nicht. Ich werde nicht über Ancelotti sprechen."

...die Trainersuche: "Wir haben natürlich nicht nur Spieler- sondern auch Trainerscouting. Da wird geschaut, was ist kurzfristig und was ist langfristig möglich. Die Entscheidung ist relativ spät gefallen. Strömungen hat man davor schon wahrgenommen. Es ist eine Aufgabe des FC Bayern, dass wir kein Vakuum entstehen lassen. Kalle weiß alles, Sammer weiß alles. Es ist unser absoluter Wunschkandidat gewesen. Beim FC Bayern muss man immer auf alle Eventualitäten vorbereitet sein."

...die öffentliche Wahrnehmung: "Er äußert sich sehr oft zum Triple und sagt 'Nur das Triple ist genug'. Da weiß man ja, was er für ein Feuer hat. Der Verein ist da und hat gewisse Richtlinien. Wenn wir jetzt in den Mittelpunkt stellen, nur dann oder dann war es gut, hat man keinen Erfolg. Das ist zu einfach."

...die Verhandlungen und die Beteiligung von Uli Hoeneß: "Kein Kommentar. Er ist eine wichtige Person."

...die Saison: "Wir dürfen jetzt nicht das Gesamtgebilde in Frage stellen. Der Charakter der Mannschaft ist so fein und so fantastisch, dass diese Diskussion gar nicht aufkommen wird. Ich bin jeden Tag beeindruckt, wie die Mannschaft jeden Tag alles gibt. Diese Dynamik hilft dem Trainer. Wir werden auch Rückschläge vielleicht hinnehmen müssen, aber dann müssen wir Charakter zeigen."

...die Ärztediskussion: "Es ist kein ernstes Thema, aber es gibt immer Motive. Alle arbeiten für den Erfolg des FC Bayern. Der Trainer genauso wie der Arzt. Es gibt eine Diskussionsgrundlage, die man auch moderieren muss und dafür bin ich ja da. Auf einem Top-Level passieren einfach Verletzungen. Das ist auf der einen Seite nicht schön, aber auch eine Herausforderung für den Staff. Den ein oder anderen Spieler trifft es mehr, den anderen nicht. Diese Individualisierung müssen wir vorantreiben."

...ihn selbst als Pep-Nachfolger: "Das war kein Thema. Ich habe derzeit nicht das Bedürfnis, Trainer zu sein."

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