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Fussball

EXKLUSIV: 41,3 Tore sind möglich!

Die Hinweise verdichten sich. Mit ein wenig Fantasie wird die 17 zur 41
© getty

Pierre-Emerick Aubameyang holt sich als Bruce Wayne die Kanone. Thomas Müller blickt einer verkorksten Saison hinterher. Der FC Ingolstadt ist Eintracht Frankfurt ähnlicher als ihm lieb sein dürfte und bei Werder Bremen ist das Musical in der Stadt.

Formtief überstanden: Die vergangene Saison von Thomas Müller war mindestens genauso schlecht wie die von Pierre-Emerick Aubameyang. Könnte man meinen, wenn man die aktuelle Spielzeit heranzieht. Beide haben ihren persönlichen Saisonrekord am Wochenende übertrumpft. Dortmunds Heberkönig stockte sein Konto auf 17 Treffer auf, Bayerns Legende schaffte bisher 13. Das war's noch nicht!

The next Gerd Müller: Erheben Sie sich aus Ihren Sitzen. Aus sicheren SPOX-Quellen verkünden wir den Torschützenkönig der Saison 2015/16. Mit satten 41,3 Toren holt sich Batman Aubameyang die Kanone ins Haus. Das wird zumindest zur Realität, sollten unsere Rechenschieber Recht behalten. Kann der Gabuner die aktuelle Quote halten, löst er Gerd Müller als treffsichersten Torschützenkönig ab. Herzlichen Glückwunsch!

Große Schatten sind klein: Das Handgelenk von Stefan Kießling bleibt selten lange trocken. Derzeit klappt es aber nicht so mit dem Treffen. Wer hätte gedacht, dass der Schatten einer kleinen Erbse so groß sein kann? Dennoch zählt der mittlerweile schon 31-jährige Loyalitätsbolzen mit 138 Treffern in der Bundesliga zu den erfolgreichsten All-Time-Scorern der Werkself. Am Sonnabend stieg der Lichtenfelsener zudem in den erhabenen 300er-Kreis der Leverkusener auf. Nur Rüdiger Vollborn (401), Ulf Kirsten (350), Carsten Ramelow (333) und Thomas Hörster (332) spielten öfter für Bayer.

Vorbereitung auf den Eisberg: Die Bremer Stadtmusikanten werden demnächst für ein Musical zum gleichnamigen Film Titanic engagiert, da sie das Feeling und die Atmosphäre eines sinkenden Schiffs genauestens kennen. Werder kassierte in den letzten 17 Bundesliga-Spielen mindestens einen Gegentreffer (das ist eine halbe Saison!). Kein Wunder, dass das Nordderby an den Gast ging, obwohl der HSV in den sieben Auswärtsspielen zuvor im Weserstadion nur einen Punkt holen konnte.

Wein zu Olympia: Auch die letzten Fans der Überraschungsmannschaft Hamburg sind nach dem erfolgreichen Derbywochenende von den Verkaterten zurückgekehrt. Böse Zungen behaupten, die Zustimmung für Olympia sei daran gescheitert. Die Hanseaten durften sich immerhin über ein Traumtor von Ivo Illicevic freuen, der übrigens das 2850. Bundesligator des HSV überhaupt erzielte. Zum Vergleich: Der Rekordmeister aus München knackte gegen die Dardai-Delegation die 2300er-Marke - allerdings zählt diese Statistik nur für Heimspiele der Bayern. Sorry, HSV.

Weisheiten mit Interpretationsspielraum: Die neuen Jungen Wilden der Nullfünfer um Yunus Malli, der mit acht Treffern torgefährlichster Mittelfeldspieler der Liga ist, brachten auch Alexander Meier auf die Palme. "Alex weiß, dass es dumm war", kommentierte Armin Veh die Gelb-Rote Karte des großen Alexander Meier. Dumm ist auch, dass die Eintracht noch nie (!) in Mainz gewinnen konnte. So viel zu "Die Null muss stehen".

100 Prozent: Ähnlich wie den Frankfurtern geht es den Hüttlhasen aus Ingolstadt. Der FCI holte in der gesamten Vereinshistorie noch nie einen Punkt in Hannover - zumindest nicht im Fußball. Fairerweise muss man erwähnen, dass es das erste Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften überhaupt war. Das ist trotzdem keine Ausrede.

Auf PS3: Die Hannoveraner konnten die Audistädter dagegen sofort als Lieblingsgegner gewinnen. Und mit sofort meine ich sofort. Nie gingen die 96er schneller mit 3:0 in Führung (24. Minute). 2003 brauchten die Niedersachsen für dieses Kunststück eine Minute länger. Damals erzielte kein Geringerer als Mo Idrissou einen lupenreinen Hattrick, der Kameruner spielt aber bekanntermaßen auch Champions League.

Auf die Quote, fertig, los: Leidtragender der Ingolstädter "Lehrstunde", wie Ralph Hasenhüttl das Debakel nannte, war Ramazan Özcan. Die ligaweit beste Abwehrquote (82,8 Prozent) eines Torhüters - ja, noch vor Manuel Neuer - wurde von den Idrissou-Erben mit Füßen getreten. Alle vier Schüsse aufs Tor des FCI-Keepers waren drin. Damit rutscht Özcan quotentechnisch auf Rang fünf.

Das ist 0x0: Wer am Freitag auf einen sehenswerten oder zumindest irgendeinen Treffer gewartet hatte, schaute mit Sicherheit nicht nach Darmstadt. Das 0:0 am Ende hatte sich abgezeichnet. In 13 der letzten 31 Lilien-Spiele (ligaübergreifend) fielen in der ersten Hälfte keine Tore. Beim Effzeh war das sogar in 15 von 31 Partien der Fall. Die Wahrscheinlichkeit eines Torerfolgs in den ersten 45 Minuten zu errechnen, war so einfach wie das Ein-mal-eins. Ein Paradies für jeden Wettkönig. Dass dann auch in Halbzeit zwei nix passierte, hatte die Statistik nicht vorausgesagt. Aber irgendwie war das doch klar.

Fundraising-Projekt gescheitert: Die jüngste Erfindung von Huub Stevens ist nach nur einer Woche torpediert. Die Totalnull (0 Tore, 0 Siege, 0 Aufschwung) reiht sich hinter dem Pager und der Diskette ein. Das 3:3 gegen Borussia Schubert ist nicht nur der erste nicht torlose Punkt unter Stevens, die TSG holte auch das erste Mal in dieser Saison nach Rückstand was Zählbares raus, verspielte dabei aber auch eine Zwei-Tore-Führung. Es kommt halt auf die Interpretation an.

Wer will nochmal, wer hat noch nicht: Mit 40 Punkten in 14 Spielen stellten die Bayern einen neuen Rekord auf. An der Konstanz im Blick auf die Kader-Favorisierung kann das nicht legen. Beim Sieg gegen die Hertha, gegen die der FCB zuletzt vor 38 Jahren zuhause verloren hatte, spazierten die Bayern zum 99. Mal in Folge mit einer veränderten Startelf aufs Grün. Dass dies aber auch nicht die Formel des Bayern-Erfolges ist, zeigt Werder Bremen. Dort lief man in 26 Spielen in Folge mit veränderter Elf auf - und rutschte in den Abstiegskampf.

Direkt auf Umwegen: Zum zweiten Mal in dieser Saison zwirbelte Michael Gregoritsch einen Freistoß direkt ins Netz - also relativ direkt. Die gefürchteten Flatterbälle des Freistoß-"Experten" resultierten möglicherweise daraus, dass die Kugel jeweils abgefälscht wurde.

Der 14. Spieltag im Überblick

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