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Fussball

Stoppt van Marwijk die Talfahrt?

Von Rafael Corradino
Bert van Marwijk ist neuer Übungsleiter beim Hamburger SV
© getty

Am 7. Spieltag der Bundesliga gastiert der Hamburger SV am Samstag mit neuem Trainer bei Eintracht Frankfurt (Sa., 18.30 im LIVE-TICKER). Bert van Marwijk soll die gebeutelten Nordlichter aus der Krise holen, aber der Gegner ist gut drauf.

Hinzu kommt, dass der HSV seit nunmehr knapp zwei Jahren nicht mehr gegen die Hessen gewonnen hat. In der vergangenen Saison setzte es zwei Niederlagen, in der Rückrunde waren sie unter dem damaligen Trainer Thorsten Fink chancenlos und verloren mit 0:2.

Das soll sich unter van Marwijk ändern. "Sonnabend ist unser erstes gemeinsames Spiel. Das ist sehr, sehr wichtig", erklärte der Niederländer auf seiner ersten Pressekonferenz. Druck wolle er von der Mannschaft nicht nehmen, trotzdem müsse man realistisch bleiben: "Die Situation ist schlecht. Die Spieler rufen nicht ihr volles Potenzial ab."

Van Marwijk: "Die Jungs haben verstanden"

Die Rückkehr des 61-Jährigen nach Deutschland hängt nicht nur mit dem HSV zusammen: "Die Bundesliga ist für mich derzeit die Nummer eins in Europa." Zuvor trainierte er von 2004 bis 2006 Borussia Dortmund.

Van Marwijk deutete jedenfalls eine mögliche Systemumstellung an: "Ich mag offensiven Fußball und lasse gerne ein 4-3-3 spielen." Das habe mit der individuellen Qualität zu tun. Er schickte jedoch hinterher: "So wie der HSV gegen Fürth spielte, hat mir das gefallen."

AufstellungenSo wollen Hamburg und Frankfurt spielen

Beim 1:0-Erfolg im DFB-Pokal sorgte Pierre-Michel Lasogga für die Erlösung. Dahinter wurde eine offensive Dreierreihe mit Maximilian Beister, Rafael van der Vaart und Hakan Calhanoglu aufgeboten. Nach den ersten Trainingseinheiten betonte van Marwijk: "Die Jungs haben verstanden, was ich von ihnen will."

Wichtig sei vor allem eine gute Organisation: "Wir müssen mit der ganzen Mannschaft verteidigen." Hierbei muss der Trainer auf Rincon verzichten, der sich in der Partie gegen Werder Bremen einen Kieferbruch zugezogen hat. Auch Dennis Diekmeier, Ivo Ilicevic und Slobodan Rajkovic fallen aus.

Frankfurter Höhenflug kommt ungelegen

Bei Frankfurt fehlen weiter Pirmin Schwegler und Sonny Kittel, allerdings konnte man zuletzt an die hervorragenden Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Nach dem blamablen Saisonauftakt gegen Aufsteiger Hertha BSC (1:6) und dem 0:1 gegen Bayern München ist man seit nunmehr vier Spielen ungeschlagen.

Sowohl in der Europa League als auch im DFB-Pokal überzeugten die Hessen und mussten nur einen Gegentreffer in den letzten vier Begegnungen hinnehmen. Selbst Champions-League-Finalist Borussia Dortmund hatte es in der Commerzbank-Arena nicht einfach, gewann nur knapp mit 2:1.

Warum sollte Armin Veh also umstellen? Unmittelbar nach dem 2:0 im Pokal gegen den VfL Bochum sagte er: "Wir versuchen weiterhin, an unserem Rhythmus zu arbeiten, da wollen wir nicht allzu viel wechseln."

Einzig Bastian Oczipka steht nach überstandenem Muskelfaserriss vor dem Comeback, wird wohl Constant Djakpa ersetzen. "Mittlerweile haben wir uns gefunden", so der Außenverteidiger. Auf den HSV und Trainer van Marwijk wartet eine knackige Aufgabe.

Hamburger SV - Eintracht Frankfurt

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