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Fussball

Mielitz: "Man sollte Enke nicht vergessen"

Von Stefan Petri
Sebastian Mielitz konnte in der vergangenen Saison nicht immer überzeugen
© getty

Nach 66 Gegentoren im Vorjahr ist Sebastian Mielitz bei Werder Bremen nicht unumstritten. Sein Vorgänger Tim Wiese wurde bei Torsten Frings' Abschiedsspiel von den Fans gefeiert. Jetzt wehrt sich der 24-jährige Schlussmann gegen den Druck - und verweist auf Robert Enke.

Der Nationaltorwart von Hannover 96 hatte sich im November 2009 aufgrund von Depressionen das Leben genommen. "Kein anderer Spieler steht unter einem so großen Druck wie der Torhüter. Wenn der einzige Fehler im Spiel zum Tor führt, reicht das, um schlecht bewertet zu werden", sagte Mielitz in der "Sport Bild". Man dürfe "den Fall Robert Enke nie vergessen Wir sind alle nur Menschen, keine Maschinen. Das sollte man bedenken."

Nach seinem ersten Jahr als Stammtorwart in Bremen zog er Bilanz: "Ich wusste, dass es nicht einfach wird. Einiges hatte ich mir anders vorgestellt. Vor allem die extreme Bewertung der Öffentlichkeit", gab er zu. Es sei schwierig, aus der negativen Schublade "wieder herauszukommen".

Die schlechten Leistungen in der vergangenen Saison, als Werder lange gegen den Abstieg spielte und sich sogar vom langjährigen Trainer Thomas Schaaf trennte, hätten mit der fehlenden Konstanz zu tun gehabt. "Das zieht sich dann von vorne nach hinten durch." Trotzdem habe er nie an sich gezweifelt: "Ich bin von mir zu 100 Prozent überzeugt."

In dieser Saison hat Mielitz in vier Bundesligaspielen bereits zweimal zu Null gespielt. Mit sechs Punkten steht Werder derzeit auf Platz neun.

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