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Fussball

Bayern nehmen den HSV locker auseinander

Von Stefan Rommel
Die Bayern schenkten dem Hamburger SV gleich vier Treffer ein
© getty

Bayern München steht im Finale des Telekom Cups 2013. Der Triple-Sieger gewann sein Halbfinale gegen den Hamburger SV mit 4:0 (1:0) und folgt damit Borussia Mönchengladbach ins Endspiel. Der HSV trifft im Spiel um Platz drei auf Borussia Dortmund.

Die 45.000 Zuschauer in Mönchengladbach sahen deutlich überlegene Bayern und in der ersten Halbzeit das 0:1 durch Jerome Boateng (12.).

Nach dem Wechsel besorgten erst Mario Mandzukic nach einer famosen Kombination (41.) und nur kurze Zeit später Toni Kroos die frühe Entscheidung (44.). Thomas Müller (52.) traf im auf nur 2 x 30 Minuten angelegten Spiel sogar noch zum 0:4.

Reaktionen:

Pep Guardiola (Trainer Bayern München): "Wir sind zufrieden. Wir sind im Finale und haben gut gespielt. Wir haben einen kleinen Schritt nach vorne gemacht, die Verteidiger haben heute sehr gut gespielt was die Linien und das Verschieben angeht. Das ist aber nur der erste Teil der Präzision."

Marcell Jansen (Hamburger SV): "Das war ein Scheißtag. Natürlich haben wir gegen die beste Mannschaft Europas gespielt - aber auch gegen die müssen wir uns mehr wehren."

Die Aufstellungen:

Hamburg: Drobny - Sala (Mancienne), Sobiech, Westermann, Jansen (Rajkovic) - Badelj (Demirbay), Arslan (Rincon)- Beister (Skjelbred), van der Vaart (Calhanoglu), Ilicevic (Jiracek) - Zoua (Rudnevs)

Bayern: Starke - Lahm, Boateng (Kirchhoff), van Buyten, Alaba - Thiago (Höjbjerg) - Kroos, Ribery, Shaqiri, Pizarro (Robben) - Mandzukic (Müller)

Vor dem Anpfiff: Der HSV mit Zugang Zoua im Angriff, dahinter van der Vaart als Freigeist. Sobiech darf in der Innenverteidigung neben Westermann ran, Sala gibt den rechten Verteidiger.

Die Bayern ohne die verletzten Badstuber, Schweinsteiger und Götze. Thiago beginnt als einziger Sechser, davor bekommen Shaqiri (links) und Kroos (rechts) ihre Chance. Ribery auf der Zehn. Pizarro als hängende Spitze im 4-1-4-1, Mandzukic ganz vorne drin.

11.: Flanke Kroos von rechts. Pizarro mit dem besseren Timing als Sobiech, setzt den Ball ins linke Eck. Drobny ist da und lenkt den Ball noch an den Pfosten.

12., 0:1, Boateng: Ecke Ribery von links, etwas glücklich an den zweiten Pfosten verlängert. Mandzukic legt am Fünfer quer. Pizarro scheitert aus fünf Metern einmal, zweimal an Drobny. Dann staubt aber Boateng im dritten Versuch doch noch erfolgreich ab.

26.: Ein simpler Pass und das Hamburger Mittelfeld ist überrumpelt. Thiago geht auf Westermann zu, Pizarro kreuzt in den freien Raum. Der Pass kommt. Pizarro lupft aber frei vor Drobny zu lässig - und zu hoch.

41., 0:2, Mandzukic: Thiago mit dem Ball im Mittelfeld. Ribery startet mit Tempo in die Tiefe, während der HSV träge herausrückt. Riesen-Zuspiel von Thiago auf Ribery, der mit dem Rücken zum Tor auf Mandzukic querlegt. Der Kroate schiebt aus sechs Metern ins quasi leere Tor ein.

44., 0:3, Kroos: Die Bayern spielen locker von hinten raus, wieder verpufft das halbherzige HSV-Pressing wirkungslos. Kroos dann mit dem Abschluss aus 17 Metern von halblinks. Drobny sieht beim Flachschuss gar nicht gut aus, wischt mit dem Fuß fast komplett vorbei. Der Ball schlägt rechts oben ein.

52., 0:4, Müller: Lahm flankt völlig unbedrängt. Am Fünfer schlafen gleich zwei Hamburger, Müller dagegen will unbedingt zum Ball und köpft aus fünf Metern nahezu unbedrängt ein.

Fazit: Völlig verdienter Sieg der Bayern, die Ball und Gegner dominierten und höher hätten gewinnen können.

Der Star des Spiels: Die Spielfreude der Bayern zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung. Auch wenn man nichts überbewerten sollte - aber die Vorstellung war schein einigermaßen beeindruckend.

Der Flop des Spiels: Rafael van der Vaart band sich kaum ins Spiel ein, hatte einen Wirkungskreis von gefühlt nur zwanzig Metern. Absolut unauffällig.

Der Schiedsrichter: Christian Dingert hatte keine Probleme, auch wenn es ein paar Mal ein wenig ruppiger wurde.

Das fiel auf:

  • Die Bayern im angekündigten 4-1-4-1, in einer sehr variablen Interpretation. Schon mit sehr einstudierten und flüssigen Kombinationen, auch das Durchschieben und Übergeben funktionierte schon sehr gut.
  • Der HSV mit einem vernünftigen Start, wurde dann aber immer wieder ungeordnet in und zwischen den verschiedenen Mannschaftsteilen. Hamburg lief dann viel hinterher und langte ab und zu auch beherzt hin.
  • Hamburg versuchte ein paar Mal sogar aggressiv zu pressen - hinter der ersten Linie tat sich dann aber ein Raum von 30, 40 Metern auf, der unbesetzt blieb und zu einer leichten Beute für die ballsicheren Bayern wurde. Beim Gegentor vor der Pause bekam Bayern zweimal im gegnerischen Fünfmeterraum den Rebound, während die Hamburger vor sich hin schliefen. Bei Müllers Kopfball war der HSV in Ballnähe in Überzahl, aber viel zu zaghaft.
  • Bayern-Keeper Starke war es offenbar untersagt, auch unter Druck einen langen, hohen Ball zu spielen. Sehr auffällig, wie Starke es auch in brenzligen Situationen wenn möglich mit dem flachen Zuspiel ins Mittelfeld versuchte.

Der 1. Spieltag der Bundesliga

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