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Fussball

Medien: Haftbefehl gegen Uli Hoeneß

SID
Uli Hoeneß wohnte dem Champions-League-Spiel der Bayern gegen Barca bei
© getty

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge wurde ein Haftbefehl gegen Uli Hoeneß erlassen. Demnach sei der Präsident des FC Bayern München im Zuge der Steueraffäre nur aufgrund einer Kautionszahlung in Millionenhöhe auf freiem Fuß.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" am Dienstag mit Vorgriff auf die Mittwochsausgabe berichtete, sei Uli Hoeneß am 20. März vorläufig festgenommen worden.

Die Festnahme sei durch eine Kautionszahlung in Millionenhöhe jedoch wieder vorübergehend außer Kraft gesetzt worden. Gegenüber der Nachrichtenagentur "dpa" wurde der Haftbefehl aus Justizkreisen mittlerweile bestätigt.

Hoeneß droht Medien mit Klage

Offizielle Stellungnahme steht aus

Eine offizielle Stellungnahme von Hoeneß' Anwalt und der zuständigen Staatsanwaltschaft München II zu den Berichten steht jedoch bislang noch aus. Die Ermittler seien laut der "Süddeutschen Zeitung" am besagten Tag mit dem Haftbefehl zu einer Hausdurchsuchung erschienen. Angaben über den genauen Grund des Haftbefehls machte jedoch auch die "SZ" bislang nicht.

Ursprünglich soll die Justiz eine noch höhere Kaution gefordert haben. Schließlich habe sich Hoeneß jedoch zwei Mal pro Woche bei den Behörden melden müssen.

Hoeneß gesteht Fehler ein

Laut "SZ" sei ein Haftbefehl nach einer Selbstanzeige nicht gewöhnlich und könnte dem Blatt zufolge als Hinweis darauf betrachtet werden, dass Hoeneß beim Finanzamt getätigte Selbstanzeige womöglich keine Strafbefreiung mit sich bringt.

Der Bayern-Präsident selbst hatte indes bereits Beweggründe für seine Selbstanzeige offenbart: "Ich habe erkannt, dass ich einen schweren Fehler gemacht habe, den ich versuche, mit der Selbstanzeige zumindest halbwegs wiedergutzumachen", sagt der 61-Jährige im Gespräch mit "Sport Bild" (Mittwoch-Ausgabe): "Ich will reinen Tisch machen. Das Gesetz bietet ja diese Möglichkeit."

Informationen zu Uli Hoeneß

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