"Schluss mit der Wohlfühloase"

Von SPOX
Uli Hoeneß nimmt die Mannschaft des FC Bayern in die Pflicht
© getty

Nach seiner Kritik im Anschluss an die 0:2-Pleite des FC Bayern München in der Champions League gegen den FC Arsenal ("Wir spielen seit drei Wochen schönen Dreck") hat Klub-Präsident Uli Hoeneß noch mal nachgelegt. Mittelfeldspieler Tonis Kroos ist da anderer Meinung.

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In der Münchner "Abendzeitung" forderte Hoeneß: "Es muss Schluss sein mit der Wohlfühloase. Die Spieler sollen sich mal wieder aufregen, meinetwegen auch über mich, dass ich rummotze."

Dem Präsidenten missfällt, dass in der Mannschaft "auch schon diese Friede-Freude-Eierkuchen-Mentalität herrscht. Die liegen sich alle zu sehr in den Armen - das gefällt mir nicht. In der Meisterschaft wird nichts mehr anbrennen, im Pokal haben wir gute Chancen, aber das ist die Gefahr: dass wir, wenn wir uns selbst einlullen lassen, in den entscheidenden Momenten in der Champions League nicht da sind."

Hoeneß' Schlussfolgerung: "Wir brauchen wieder mehr Reibung, um die letzten fünf Prozent rauszuholen, die noch fehlen. Wir brauchen diesen unbedingten Willen, der hat gegen Arsenal gefehlt. Ich habe das kommen sehen."

Kroos kontert

Toni Kroos hält die Kritik von Uli Hoeneß für unbegründet: "Uns wird nicht die Puste ausgehen. Wir haben zuletzt schwächer gespielt. Aber es ist nicht möglich, 60-mal in der Saison zu glänzen", erklärte Kroos im Interview mit "Bild".

Gleichzeitig räumte der 23-Jährige ein, dass der FC Bayern in den letzten Wochen nicht alles gegeben habe: "Vielleicht war es gut, dass wir gesehen haben, dass mehr kommen muss. Wir werden Samstag 100 Prozent geben, nicht wie zuletzt nur 90."

Trotz der zwanzig Punkte Vorsprung in der Bundesliga betonte Kroos vor dem Duell mit Bayer Leverkusen (Sa., 18.15 im LIVE-TICKER) die Wichtigkeit der verbliebenen Spiele: "Leverkusen ist bisher die einzige Mannschaft, die den FC Bayern in dieser Bundesligasaison schlagen konnte. Das Spiel ist weder bedeutungslos noch sonst was. Wir haben etwas wieder gutzumachen und werden richtig Gas geben. Hauptsache, wir werden so früh wie möglich Meister".

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