Cookie-Einstellungen
Fussball

Heynckes: Robben fehlt "einige Wochen"

Von SPOX
Arjen Robben (r.) kam in dieser Bundesliga-Saison erst 213 Minuten zum Einsatz
© Getty

Der FC Bayern München muss nach Angaben von Trainer Jupp Heynckes "einige Wochen" auf den verletzten Arjen Robben verzichten. Der Holländer wird demnach nicht - wie bisher angenommen - in dieser Woche wieder ins Training einsteigen. Wann der 27-Jährige wieder für den Rekordmeister auf dem Platz stehen kann, ist unklar.

Jupp Heynckes hat eher beiläufig eine erneute schlechte Nachricht für Bayern München im schier endlosen "Fall Arjen Robben" preisgegeben. Wie der Trainer des Fußball-Rekordmeisters am Donnerstag im nur für einige wenige Zuschauer zu sehenden Fan-Chat bei "fcb.tv" mitteilte, wird der dauerverletzte Superstar nach seiner Leisten-Operation nicht wie zunächst angenommen nur zehn Tage, sondern vielmehr "einige Wochen" fehlen.

Robben ab Montag wieder im Lauftraining?

"Es ist so, dass Arjen 14 Tage Ruhe haben muss und dann nach zwei Wochen wieder mit leichtem Reha- und Lauftraining anfängt. Man kann das Comeback im Moment nicht genau terminieren. Ich bin der Meinung, dass er uns in einigen Wochen wieder zur Verfügung steht - und das ist auch ganz gut so", sagte er.

Konkreter wurde Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge. "Es ist geplant, dass er am Montag ins Lauftraining einsteigt. Dann wird es bei diesem guten Verlauf der Verletzung so lange nicht dauern, bis er wieder mit der Mannschaft trainieren kann", sagte der Vorstandsvorsitzende. Im Gespräch mit dem TV-Sender "Sport1" nannte er einen Zeitraum von 14 Tagen, bis Robben wieder spielen könne.

Robben, der in dieser Saison nur ein einziges Bundesliga-Spiel über die volle Distanz absolviert hat, war nach anhaltenden Problemen vor einer Woche an der Leiste operiert worden. Angesichts des Höhenfluges der Bayern gab es schon Unkenrufe, wonach der Tabellenführer ohne den 27-Jährigen derzeit besser dran sei.

Heynckes über Olic: "Das ist ein Superprofi"

"Wenn er dazustößt und fit ist, kann man die ganzen Diskussionen vergessen. Dann wird der FC Bayern noch besser sein", sagte Heynckes dazu. Und Rummenigge fügte hinzu: "Wir sind sicher, dass wir, wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, ihn dazu brauchen."

Abgesehen von der Personalie Robben entspannt sich die personelle Lage bei den Bayern. Heynckes kündigte an, im Spiel gegen Hertha BSC Berlin am Samstag den wiedergenesenen Ivica Olic zurück in den Kader zu nehmen. Er bescheinigte dem lange verletzten Kroaten, der bisher nur zwei Kurzeinsätze in dieser Spielzeit hatte, eine "sehr gute Rehaphase. Er hat sehr gut mit der Mannschaft trainiert, das ist ein Superprofi. Ich bin froh, dass ich ihn ins Aufgebot nehmen kann."

Zudem hat Rafinha laut Heynckes seine Adduktorenprobleme überstanden und ist am Donnerstag ins Training eingestiegen, Franck Ribery steht nach einer Woche Training gegen Hertha ebenfalls bereit. Spätestens Anfang der kommenden Woche soll Breno wieder mit der Mannschaft üben können. "Er hat mit leichtem Lauftraining begonnen, bisher ist er schmerzfrei, das Knie hat nicht reagiert", sagte Heynckes über den Verteidiger.

Heynckes warnt vor Hertha BSC

Die Frage, ob er seinen 2013 auslaufenden Vertrag verlängern werde, beantwortete Heynckes ausweichend. "Das ist zu weit vorgegriffen. Ich bin ja erst drei, dreieinhalb Monate hier. Es ist ein sehr guter Beginn, ein positiver Anfang, es macht Spaß mit der Mannschaft und mit allen, die mit mir zusammenarbeiten. Wir versuchen, die deutsche Meisterschaft zu erringen und das, was sonst noch als Krümel übrig bleibt, mitzunehmen. Dann muss man weiter sehen. Ich plane nicht soweit voraus, das sollte man auch nicht tun."

Heynckes hat die Länderspielpause zu einem Kurzurlaub genutzt, sich dabei "gut regeneriert und mit meinem Schäferhund Cando viel unternommen". Außerdem habe er "alles das gemacht, wozu ich sonst keine Zeit habe: Lesen, auch mal mit Freunden essen gehen, alltägliche Dinge im Haus."

Seit Montag bereitet er sich auf das Hertha-Spiel vor. Der FC Bayern sei vor dem Aufsteiger "gewarnt", meinte er. Sein Kollege Markus Babbel hat unter ihm als Profi einst seine ersten Schritte gemacht - und er genießt Heynckes' Respekt. "Ich muss sagen, dass Markus als Fußballer eine ganz tolle Karriere gemacht und sich als Trainer etabliert hat. Was mir imponiert, ist seine Ausgeglichenheit, seine Ruhe, und wie er Fußball spielen lässt, das ist gut."

Der Kader des FC Bayern München

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung