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Fussball

Guerrero bleibt, Demel geht, Ze sagt Tschüss

Von SPOX
Paolo Guerrero soll auch im nächsten Jahr noch eine Chance beim Hamburger SV erhalten
© Getty

Die Planungen für den "neuen" Hamburger SV laufen auf Hochtouren. Fest steht, dass Ze Roberto gehen wird. Der Brasilianer betont aber, dass sein Abschied nichts mit Geld zu tun hat. Gehen wird wohl auch Guy Demel, der sich allerdings gegen die heftigen Vorwürfe wehrt. Eine weitere Chance soll dagegen Sorgenkind Paolo Guerrero erhalten.

Guerrero soll bleiben: Nach etlichen Skandalen neben und kaum konstanten Leistungen auf dem Platz, hat Paolo Guerrero in Hamburg einen schweren Stand. Immer wieder wurde deshalb über einen möglichen Abschied des Peruaners im Sommer spekuliert - zumal der HSV die Personalkosten senken muss, und Guerrero mit vier Millionen Euro Jahresgehalt und Vertrag bis 2014 zu den absoluten Großverdienern gehört.

Wie die Hamburger "Mopo" allerdings am Donnerstag berichtet, will Trainer Michael Oenning dem 27-Jährigen noch eine weitere Chance geben: "Als Trainer gibt man so einen Spieler normalerweise niemals ab. Er hat einen langfristigen Vertrag und ist offenbar gewillt, den zu erfüllen."

Was Thomas Doll, Huub Stevens, Martin Jol, Brunio Labbadia und Armin Veh nicht geschafft haben, traut sich Oenning offenbar zu: Aus dem begabten Sorgenkind einen gestanden Fußballer zu machen.

Demel wehrt sich: Minuten vor der 0:2-Pleite gegen Freiburg am 32. Spieltag meldete sich Guy Demel mit Knöchelproblemen ab, am vergangenen Wochenende fehlte der Ivorer dann wegen Problemen an den Adduktoren. Schnell machten Gerüchte die Runde, der 29-Jährige hätte einfach keine Lust mehr. Und auch Michael Oenning reagierte harsch: "Die Reise ist für ihn hier zu Ende."

Nun wehrt sich Demel in einem Interview mit der "Sportbild" gegen die Rufschädigung: "So etwas schadet mir. Ich bin wirklich enttäuscht, dass es heißt, ich hätte keine Lust mehr." Außerdem hätte er niemals Verletzungen vorgetäuscht: "Ich will nicht aufzählen, wie oft ich im Laufe der Jahre mit Verletzungen, Spritzen oder Krankheiten gespielt habe. Ich bin nicht der Typ, der sagt, ich verdiene mein Geld, der Rest ist mir egal."

Obwohl es sein "Traum war, meine Karriere beim HSV zu beenden", wird Demel nach sechs Jahren nun wohl Hamburg verlassen: "Mein Ziel ist jetzt England oder Italien."

Ze Roberto verabschiedet sich: Am Samstag wird Ze Roberto sein letztes Spiel für den HSV bestreiten, am Sommer trennen sich nach zwei Jahren die Wege. "Leider haben wir uns nicht geeinigt", sagt der Brasilianer, "wobei ich betonen möchte, dass wir bei den Verhandlungen nicht über Geld gesprochen haben. Mir ging es um einen Zwei-Jahres-Vertrag, ich wollte Stabilität für meine Familie."

Hamburg aber wollte nur um ein Jahr verlängern. Deshalb sucht der 36-Jährige nach einer neuen Herausforderung. Angebote gibt es wohl aus Dubai und Brasilien, einen Wechsel innerhalb der Bundesliga will Ze Roberto aber nicht komplett ausschließen: "Man weiß nie im Fußball. Nachdem bei Bayern Schluss war, hatte ich auch nicht sofort an den HSV gedacht..."

Zunächst aber will er sich gegen Borussia Mönchengladbach würdig verabschieden - und freut sich schon auf ein stattliches Sträußchen: "Ich denke, erstmals bekomme ich Blumen bei einem Abschied. Das war in Leverkusen und München nicht der Fall."

Ze Roberto im Steckbrief

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