Stanislawski wohl mit Trulsen nach Hoffenheim

SID
Andre Trulsen (l.) wird Holger Stanislawski wohl von St. Pauli nach Hoffenheim begleiten
© Getty

Trainer Holger Stanislawski wird wahrscheinlich seinen derzeitigen Assistenten Andre Trulsen mit zu seinem neuen Arbeitgeber 1899 Hoffenheim bringen.

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"Aller Voraussicht nach", antwortete Hoffenheims Manager Ernst Tanner auf die Frage nach Trulsen. Laut Tanner stehen Trulsen, der wie Stanislawski bis zum Saisonende beim FC St. Pauli unter Vertrag steht, und der neue Chefcoach ab dem Sommer allein beim Bundesligisten aus dem Kraichgau in der Verantwortung. "Der Stab wird aus einem Co-Trainer bestehen", sagte der Manager.

Mit Stanislawski als neuem Trainer will der Herbstmeister des Jahres 2008 an die damaligen Leistungen anknüpfen. "Ich kann eine gewisse Vorfreude bei der Mannschaft feststellen. Wir wollen wieder erfolgreichere Zeiten einläuten und wieder den Fußball spielen, der uns bekannt gemacht hat", erklärte Tanner: "In der neuen Saison wollen wir wieder angreifen. Wir haben eine gute Mannschaft und Substanz. Wenn alles gut läuft, können wir sicherlich auch mal nach vorne reinspielen."

Beck ist noch fraglich

Laut Tanner ist Stanislawski bereits in die Kaderplanung für die kommende Saison eingebunden. "Wir sind jetzt dabei, über die Kadersituation und die Planungen für die neue Situation zu sprechen. Es ist logisch, dass der neue Trainer sich einen entsprechenden Kader wünscht", sagte der Manager, der den neuen Coach direkt nach Saisonende in Hoffenheim erwartet: "Das hängt natürlich maßgeblich davon ab, wie er mit St. Pauli abschneidet. Geplant ist, dass er nach dem letzten Spiel zur Mannschaft spricht."

Ob Nationalspieler Andreas Beck in der kommenden Spielzeit noch dem Hoffenheimer Kader angehören wird, ist derzeit offen. "Andi Beck hat von uns ein Angebot vorliegen. Aber Andi hat offensichtlich auch von anderen Vereinen mehrere Angebote. Wir müssen jetzt eine Entscheidung treffen, ob er geht oder bei uns bleibt. Bis Ende des Monats müssen wir uns schon entscheiden, das ist gar keine Frage", sagte Tanner über seinen Kapitän.

Pezzaiuoli zum DFB?

Beck hat ein Angebot des italienischen Rekordmeisters Juventus Turin vorliegen. Die Turiner bieten eine Ablösesumme in Höhe von fünf Millionen Euro für den im russischen Kemerowo geborenen U21-Europameister von 2009, der von Bundestrainer Joachim Löw kurz vor der WM in Südafrika aus dem Kader gestrichen wurde.

Der Vertrag des Außenverteidigers in Hoffenheim läuft bis Juni 2012. Der Verein kann den Vertrag aber per Option um ein Jahr verlängern.

Ebenfalls offen ist die Zukunft des derzeitigen Trainers Marco Pezzaiuoli. "Marco ist ohne Zweifel ein guter Trainer, und ich kann mir vorstellen, dass es von anderen Institutionen ein Interesse gibt, Marco zu beschäftigen. Da müssen wir über Lösungen nachdenken", sagte Tanner: "Er sieht sich als Bundesliga- oder Verbandstrainer. Es ist ja bekannt, dass er zum DFB sehr gute Beziehungen pflegt."

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