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Fussball

Obasi-Comeback? "Davor habe ich keine Angst"

Von Daniel Reimann
Peniel Mlapa (r.) wechselte im Sommer vom Zweitligisten TSV 1860 München zu 1899 Hoffenheim
© Getty

Neuzugang Peniel Mlapa hat sich bei 1899 Hoffenheim bereits in die Stammelf gespielt. Doch nun ist der wieder genesene Chinedu Obasi zurück. Kein Problem für Mlapa, denn der 19-Jährige weiß auch um seine langfristige Perspektive in Hoffenheim.

Nicht einmal eineinhalb Jahre benötigte Peniel Mlapa für einen Karrieresprung, der seinesgleichen sucht. Am 9. Mai 2009 machte der damals 17-Jährige mit einem Hattrick auf sich aufmerksam - in der A-Jugend von 1860 München. Rund 15 Monate später netzte er für Hoffenheim bei der 4:1-Gala gegen Werder Bremen ein - in der Bundesliga!

Unerwartet problemlos hat sich der Sommer-Neuzugang, der aus der zweiten Liga vom TSV 1860 München kam, bei 1899 eingelebt. "So schnell hatte ich das natürlich nicht erwartet", sagt Mlapa im Gespräch mit SPOX. "Aber Ralf Ranknick hat mir gesagt, dass ich meine Chance bekomme."

Mlapa nutzte diese Chance und mauserte sich prompt zum Stammspieler. In allen acht Saisonspielen stand er auf dem Platz, sechsmal davon in der Startelf.

Keine Eingewöhnungszeit

Eingewöhnungszeit beim neuen Klub? Fehlanzeige. Und das, obwohl Mlapa in Hoffenheim ein vollkommen anderes Spielsystem auffand, als bei seinem Ex-Klub in München.

Dort agierte er unter Coach Ewald Lienen als zweite Spitze neben Sturmkollege Benjamin Lauth, bei 1899 hingegen erwartete ihn im 4-3-3 die Rolle des rechten Außenstürmers.

Doch der Togolese mit Allrounder-Qualitäten erweist sich als anpassungsfähig. "Mir ist egal, wo der Trainer mich aufstellt - hauptsache offensiv", sagt Mlapa und verspricht: "Wo auch immer ich spiele, ich werde meine Tore machen."

Obasi? "Ich habe keine Angst!"

Bleibt nur die Frage, wie lange er noch zum ersten Aufgebot von Rangnick gehört. Denn trotz des guten Einstands profitierte der 19-Jährige bislang auch von der Verletzung von Chinedu Obasi. Mittlerweile ist der Nigerianer wieder genesen und feierte gegen Gladbach am vergangenen Spieltag sein Comeback.

Muss Mlapa nun um seinen Stammplatz fürchten? "Davor habe ich keine Angst", sagt er selbstbewusst und fügt hinzu: "Ich denke, es wird nach Leistung aufgestellt. Wenn ich gut spiele und gut trainiere, dann werde ich meine Einsätze bekommen."

Beim 3:2-Erfolg gegen Gladbach bot Mlapa Coach Ralf Rangnick keinen Grund, an ihm zu zweifeln. Zwar vergab er früh eine Großchance, doch kurz nach der Pause bereitete er nach einem unwiderstehlichen Sprint über die rechte Seite das 1:1 durch Demba Ba mustergültig vor.

Mit seinem guten Auftritt gegen die Borussia signalisierte Mlapa den Hoffenheimer Fans und Verantwortlichen: Auch wenn Obasi fit ist, könnt Ihr auf mich zählen.

Manager Tanner hatte ihn einst fast abgeschrieben

Dabei traf Mlapa nach seinem Wechsel bei seiner Ankunft in Hoffenheim auf einen Manager, der ihn eigentlich schon abgeschrieben hatte. Ernst Tanner, im Jahr zuvor noch Jugendleiter bei 1860 und mittlerweile 1899-Manager, hatte öffentlich Zweifel geäußert ob des rasanten Aufstiegs des Youngsters.

Tanner beklagte nach seinem Abschied aus München, dass beim TSV "Talent verheizt" wurde. Sein angeführtes Beispiel: Peniel Mlapa.

Mittlerweile ist dieses Thema jedoch aus dem Weg geräumt. Sein Verhältnis zu Tanner sei ganz normal, versichert Mlapa. "Ich denke, er ist ganz froh, dass er mich jetzt geholt hat, weil ich mich gut entwickelt habe. Was er damals gesagt hat, ist mir heute egal", so der verbale Schlussstrich des 1,3-Millionen-Einkaufs.

Vielversprechende Perspektive in Hoffenheim

Hoffenheim und Mlapa - das passt. Nicht zuletzt, weil 1899 sich mittlerweile zum Ziel gesetzt hat, verstärkt auf junge, deutschsprachige und entwicklungsfähige Talente zu setzen. In dieses Profil passt der deutsche U-21-Nationalspieler Mlapa perfekt. Die langfristige Perspektive, die sich ihm in Hoffenheim bietet, scheint vielversprechend.

Besonders, weil Rangnick viel auf seinen neuen Schützling hält. Doch auch Mlapa selbst ist von seinem Coach begeistert: "Er ist ein sehr akribischer Arbeiter, er macht immer alles ganz genau. Aber auch von uns will er immer Top-Leistungen. Ein Super-Trainer."

Trotz des guten Starts und der vielversprechenden Perspektive predigt Mlapa weiter Bescheidenheit.

Seine persönlichen Ziele für diese Saison formuliert er dementsprechend zurückhaltend: "Ich will natürlich möglichst oft spielen und viele Tore machen. Und dann schauen wir, was am Ende dabei rauskommt." Vielleicht ja ein weiterer Karrieresprung.

Hoffenheims Neuzugang Peniel Mlapa im Steckbrief

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