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Fussball

Die Tops und Flops der Bundesliga

Von SPOX
Lewis Holtby vom FSV Mainz ist eine der positiven Überraschungen der jungen Saison
© Getty

Eintracht Frankfurt

Gewinner: Theofanis Gekas. Beim griechischen Stürmer weiß man nie, was man erwarten soll. In der letzten Saison kam er in 23 Ligaspielen auf insgesamt sechs Tore, tauchte teilweise komplette Spiele ab. Dieses Jahr ist Gekas richtig gut drauf, steuerte schon fünf Tore und eine Vorlage bei, traf außerdem in den letzten drei Spielen in Folge. Der 30-Jährige kommt dabei auf eine unfassbare Quote: Sechs seiner zwölf abgegebenen Schüsse gingen aufs Tor, fünf davon waren drin. Fast die Hälfte der Frankfurter Tore gehen damit auf sein Konto. Viel besser geht's eigentlich nicht!

Verlierer: Halil Altintop. Der Gegenpart zu Theofanis Gekas bei der Eintracht heißt Halil Altintop. In sieben Spielen kommt der Türke gerade mal auf zwei Schüsse, die auch aufs Tor gingen. Viel zu wenig für einen Stürmer. Der schnelle Altintop hinkt seinen eigenen Erwartungen hinterher. Noch ist er zwar bei Trainer Skibbe gesetzt, wenn Ioannis Amanatidis wieder fit ist, könnte die Luft für Altintop aber ganz dünn werden.

1. FC Nürnberg

Gewinner: Julian Schieber. Die Entscheidung des 21-Jährigen, sich für ein Jahr vom VfB Stuttgart zum Club aus Nürnberg ausleihen zu lassen, hat sich bisher als richtig herausgestellt. Sieben Mal in der Startelf, dabei zwei Tore und zwei Assists, damit kann man zufrieden sein. Die Nürnberger, die insgesamt erst sieben Tore erzielten, konnten sich auf Schieber, der damit an mehr als der Hälfte der Tore direkt beteiligt war, verlassen.

Verlierer: Marek Mintal. Nach einer starken Vorbereitung stand der Slowake im ersten Pflichtspiel der Saison im DFB-Pokal bei Eintracht Trier in der Startelf. Seitdem ist Mintal völlig raus. Der Club-Routinier bringt es auf gerade mal 27 Bundesliga-Einsatzminuten. Mittlerweile werden Mintal sogar die eigentlich schon ausgemusterten Vidosic und Boakye vorgezogen.

Bayern München

Gewinner: Holger Badstuber. Der Innenverteidiger, der in der letzten Saison noch oft als Linksverteidiger ran musste, darf endlich im Zentrum spielen. Trainer Louis van Gaal gibt seinem Youngster das volle Vertrauen, Badstuber ist gesetzt. Überzeugte auch in der Nationalmannschaft. Mit seinen konstanten Leistungen rechtfertigt er das Vertrauen von Löw und van Gaal und präsentierte sich meist stabiler als Nebenmann Daniel van Buyten.

Verlierer: Martin Demichelis. Der argentinische WM-Fahrer ist komplett aus der Mannschaft gerutscht. Letztes Jahr trotz einiger Patzer noch gesetzt, sind jetzt Badstuber und van Buyten außer Reichweite. Gegen Dortmund eingewechselt, bot Demichelis eine apathische, lustlose Vorstellung und war an beiden Gegentoren beteiligt. Seine Denkpause, die er sich zu Beginn der Saison nahm, scheint nichts genutzt zu haben.

Werder Bremen

Gewinner: Wesley. Die Allzweckwaffe im Werder-Spiel. Der 23 Jahre alte Brasilianer wurde nach dem Abgang von Mesut Özil verpflichtet und hat sich in der Bundesliga schnell akklimatisiert. Eigentlich für das zentrale Mittelfeld vorgesehen, mimte Wesley auch schon den Aushilfs-Rechtsverteidiger und konnte mit seiner Laufstärke auf allen Positionen überzeugen.

Verlierer: Mikael Silvestre. Mit seinen Leistungen knüpft der 33 Jahre alte Franzose bislang nahtlos an die seiner Vorgänger auf der linken Abwehrseite an. Der Franzose ist langsam, zweikampfsschwach und ohne Drang nach vorne. Die Werder-Anhänger haben sich vom ehemaligen United- und Arsenal-Star sicherlich mehr erhofft.

1. FC Kaiserslautern

Gewinner: Srdjan Lakic. Nach dem Abgang von Erik Jendrisek war bei Kaiserslautern im Sturm ein Vierkampf zwischen Lakic, Hoffer, Nemec und Micanski ausgebrochen - Lakic hat sich eindrucksvoll seinen Stammplatz gesichert. Fünf Tore in sieben Spielen machen ihn zum erfolgreichsten Lauterer, darüber hinaus ist der 27-Jährige im Spiel sehr präsent, gab bereits 19 Torschüsse ab und scheut keinen Laufweg. Am Kroaten führt derzeit kein Weg vorbei.

Verlierer: Jan Moravek. Der Mittelfeldspieler kam für ein Jahr auf Leihbasis von Schalke 04, sollte in der Pfalz Spielpraxis sammeln - und scheiterte dabei bisher. Vier Einsätze, nur einer von Beginn an machen in der Gesamtsumme nur 142 Spielminuten. Dabei gewann der Tscheche gerade mal 46 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte kein Flanke zum Mitspieler. Eine Empfehlung für weitere Aufgaben sieht anders aus.

Borussia Mönchengladbach

Gewinner: Patrick Herrmann. Die stark schwankenden Leistungen der Borussia aus Mönchengladbach gingen auch am Youngster nicht spurlos vorbei. Herrmann bot in seinen sieben Einsätzen (sechs von Beginn an) ansprechende Leistungen und hat sich in die Startelf gearbeitet. Der 19-Jährige stand seit dem zweiten Spieltag immer in der Startelf und erzielte bereits zwei Tore. Auch seine 58 Prozent gewonnene Zweikämpfe können sich sehen lassen.

Verlierer: Dante. Der Abwehrchef mit der auffälligen Frisur war im letzten Jahr einer der Garanten für die gute Gladbacher Saison, lieferte ganz starke Spiele in der Innenverteidigung ab. Diese Saison präsentierte sich der Brasilianer allerdings völlig außer Form, war an zahlreichen Gegentoren beteiligt. In Stuttgart (0:7) stand er vollkommen neben sich. Aktuell fällt Dante noch mindestens zwei Wochen verletzt aus. Danach wird die gebeutelte Gladbacher Abwehr (20 Gegentore) ihn in Topform brauchen.

1. FC Köln

Gewinner: Christian Clemens. Ein Lichtblick in einer bislang enttäuschenden Saison des 1. FC Köln. Seit dem dritten Spieltag beackert der U-20-Nationalspieler die linke Seite der Kölner und hat sich längst das Vertrauen von Chef-Trainer Zvonimir Soldo gesichert. Fünf Einsätze von Beginn an stehen auf dem Konto des 19-Jährigen, der 65 Prozent seiner Pässe zum Mitspieler bringen konnte.

Verlierer: Faryd Mondragon. Ein Comeback mit Folgen? Der Torhüter des 1. FC Köln hütet mittlerweile wieder das Gehäuse der kolumbianischen Nationalmannschaft, sehr zum Ärger von Cheftrainer Zvonimir Soldo. Der droht der bis dato unangefochtenen Nummer eins mit der Bank, sollte Mondragon am Dienstag im Auswärtsspiel gegen die USA auflaufen und somit erst am Donnerstag, einen Tag vor der Partie gegen Borussia Dortmund, zurückkehren. Miro Varvodic steht als Vertreter des bislang nicht überzeugenden Oldies auf jeden Fall in den Startlöchern.

FC Schalke 04

Gewinner: Klaas-Jan Huntelaar. Der niederländische Neuzugang konnte als einziger Feldspieler bislang restlos in der Magath-Elf überzeugen. Der vom AC Mailand verpflichtete 27-Jährige knipste zudem für die Elftal in der EM-Qualifikation bereits sechs mal in drei Partien, in der Bundesliga netzte er zuletzt vier mal in Folge ein.

Verlierer: Alexander Baumjohann. In der vergangenen Saison kehrte Baumjohann vom FC Bayern München zurück in seine Heimat und sollte dem Team dringend benötigte spielerische Impulse verleihen. Während in der letzten Saison seine schwachen Leistungen noch mit mangelnder Fitness erklärt wurden, gibt es in dieser Saison keine Ausreden mehr. Nach zwei enttäuschenden Bundesligaeinsätzen, findet sich der Mittelfeldspieler nicht einmal mehr auf der Ersatzbank wieder.

VfB Stuttgart

Gewinner: Daniel Didavi. In der arg kriselnden Stuttgarter Mannschaft ist Didavi noch einer der wenigen Lichtblicke. Der linke Mittelfeldspieler aus der Stuttgarter Jugend fällt zwar derzeit mit einem Bänderriss aus, steuerte davor aber in vier Spielen immerhin zwei Assists bei. Bis zu seiner Verletzung setzte VfB-Trainer Christian Gross auf den 20-Jährigen, der bislang überzeugen konnte.

Verlierer: Cristian Molinaro. Letzte Saison überzeugte der ausgeliehene Außenverteidiger auf links, lieferte eine überragende Rückrunde beim VfB. Entsprechend überzeugt zogen die Stuttgarter dann im Sommer die Kaufoption und verpflichteten den Mann von Juventus Turin für 3,9 Millionen bis 2014. Aktuell aber liefert Molinaro, der trotzdem mehrfach für die Nationalmannschaft nominiert wurde, eine ganz schwache Spielzeit ab. Nur 22 Prozent seiner Flanken kamen an, der Abwehrspieler gewann nur 57 Prozent seiner Zweikämpfe und konnte der wackelnden Stuttgarter Abwehr keine Stabilität geben.

Die Bundesliga im Datencenter

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