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Fussball

Hopp: "Werden Bayern nie herausfordern können"

SID
Hoffenheim-Mäzen Dietmar Hopp hat sich von den Traditionsklubs distanziert
© sid

Dietmar Hopp glaubt nicht an einen Machtwechsel im deutschen Fußball. "Bayern ist eine andere Nummer", sagte der Mäzen von 1899 Hoffenheim in einem Interview.

Mäzen Dietmar Hopp von Bundesligist 1899 Hoffenheim glaubt nach wie vor nicht an einen Machtwechsel im deutschen Fußball.

"Den FC Bayern München werden wir sicher nie herausfordern können. Bayern hat jährlich mindest doppelt so hohe Einnahmen aus den Fernsehgeldern wie Hoffenheim. Diese Dimensionen werden wir nie erreichen. Langfristig ist das einfach eine andere Nummer", sagte Hopp in einem Interview mit "dfb.de".

Hoffenheim weiter vor den Bayern

Trotz der bitteren 1:4-Niederlage gegen Bayer Leverkusen am vergangenen Freitag rangieren die Hoffenheimer als Tabellenzweiter weiter auf einem Champions-League-Platz, während die Bayern nach nur drei Punkten aus drei Rückrundenspielen als Vierter aktuell nicht für die Königsklasse qualifiziert wären.

Dennoch wäre Hopp am Saisonende mit einem UEFA-Cup-Platz einverstanden. "Mit Platz fünf und dem Einzug in den UEFA-Cup wäre ich mehr als zufrieden. Das wäre doch für einen Bundesliga-Neuling, der vor zwei Jahren noch in der Regionalliga gespielt hat, ein fantastischer Erfolg", sagte Hopp, der sich zudem erfreut darüber zeigte, dass in Marvin Compper und Andreas Beck bereits zwei Hoffenheimer ihr Debüt in der DFB-Auswahl gefeiert haben.

Hopp hat Liebe zum Frauen-Fußball entdeckt

Unterdessen hat der SAP-Milliardär in den vergangenen Monaten offenbar seine Liebe zum Frauen-Fußball entdeckt. "Vergleichen wir doch mal den Frauen-Fußball vor fünf Jahren mit der Situation heute. Mehr Steigerung geht doch fast gar nicht. Gerade Männer, die typischen Fans aus den Top-Ligen, interessieren sich immer mehr für den Frauenfußball.

Vor etwa fünf Jahren habe ich dem Frauen-Fußball wenig Chancen gegeben, und bin, ehrlich gesagt, auch nie zu einem Spiel gegangen. Das hat sich geändert", sagte Hopp, der am 22. April auch das Frauen-Länderspiel gegen Brasilien in Frankfurt/Main besuchen will.

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Mit Hilfe des Frauen-Fußballs will Hopp auch den internationalen Bekanntheitsgrad der neuen Rhein-Neckar-Arena vergrößern.

Die Arena ist Spielort der Frauen-WM 2011 und soll aller Voraussicht nach auch Austragungsort des Spiels um Platz drei werden. "Man ist hier doch sehr stolz darüber, dass Sinsheim als WM-Spielort ausgewählt wurde. Egal wer hier spielt, wir werden 2011 einen Zuschaueransturm erleben", sagte Hopp.

Hoffenheim will DFB-Frauen-Fußball-Finale 2010

Zudem haben die Hoffenheimer Interesse an der Austragung des DFB-Pokal-Finals der Frauen im Jahr 2010 bekundet.

Dass zuletzt kritische Stimmen aufkamen, da der Sohn von DFB-Boss Theo Zwanziger, Ralf Zwanziger, in Hoffenheim für den Frauenfußball zuständig ist, kann Hopp indes nicht nachvollziehen.

"Dass Leute der Tatsache, dass sein Sohn Ralf Zwanziger bei uns den Frauenfußball betreut, immer wieder einen negativen Dreh geben wollen, ärgert mich. Da braucht es schon eine seltsame Fantasie, aus dieser Situation etwas anderes abzuleiten. Diese Fantasie jedenfalls fehlt Dr. Zwanziger und mir", sagte Hopp.

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