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Fussball

Bayern und Bayer jagen Hoffenheim

Von SPOX
Van Bommel und die Bayern siegten im Schlager gegen Obasis Hoffenheim 2:1
© Getty

Am 17. Spieltag der Bundesliga richten sich alle Blicke auf 1899 Hoffenheim, Bayern München und Bayer Leverkusen und deren Fernduelle um die Herbstmeisterschaft. Während die Bayern beim VfB Stuttgart und Leverkusen gegen Cottbus vorlegen können (Sa., 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere), muss  Hoffenheim gegen den FC Schalke 04 zum letzten Spiel der Vorrunde erst am Sonntag antreten.

Einmal noch alles mobilisieren, an die Grenze gehen und danach in den verdienten Winterurlaub.

Der 17. Spieltag ist ohnehin immer etwas Besonderes. Dann werden Geschenke verteilt und Rückblicke verfasst und natürlich jedes Jahr der inoffizielle Titel des Herbstmeisters vergeben.

Diese Saison ist es gleich dreifach spannend, mit Tabellenführer Hoffenheim, den Bayern und auch Bayer Leverkusen bewirbt sich ein Trio für den Platz ganz oben in der Tabelle.

Wer wird Herbstmeister? Mit dem Tabellenrechner selbst Schicksal spielen!

Der SPOX-Dreierpack zum Kampf um Platz eins.

VfB Stuttgart - Bayern München (Sa., 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere)

Die Bayern haben einen Lauf, am liebsten würde der Rekordmeister nach 15 Pflichtspielen in Folge ohne Niederlage auf die Winterpause verzichten und gefräßig weiter nach Siegen lechzen.

Die gesamte Vorrunde standen die Bayern kein einziges Mal auf dem ihrer Ansicht nach angestammten Platz eins - letzte Saison gab es noch einen Start-Ziel-Sieg.

Die Punktlandung am 17. Spieltag wäre der krönende Abschluss einer famosen Aufholjagd von Platz elf Ende September ausgehend.

Das Problem ist nur: Ausgerechnet jetzt wartet mit dem VfB einer der wenigen Angstgegner der letzten Jahre. In Stuttgart gab es zuletzt recht wenig zu lachen für die Bayern, zudem ist der VfB mit Interims-Teamchef Markus Babbel noch ungeschlagen und schnuppert wieder zaghaft an den UEFA-Cup-Plätzen.

Das Duell des Spiels: Schwäbischer Münchener gegen Münchener Schwabe. Markus Babbel gegen Jürgen Klinsmann. Alles ganz schön verwirrend mit diesen Vitas. Babbel als Ur-Bayer teamcheft den VfB, der Bäckersohn aus Geislingen die Bayern. Auch wenn es sich um eine "lustige Nebenerscheinung" handelt, will Babbel "ganz ehrlich, ein Spiel wie jedes andere" vor der Brust haben. Und der Jürgen drückt dem Markus ganz fest die Daumen - "nur nicht am Samstag".

Die Zahl des Spiels: 16-18-48: Ein teuflischer Dreisatz für den VfB. Die Bilanz gegen die Bayern ist mit "erschreckend" noch harmlos umschrieben. Gegen keine andere Bundesligamannschaft ist die Statistik derart verheerend. Immerhin wurden die letzten beiden Heimspiele souverän gewonnen (2:0 und 3:1).

Das Zitat des Spiels: "Mir san mir, stark wie a Stier." (VfB-Kapitän Thomas Hitzlsperger erinnert sich an seine Sozialisation in der Bayern-Jugend)

Bayer Leverkusen - Energie Cottbus (Sa., 15.15 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere)

Alles beim Alten bei Bayer: Den UEFA-Cup ausgeben, an die Herbstmeisterschaft im Geheimen denken. Trainer Bruno Labbadia ließ sich auf der abschließenden Pressekonferenz nicht aus der Reserve locken und wollte "lediglich" darauf tippen, nach dem 17. Spieltag 34 Punkte auf dem Konto zu haben.

Personell ist bei Bayer wieder alles im Lack. Arturo Vidal kehrt nach abgesessener Gelb-Sperre zurück, streitet sich aber mit Sascha Dum um seinen Platz im Mittelfeld. Der hat diese Woche seinen Vertrag bis 2011 verlängert.

Cottbus hofft auf seinen Status als kleiner Angstgegner und seine Auswärtsstärke. Von zwölf Punkten holten die Lausitzer immerhin schon acht auswärts, in Leverkusen ist die Bilanz bei zwei Siegen, zwei Niederlagen und einem Remis ausgeglichen. Und das 3:0 vor gut sechs Jahren ist bis heute der höchste Auswärtssieg der Vereinsgeschichte.

Das Duell des Spiels: Gerhard Tremmel gegen alle. Sollten die Bayern und Hoffenheim (mit einem Tor Unterschied) verlieren, benötigt Bayer einen Sieg mit vier Toren Unterschied für die Herbstmeisterschaft. Dementsprechend angriffslustig wird Leverkusen auch zu Werke gehen.

Die Zahl des Spiels: 50. Sollte ein Tor fallen, wäre es das 50. Bayer-Spiel in Folge mit mindestens einer Torbeteiligung. Zuletzt gab es für die Werkself ein 0:0 am ersten Spieltag der vergangenen Saison. Gegen Energie Cottbus.

Das Zitat des Spiels: "Daniel Ziebig soll jetzt immer mit rechts die Freistöße schießen." (Timo Rost verrät erste Ergebnisse von den Sitzungen mit Cottbus' neuem Mentalcoach Albert Weil. Ziebig ist erwiesenermaßen Linksfuß.)

1899 Hoffenheim - Schalke 04 (So., 16.45 Uhr im LIVE-TICKER und bei Premiere)

Vielleicht ist der Herbstmeisterschafts-Drops am Sonntagabend ja schon gelutscht - nämlich dann, wenn Leverkusen nicht mit mindestens vier Toren Unterschied gegen Cottbus siegt und die Bayern in Stuttgart verlieren.

In Hoffenheim ist nach den Aufregern rund ums Spiel der Spiele in München wieder Ruhe eingekehrt, die Kamerateams aus den entlegensten Winkeln der Welt sind genau dorthin wieder verschwunden. Dafür ist Timo Hildebrand jetzt da.

Der wird am Sonntag aber natürlich nicht im Tor stehen - zumal er eh erst im Januar seinen Dienst antreten wird und außerdem "als Konkurrent zu unseren beiden etablierten Torhütern kommt. Und nicht als Nummer eins", wie Manager Jan Schindelmeiser zur Sicherheit nochmal feststellte.

Auf Schalke nutzte Andreas Müller das 1:0 gegen Hertha zu etwas sehr viel Public-Relations-Arbeit. Der Manager hielt quasi an jeder Kamera an und gab bereitwillig jene Interviews, die er in den Wochen zuvor nur sehr ungern gewährte.

Außerdem band er mit Benni Höwedes eine der Schalker Hoffnungen per Vertragsverlängerung bis 2014 an den Verein und punktete damit nachweislich bei der immer noch stinkigen Fan-Basis.

Das Duell des Spiels: Kann es größere Unterschiede in der Interpretation zweier an sich identischer Spielsysteme geben? Wohl kaum. In Mannheim treffen die beiden Teams aufeinander, deren bevorzugtes System das reine 4-3-3 ist.

Und trotzdem könnten beide Mannschaften in ihrer Spielweise unterschiedlicher nicht sein. Der Knackpunkt liegt in der Variation der Mittelfeldreihen: Während Hoffenheim eine nominelle Sechs stellt mit zwei offensiv orientierten Nebenleuten, steht Schalke auf die ungewöhnliche Lösung mit der Triple-Sechs.

Nicht umsonst stehen sich der beste Angriff (41 Tore) und die beste Abwehr (15 Gegentore) der Liga gegenüber. Es ist also nicht der Kampf der Systeme, sondern deren Interpretation.

Die Zahl(en) des Spiels: 2,04 und 1,94. So viele Punkte holte Ralf Rangnick im Schnitt in seinem ersten bzw. zweiten Jahr auf Schalke. Bis heute ist das Klubrekord. Fast auf den Tag genau vor drei Jahren zwang Rudi Assauer ihn dann vor dem Heimspiel gegen Mainz zu seiner legendären Ehrenrunde. Wenige Stunden später wurde Rangnick entlassen.

Das Zitat des Spiels: "Kevin Kuranyi liebt Milchreis, die anderen Jungs auch." (Carsten Klein, Betriebsleiter im Restaurant "ess null vier", gibt Einblicke in die Speiseplangestaltung auf Schalke)

Der 17. Spieltag im Überblick

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