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Fussball

Großer Bahnhof für Cottbus

SID
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© Getty

Gouangzhou/Cottbus - Mit großem Interesse ist Energie Cottbus in China begrüßt worden.

Vor mehr als 100 Medienvertretern gab Energie-Coach Bojan Prasnikar am Montag zusammen mit den Trainern der chinesischen Nationalmannschaft und der Olympia-Auswahl Auskunft über die Werbetour des Bundesliga-Klubs im Reich der Mitte.

"Das ist keine Urlaubsreise, wir werden die beiden Spiele sehr ernst nehmen", erklärte der Slowene Prasnikar. Diese Aussage unterstrich er mit einem 90-minütigen Training in der 14-Millionen-Einwohner-Stadt Gouangzhou trotz eines zuvor mehr als elfstündigen Flugs. [compondent:Ad]

20.000 Zuschauer erwartet 

An diesem Dienstag (12.30 Uhr) treten die Lausitzer gegen die Olympia-Auswahl der Gastgeber an, zwei Tage später (13 Uhr) folgt die Partie gegen Chinas Nationalelf.

Für die Partie gegen das Olympia-Team im Shijilian-Stadium von Foshan rechnen die Organisatoren mit 20.000 Zuschauern, so viele werden auch am Donnerstag im Yuexiu Hill-Stadium von Gouangzhou bei der Partie gegen die Nationalmannschaft erwartet.

"Wir vertreten hier den deutschen Fußball", machte Prasnikar auch seinen 18 nach China mitgereisten Profis klar. Nicht dabei ist Vragel da Silva, gegen den der DFB-Kontrollausschuss wegen des Vorwurfs eines erneuten Ellbogenchecks ermittelt.

Der Brasilianer hatte schon seit Wochen die Freigabe für frühzeitigen Urlaub, um in seiner Heimat private Angelegenheiten zu regeln. Zudem ist Francis Kioyo, mit dem Prasnikar für die Rückrunde nicht mehr plant, in Deutschland geblieben.

DFL will Auslandsvermarktung ankurbeln 

Die Deutsche Fußball Liga (DFL), die alle Kosten übernimmt und auch eine kleine Aufwandsentschädigung zahlt, will mit der Jahresend-Reise des FC Energie und von Borussia Dortmund die Vermarktung des deutschen Fußballs in Asien ankurbeln.

Derzeit liegt die Bundesliga in dieser Beziehung deutlich hinter Englands Premier League, Spaniens Primera Division und Italiens Serie A zurück. Als besonderes Zugpferd gilt der chinesische Auswahlakteur Jiayi Shao, der bei Energie unter Vertrag steht. "Die Leute hier freuen sich auf die Bundesliga-Teams", sagte Shao, der nach längerer Verletzung rechtzeitig fitgeworden ist.

"Asien ist schon heute ein wichtiger Markt für uns, deshalb werden wir dort auch gezielt tätig", erklärte Jörg Daubitzer, Direktor
Rechte- und Lizenzvertrieb bei der DFL.

Lehr-Video wird gedreht 

Die TV-Präsenz der Liga in insgesamt 169 Ländern sei bereits vergleichbar mit den Wettbewerbern. "Dennoch müssen wir weiter daran arbeiten, noch mehr Sendezeit zu erobern und an den überdurchschnittlichen Wachstumsraten in Asien zu partizipieren", betonte Daubitzer.

Borussia Dortmund wirbt bereits zum zweiten Mal in dieser Saison für den deutschen Fußball. Gut zweieinhalb Monate nach dem Gastspiel Anfang Oktober bei Legia Warschau (2:2) flog das Team am Sonntag nach Jakarta und trifft dort am Mittwoch auf Indonesiens Nationalelf.

Mit weiteren Programmpunkten soll die Mission abgerundet werden: So nehmen 100 indonesische Nachwuchs-Kicker einen Tag vor der Partie an einem Training der Mannschaft teil. Zudem wird ein Lehr-Video gedreht.

Am Abend findet ein Gala-Dinner mit 200 geladenen Gästen aus Politik, Kultur und Sport statt. "Ein echtes Highlight für die Indonesier", sagte Katrin Figge, Projektkoordinatorin am Goethe-Institut in Jakarta, der "Westfälischen Rundschau".

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