Cookie-Einstellungen
Fussball

Schweinis und Poldis ungewisse Zukunft

Von Daniel Paczulla
Schweinsteiger, Podolski
© Getty

München - Nicht kleckern, sondern klotzen, so lautet das Motto des FC Bayern seit dem Sommer.

Der Rekordmeister ist heiß auf weitere Stars. Nach den 70-Millionen-Investionen soll nun der nächste Schritt folgen. "Mit den acht Einkäufen wurde eine wunderbare Basis geschaffen", sagt Vorstandsberater Paul Breitner in der "AZ" und ergänzt: "Aber jetzt muss es darum gehen, dieses Team punktuell noch zu ergänzen und zu verfeinern."

Während sich die Fans auf neue Kicker freuen können, beginnt bei einigen eingesessenen Profis das große Zittern. Vor allem Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Jan Schlaudraff müssen bangen.

"Im Sommer sieht man, wie es weitergeht"

Seit der WM kommt Schweini nicht mehr in Schwung. Formkrisen und Verletzungen werfen den 23-Jährigen immer wieder zurück. Die Bayern schauen sich nach Alternativen um. Ein Kandidat soll Yassine Chikhaoui (FC Zürich) sein, der ein offensiver Allrounder ist.

Jedoch ist die Konkurrenz groß - halb Europa soll ihn jagen. Auch Alessandro Mancini (AS Rom) scheint eine Option zu sein. Es zeigt: Schweinsteiger sollte wieder die Kurve bekommen, sonst wird es eng für ihn.

Die Münchner "tz" spekuliert sogar über einen möglichen Weggang des 23-Jährigen. Schweinsteiger selbst sagt: "Mein Vertrag läuft noch bis 2009. Mal sehen, was bis dahin passiert. Wir haben ein großes Turnier im Sommer, dann sieht man, wie es weitergeht." Eine Wechselforderung ist es nicht, ein Treuebekenntnis aber ebenso wenig.

Kein Vorbeikommen

Einen schweren Stand hat auch sein Kumpel Poldi. In seinem zweiten Jahr an der Isar gelang dem 22-Jährigen immer noch nicht der Durchbruch. An Miroslav Klose und Luca Toni ist derzeit kein vorbeikommen.

Zudem sollen die Bayern Ausschau nach neuen Angreifern halten und Interesse an Goran Pandew (Lazio Rom) haben. Weitere Konkurrenz würde dem Nationalspieler den Abschied einfacher machen. Vor allem Bremen buhlt immer wieder um ihn.

Breno für Ismael?

In einer schwierigen Situation steckt auch Jan Schlaudraff. Kaum im Süden angekommen, zog er sich einen Bandscheiben-Vorfall zu. Mittlerweile ist der 24-Jährige wieder fit, aber viel Einsatzzeit bekommt er nicht. Ersten Anfragen aus Dortmund und Hannover haben die Münchner allerdings eine Absage erteilt.

Dagegen ist das Kapitel FCB für Valerien Ismael beendet. Nachdem der 32-Jährige den Medizin-Check in Hannover bestanden hat, wurde der Wechsel zu 96 perfekt gemacht. Ein Ersatzmann steht schon vor der Tür.

Im Januar soll der Brasilianer Breno kommen. "Bezahlt der FC Bayern die Ablöse, kann er Breno nehmen", zitiert die "Bild" Sao Paulos Präsident Juvenal Juvencio. Das dürfte wiederum Daniel van Buyten ins Grübeln bringen. Der Belgier ist hinter Lucio und Martin Demichelis nur die Nummer drei bei den Innenverteidigern und würde weiter zurückfallen.

Gedanken hat sich auch Willy Sagnol bereits gemacht und seinen Wechselwunsch im Winter öffentlich kund getan. Der Verein will mit dem Franzosen nach dem letzten Spieltag des Jahres sprechen. Eine Trennung ist wahrscheinlich, wenn ein lukratives Angebot kommt. Manchester United und Olympique Marseille sollen die Fühler ausgestreckt haben.

Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung
Werbung
SPOX Fallback Ads, Eigenwerbung