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Fussball

Hauen und Stechen

SID
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© Getty

Frankfurt/Main - Heiko Westermann hat den FC Schalke 04 vor einer verkorksten Generalprobe für das entscheidende Champions- League-Spiel am kommenden Dienstag bewahrt. Der Abwehrspieler rettete mit zwei Toren (77./89.) den Knappen am Samstag ein 2:2 (0:0) bei Eintracht Frankfurt.

Die jeweiligen Führungstreffer der Eintracht hatten Faton Toski (49.) und Ioannis Amanatidis (82.) vor 51.500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena erzielt.

Frankfurt wartet damit seit sieben Spielen in der Bundesliga auf einen Sieg. Schalke, das in der Königsklasse Rosenborg Trondheim empfängt, ist seit vier Liga-Spielen ungeschlagen.

Viel bekamen die Zuschauer in den ersten Minuten von beiden Seiten nicht geboten, ehe es in der 17. Minute hüben wie drüben turbulent wurde. Zuerst scheiterte Amanatidis an Schalke-Schlussmann Manuel Neuer. Im direkten Gegenzug zeichnete sich dessen Pendant, Markus Pröll, aus, als er Halil Altintop stoppte. Den Abpraller vergab der insgesamt wirkungslose Kevin Kuranyi.

Höllen-Gang von Jermaine Jones

Kuranyi und Altintop bildeten in der ersten Hälfte wie schon beim 1:0 gegen den VfL Bochum das Angriffsduo - ohnehin vertraute Trainer Mirko Slomka derselben Formation wie zuletzt beim Heimerfolg. Das heißt auch mit dem einstigen Eintracht-Kapitän Jermaine Jones, dem von Fan-Verantwortlichen in Frankfurter Zeitungen bereits eine Art Höllen-Gang prophezeit worden war. Bis auf gellende Pfiffe bei winterlichen Temperaturen blieb es aber ruhig - und Jones blass.

Sein Ex-Trainer Friedhelm Funkel schickte Amanatidis, der sich derzeit Vorwürfen ausgesetzt sieht, vor einem Frankfurter Parkhaus eine Frau geohrfeigt zu haben, wieder als Alleinunterhalter in den Angriff. Erfolg hätte der Grieche beinahe nach einer halbe Stunde gehabt, sein Schuss aus 17 Metern verfehlte aber knapp das Tor.

Ansonsten stellte Funkel seine Mannschaft gegenüber dem 2:2 in Wolfsburg um. Für den erkrankten Chris kam Abwehrhüne Sotirios Kyrgiakos zurück in die Mannschaft, die Position von Chris übernahm Marco Russ im Mittelfeld. Mit einem Distanzschuss scheiterte der 22- Jährige in der 22. Minute an Neuer, dasselbe galt anschließend für Michael Fink (44.).

Rudelbildung und glatt Rot

Nach der Pause brachte S04-Coach Slomka Nationalspieler Gerald Asamoah. Altintop musste weichen. Doch der Schuss ging nach hinten los. Denn auf der Gegenseite jubelte die Eintracht: Nach einer maßgerechten Flanke von Amanatidis markierte Toski mit einem Volleyschuss von halblinks den entscheidenden Treffer.

Eintracht drängte nun sogar auf das zweite Tor und war den enttäuschenden Gästen überlegen, doch Westermann glich aus. In der turbulenten Schlussphase, in der sich mehrere Rudel auf dem Feld bildeten, glich der Defensivspieler anschließend auch die erneute Führung der Frankfurter aus.

Für einen Griff an den Hals von Michael Thurk während der Rudelbildung erhielt der Schalker Carlos Grossmüller, der von der Esatzbank auf den Platz gestürmt war, die Rote Karte.

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