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Fussball

Nach künstlichem Koma: Sepp Blatter hat Intensivstation verlassen

Von SID
Sepp Blatter war von 1998 bis 2016 FIFA-Präsident.

Der gesundheitlich schwer angeschlagene Ex-FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat einen ersten Schritt Richtung Besserung gemacht. Laut seiner Tochter Corinne konnte der 84-Jährige nach über einer Woche im künstlichen Koma die Intensivstation seines behandelnden Krankenhauses verlassen.

"Das war auch psychologisch ein ganz wichtiges Zeichen. Die Ärzte sind zufrieden mit seinem Zustand. Aber der Weg zurück ist noch weit", sagte Corinne Blatter den Zeitungen der CH Media: "Er macht täglich Fortschritte - kleine, aber kontinuierliche."

Blatter befindet sich seit Dezember im Krankenhaus, bereits im November hatte er sich mit dem Coronavirus infiziert. "Er überstand das Virus aber ohne große Symptome. Doch diese Krankheit ist heimtückisch. Vielleicht hat mein Vater mehr Substanz verloren, als dass er zugeben wollte", äußerte Corinne Blatter: "Kurz vor Weihnachten musste er ins Spital wegen einer Herz-OP. Er ging davon aus, dass es sich um einen Routineeingriff handelt. Doch dann wurde alles komplizierter und gefährlicher."

Von der kurz vor Weihnachten gestellten Strafanzeige der FIFA gegen ihren früheren Präsidenten wegen des Vorwurfs der "ungetreuen Geschäftsbesorgung" im Zusammenhang mit einem Museumsprojekt in Zürich weiß der Patient noch nichts. "Er würde sich nur unnötig aufregen. Wir halten diese negativen Dinge so lange wie möglich von ihm fern", sagte Corinne Blatter.

Korruption? Anklagepunkt gegen Blatter fallengelassen

Blatter war Ende Dezember 2015 von der FIFA-Ethikkommission von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden, die Sperre läuft für insgesamt sechs Jahre. Die Schweizer BA führt seit September 2015 ein Strafverfahren gegen Blatter wegen der Millionenzahlung der FIFA an Michel Platini, einst Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA).

Blatter hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen. Am Donnerstag ließen die Schweizer Behörden einen Anklagepunkt fallen, bei dem es um Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit früheren Skandalfunktionär Jack Warner ging.

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