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Fussball

Christoph Daum schreibt über Kokain-Konsum: "Sehe ich aus wie ein elender Junkie?!“"

Von SPOX
Christoph Daum wurde vor 20 Jahren eine positive Haarprobe zum Verhängnis.

In seiner Biografie hat Christoph Daum (66) über seinen ersten Kontakt mit Kokain gesprochen. Außerdem wehrt er sich dagegen, dass er vor seiner positiven Haarprobe im Jahr 2000 täglich Kokain konsumiert habe und spricht über seine legendäre Pressekonferenz.

"Ich kann nicht fassen, was hier passiert. Klar, ich habe Mist gebaut. Ja, ich habe gekokst. Aber doch nicht täglich! Noch nicht mal wöchentlich! In den letzten Monaten sowieso nicht! Und dann kommt da so ein absurder Wert raus?", schrieb Daum in seiner Biografie "Immer am Limit", aus dem die Bild exklusive Auszüge veröffentlichte.

Gerade war Daum über seine positive Haarprobe informiert worden, die ihn in der Folge auch das Amt als DFB-Nationaltrainer kostete: "Dein Wert ist so hoch, dass du täglich gekokst haben musst! Wir müssen dich aus Deutschland rausbringen!", sei ihm zuvor mitgeteilt worden. "Ich spüre Tränen in mir aufsteigen, nur meine Wut hält sie zurück. Ich beiße die Zähne zusammen, um meinen Zorn zu unterdrücken."

Reiner Calmund, damaliger Geschäftsführer von Bayer Leverkusen, hatte zuvor "das wahnwitzige Ergebnis meiner Haarprobe am Nachmittag abgeholt". Dann brach es aus Daum heraus und er schrie: "Bin ich euch in den letzten Monaten etwa wie ein Junkie vorgekommen?! Verdammte Scheiße, sehe ich aus wie ein elender Junkie?!"

Vorher hatte Daum bereits eine Haaranalyse bei einem befreundeten Arzt im Ausland durchführen lassen, um sich abzusichern. "Der Test war komplett negativ! Da war nichts nachweisbar: Kein Kokain, kein Opium, keine Amphetamine, gar nichts!" Auch deshalb kam es in der Folge auf einer Pressekonferenz zum legendären Satz: "Ich tue das, weil ich ein absolut reines Gewissen habe." Dieses Statement wurde ihm von der Presseabteilung von Bayer Leverkusen vorgeschlagen.

Daum über Kokain-Konsum: "Warnsystem setzte aus"

Erstmals in Kontakt mit Kokain war Daum durch den Hausmeister eines Hotels gekommen, in dem er regelmäßig residierte. Dieser habe gespürt, dass es ihm "gerade nicht so gut" gehe und sagte: "Ich hab da was, das den Kopf frei macht. Komm doch mal mit." In einem Badezimmer hatte dieser für Interessierte ein "rundes, silbernes Döschen" hinterlegt.

"Nie im Leben", dachte Daum im ersten Moment, ließ sich jedoch im Laufe der Zeit von anderen Konsumenten beeinflussen lassen: "Je öfter ich es mitbekam, desto geringer wurden meine Hemmungen. Bis irgendwann mein Warnsystem aussetzte. Ich ließ mich von einer Stimmung treiben. Mitten in den größten Fehler meines Lebens."

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