Fussball

Rudi Völler über Oliver Kahn bei der WM 2002: "Das war mit Abstand sein bestes Spiel"

Von SPOX
Rudi Völler hat Oliver Kahn für dessen Patzer im Finale der WM verteidigt.

Oliver Kahn wurde im WM-Finale 2002 gegen Brasilien (0:2) durch seinen Patzer zur tragischen Figur der deutschen Nationalmannschaft. Der damalige Bundestrainer Rudi Völler verteidigte den Ex-Welttorhüter nun.

"Oliver Kahn war stark und intelligent genug zu wissen, dass es sein Fehler war. Wir wussten auch, dass er uns bis ins Finale gebracht hat", erklärte Völler, der inzwischen bei Bayer Leverkusen das Amt des Geschäftsführers Sport bekleidet, im Interview mit Sport1. Kahn hatte damals mit einem Patzer vor dem 0:1 durch Ronaldo die Finalpleite eingeleitet.

Völler: Das war Kahns mit Abstand bestes Spiel

Dabei erinnerte Völler an die "schlechteren Spiele", die das DFB-Team auf dem Weg zum großen Höhepunkt der Weltmeisterschaft in Südkorea und Japan hatte. "Im Viertelfinale gegen die USA, da hat er uns im Spiel gehalten. Das war mit Abstand sein bestes Spiel. Sonst wären wir gar nicht im Finale gewesen", sagte der 60-Jährige: "Aber so ist das. Wir wussten ja nicht, ob er noch einmal in einem WM-Finale stehen wird. Es wird immer eine großartige WM von Oliver Kahn gewesen sein."

Dass Deutschland überhaupt bis zum Endspiel gekommen war, sei eine Überraschung gewesen. "Wir haben realistisch betrachtet nicht zu den Top-4-Favoriten auf den WM-Titel gezählt", sagte Völler. Die Leistung seiner Mannschaft habe sich erst im späteren Turnierverlauf verbessert, so Völler: "Gegen Südkorea im Halbfinale und im Finale gegen Brasilien konnten wir zeigen, dass wir gut Fußball spielen können."

Völler: "Die WM war ein Riesenerfolg"

Rückblickend könne man behaupten, dass Deutschland der eigentliche Gewinner des Turniers war. "Schon dass wir die Gruppenphase überstanden haben, dann jede Runde weitergekommen sind und vor allem nach dem Halbfinale waren wir schon Gewinner", stellte Völler klar.

Man dürfe dabei nicht aus den Augen lassen, dass Deutschland die WM "fast" verpasst hätte. Lediglich die zwei letzten Spiele gegen die Ukraine verhinderten die Schmach. "Deshalb war die WM ein Riesenerfolg."



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