Fussball

DFB-Erfassung: Wenige Abbrüche, fast 3000 Angriffe auf Schiedsrichter

SID
Fast 3000 Schiedsrichter wurden in der vergangenen Saison angegriffen.

Nur jedes 2000. Fußballspiel in Deutschland musste in der Saison 2018/19 wegen gewaltsamer Angriffe abgebrochen werden. Diese Statistik veröffentlichte der DFB am Dienstag in seinem fünften "Lagebericht Amateurfußball". Demnach seien gut 0,05 Prozent (685) der insgesamt mehr als 1,3 Millionen per Schiedsrichterbericht ausgewerteten Spiele betroffen gewesen.

"Der Spielbetrieb in Deutschland mit bis zu 80.000 Spielen am Wochenende läuft weitgehend störungsfrei. Nur in einem sehr geringen Teil aller absolvierten Spiele meldeten die Unparteiischen in der vergangenen Saison eine Störung. Die Zahlen werden dabei immer aussagekräftiger, denn wir erfassen prozentual immer mehr Spiele", sagte der 1. Vizepräsident Rainer Koch.

Die prozentual geringen Werte relativierten "in keiner Weise das Leid der Betroffenen. Jeder einzelne Fall ist einer zu viel!"

Mehrere Extremfälle sorgen für Schlagzeilen

Zuletzt hatten mehrere Extremfälle Schlagzeilen gemacht. Die Schiedsrichter melden auch Gewalt- oder Diskriminierungsfälle, die nicht zu einem Spielabbruch führten, was bei etwa jedem 200. Spiel der Fall war.

Etwa 4000-mal wurde Gewalt gemeldet, 2725-mal Diskriminierung. 2906-mal wurden Schiedsrichter angegriffen - eine leichte Steigerung gegenüber der Vorsaison (2866), obwohl rund 50.000 Spiele weniger absolviert wurden.

"Soziale Konflikte brechen hier auf dem Fußballplatz durch", sagte DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann.

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