Löw: Zustand "alarmierend"

SID
Joachim Löw ist Bundestrainer der Nationalmannschaft
© getty

Bundestrainer Joachim Löw betrachtet die jüngste Entwicklung im deutschen Fußball mit Sorge. "Die sechs Spiele, die in der letzten Woche verloren wurden im internationalen Vergleich, sind schon ein wenig alarmierend, da muss man sich sicherlich Gedanken machen", sagte Löw im Vorfeld des WM-Qualifikationsspiels in Belfast gegen Nordirland am Donnerstag (20.45 Uhr, im LIVETICKER).

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Es sei "ein Trugschluss zu sagen, in Deutschland gibt es die Talente, da muss man in Zukunft alles gewinnen", betonte Löw: "Wenn man ein bisschen zurückgeht in diesem Jahrhundert, muss man sagen, dass wir in Deutschland im internationalen Vergleich nicht allzu viele Titel geholt haben die letzten 16, 17 Jahren. Wenn gesagt wird, die Bundesliga ist die beste Liga überhaupt, sollte man sich ein bisschen hinterfragen, ob das tatsächlich stimmt."

Löw macht sich "nicht erst seit letzter Woche Gedanken darüber, was man in Deutschland besser machen kann, vielleicht auch in der Nachwuchsarbeit. Die, die immer behaupten, es gibt in Deutschland die allerbesten Talente überhaupt und es gibt nur in Deutschland Talente, sind fehl am Platz, weil es nicht stimmt."

Löw nimmt DFB-Elf in die Pflicht

Angesichts der schwachen vergangenen Woche wollte Löw für die aktuelle Saison aber noch nicht von einer Tendenz sprechen. "Ein Fazit zu ziehen ist verfrüht, Dortmund und Bayern haben noch gute Möglichkeiten weiterzukommen, Leipzig muss man sehen, die Europa League auch."

Eingedenk der Probleme der Klubs sieht Löw die DFB-Elf umso mehr in der Pflicht. "Für uns ist immer die Aufgabe, Deutschland so zu vertreten, dass es den Menschen zu Hause und den Fans Freude und Spaß macht, uns zu sehen. Wir haben die Verantwortung, uns direkt für Russland zu qualifizieren und bestmöglich auf die WM im nächsten Jahr vorzubereiten", sagte er.

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