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Formel 1

Rosberg bremst Hamilton aus

Von SPOX
Nico Rosberg sicherte sich und Mrcedes die Pole Position für den Kanada-GP 2014 in Montreal
© getty

Nico Rosberg hat beim Qualifying zum Großen Preis von Kanada für eine Überraschung gesorgt. Der Mercedes-Pilot schnappte Teamkollege Lewis Hamilton auf dessen Paradestrecke mit seiner besten Runde in 1:14,874 Minuten um 0,079 Sekunden die Pole-Position weg. Sebastian Vettel war als Dritter mit seinem Red Bull der beste Nicht-Silberpfeil.

"Es war kein einfaches Wochenende. Im ersten Sektor habe ich mich heute unheimlich schwer getan. Mit den ersten beiden Kurven bin ich nicht zurechtgekommen", bekannte der Vierfachweltmeister: "Danach bin ich mehr Risiko eingegangen und es hat funktioniert. Die Runde am Ende war sehr, sehr wichtig." Dass er noch immer 0,5 Sekunden Rückstand auf die Silberpfeile hatte, ging bei allem Jubel fast unter.

Das Resultat des Qualifyings in der Übersicht

Allerdings war die Freude trotzdem berechtigt. Vettel hätte es fast nicht über Q2 hinaus geschafft. "Dieses Mal gab's Probleme mit der Abstimmung, wir konnten die Reifen nicht auf Temperatur bringen. Wenn die Vorderräder auf Temperatur waren, sind die Hinterräder schon wieder am Abbauen gewesen", sagte Motorsportberater Helmut Marko: "Dann ein paar kleine Änderungen und eine fantastische letzte Runde von Sebastian - da hat er wieder gezeigt, wer der wahre Weltmeister ist."

So glücklich wie Red Bull war auch der Polesetter, zumal er Teamkollege und Quali-Experte Hamilton bereits zum dritten Mal in dieser Saison hinter sich ließ. "Ich freue mich total. Wir haben uns wirklich über das ganze Wochenende kontinuierlich gesteigert", so Rosberg: "Als das Qualifying dran war, war ich richtig gut dabei. Es ist alles aufgegangen. Ich habe mich wohl gefühlt, die Balance und das Setup gefunden. Das ist echt cool."

Hamilton anerkennt Rosberg Leistung

Selbst Teamkollege Hamilton anerkannte die Leistung. "Nico hat einen fantastischen Job erledigt heute. Ich hatte leider kein besonders gutes Qualifying", gab er zu: "In der entscheidenden Runde bin ich in den Kurven 6 und 8 ein bisschen zu weit nach außen gekommen. Nico war verdammt schnell heute."

Besonders im letzten Abschnitt des 4,361 Kilometer langen Kurses hatten die Mercedes-getriebenen Autos große Vorteile. Renault und vor allem Red Bull taten sich schwer und verloren fast eine halbe Sekunde. Die Qualifikation auf dem Circuit Gilles Villeneuve brachte deshalb einige Überraschungen mit sich.

Vor allem die Williams präsentierten sich stark und griffen zeitweise die Silberpfeile an. Letztlich komplettierte Valtteri Bottas als Vierter die zweite Startreihe, Felipe Massa wurde Fünfter. "Ich bin zufrieden mit dem Auto, aber nicht der Position. Wir hätten definitiv Dritter werden können", sagte der Brasilianer. Erst dahinter reihte sich Vettel-Teamkollege Daniel Ricciardo im zweiten Red Bull als Sechster ein.

Immerhin hielt der Australier sich damit Fernando Alonso vom Leib. Zwar präsentierte sich Ferrari an diesem Wochenende stark, den Eindruck konnte die Scuderia im Qualifying aber nicht bestätigen. Kimi Räikkönen wurde hinter Toro-Rosso-Pilot Jean-Eric Vergne (8.) und Jenson Button (9.) nur Zehnter. "Wir sind immer unter den ersten Drei im Training aber nie im Qualifying", beklagte sich Alonso.

Hülkenberg verpasst Top 10

Nur knapp verpasste Nico Hülkenberg den Sprung in die Top 10. "Renault und Ferrari haben seit Anfang der Saison extrem aufgeholt. Wir haben schon das ganze Wochenende nicht so gut ausgesehen. Es ist alles etwas krampfig. Die Runde war ganz okay", sagte der Force-India-Pilot. Mit 0,045 Sekunden hatte der Emmericher die Qualifikation für Q3 verpasst, kann dadurch beim Start aber frei seine Reifen wählen und einen zusätzlichen Satz der schnelleren supersoften Slicks einsetzen.

Der Auftakt der Quali war turbulent verlaufen. Viele Piloten leisteten sich in Q1 Fahrfehler. Nach einem Crash von Marcus Ericsson brach die Rennleitung mit der Roten Fahne die Session vor den letzten Sekunden ab. Trotzdem startet er vor seinem Teamkollegen. Kamui Kobayashi wird wegen eines Getriebewechsels um fünf Plätze strafversetzt. Pastor Maldonado rollte im Lotus aus und verpasste Q2.

Davon profitierte Adrian Sutil, der sich im Sauber für Startplatz 16 qualifizierte. Ob sein Teamkollege Esteban Gutierrez antritt, entscheiden unterdessen die Rennkommissare. Der Mexikaner war im Abschlusstraining abgeflogen. Weil das Chassis beschädigt wurde, muss Sauber das Auto neu aufbauen, am Qualifying konnte Gutierrez deshalb nicht teilnehmen.

Quali-Duelle: So steht es im teaminternen Wettkampf

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