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Formel 1

Sebastian Vettel siegt dominant in Monza

Von Alexander Maack
Sebastian Vettel (M.) gewann in Monza sein sechstes Rennen im Jahr 2013
© getty

Die pure Dominanz geht weiter: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat auch den Großen Preis von Italien souverän gewonnen. Fernando Alonso fuhr zwar von Startplatz fünf auf zwei und stand damit zum vierten Mal in Folge in Monza auf dem Podest. Der Spanier stellte im Ferrari aber keine echte Gefahr dar. Hinter Mark Webber und Felipe Massa wurde Nico Hülkenberg im Sauber Fünfter.

Die Freude war Sebastian Vettel nach seinem sechsten Sieg im Jahr 2013 anzusehen. "Es war ein fantastisches Rennen. Man hört aber den Unterschied, wenn man in einem roten Rennanzug gewinnt", sagte Vettel direkt nach der Siegerehrung angesichts der Buhrufe der italienischen Fans: "Ich bin trotzdem stolz, dass ich die Jungs in Rot besiegt habe."

Das Klassement des Rennens in der Übersicht

Dabei war der 26-jährige Heppenheimer am Start nicht gut weggekommen und verbremste sich zudem vor der ersten Schikane so stark, dass er durch einen Bremsplatten und Vibrationen im ersten Stint gehandicapt war. Trotzdem verteidigte er seine Führung und fuhr sich schon in der ersten Runde so viel Vorsprung heraus, dass ihn kein Konkurrent mit DRS-Unterstützung attackieren konnte.

Alonso: "Nichts mehr zu verlieren"

"Wir konnten die Lücke zu Sebastian nicht schließen und haben bis zum Ende mit Mark gekämpft", resümierte der Alonso, der den zweiten Platz in der achten Runde von Teamkollege Massa übernahm, nachdem er zuvor Webber spektakulär überholt hatte: "Es war eng, aber wir müssen das Risiko eingehen. Wir haben nichts mehr zu verlieren"

Weil Vettel seinen sechsten Saisonsieg im zwölften Rennen feierte, liegt Alonso in der Fahrer-WM nun 53 Punkte hinter dem Deutschen. Zudem zog Vettel mit dem 32. Sieg seiner Karriere mit seinem spanischen Dauerrivalen gleich, obwohl Alonso sechs Jahre älter ist.

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Allerdings musste Vettel gegen Ende des Italien-GP nochmal zittern. Beide Red Bull waren in den letzten Runden gezwungen, ihre Technik zu schonen. "Gegen Ende hatte ich kleinere Probleme mit dem Getriebe. Es war aber nicht so schlimm, weil ich einen kleinen Vorsprung hatte", bestätigte Vettel und freute sich weiter: "Es ist toll hier zu gewinnen. Das Podium ist mit all diesen Fans das schönste der Saison."

Felipe Massa gewinnt beim Start zwei Plätze

Obwohl Webber ähnliche Getriebeprobleme wie sein deutscher Teamkollege hatte, verteidigte auch der australische Routinier seinen Podestplatz. Dabei hatte Massa die bessere Ausgangslage als Webber. Der Brasilianer arbeitete sich beim Start um zwei Plätze auf Rang zwei nach vorn und ließ dabei Webber und Nico Hülkenberg hinter sich.

"Der Start war nicht so berauschend. Ich hatte ein bisschen viel Wheelspin", erklärte der deutsche Sauber-Pilot, der seinen überraschenden dritten Platz nicht halten konnte, auf Rang fünf zurückfiel und sich gegen Nico Rosberg verteidigen musste. "Der hat ordentlich gedrückt und war echt schnell. Ich durfte mir keinen Fehler erlauben."

Die Gradwanderung gelang, Rosberg wurde Sechster. "Es ist doof, wenn ich das ganze Rennen hinter Nico herfahre und kein Weg vorbeiführt", sagte der gebürtige Wiesbadener frustriert: "Das war nicht vorherzusehen, dass die so schnell sind. Aber er hat auch einen super Job gemacht."

Hamiltons WM-Traum ist beendet

Zwar hatte Lewis Hamilton im anderen Silberpfeil in der 32. Runde den fünften Platz von Hülkenberg übernommen, der Engländer brauchte jedoch noch einen zweiten Boxenstopp. Hamilton wurde schließlich nur Neunter, nachdem er schon nach sechs von 53 Runden wegen eines schleichenden Plattfußes seine Reifen wechseln musste.

"Ich habe es im Qualifying vermasselt und dann war es unmöglich, das aufzuholen", sagte Hamilton, der nur als Zwölfter gestartet war und nach dem Ausfall des Boxenfunks ohne Anweisungen der Ingenieure auskommen musste: "Es ist fast, als würde man blind fahren."

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Toro-Rosso-Pilot Daniel Ricciardo (7.) und Romain Grosjean im Lotus (8.) kamen deshalb vor Hamilton ins Ziel. Jenson Button nahm als Zehnter noch einen WM-Punkt mit. Der McLaren-Pilot blieb damit vor Kimi Räikkönen. Der Lotus-Pilot, der angeblich als Ferrari-Fahrer für 2014 feststeht, fuhr beim Start auf den McLaren von Sergio Perez auf. Sein Frontflügel musste anschließend gewechselt werden. Der Iceman wurde schließlich Elfter.

Gar nicht ins Ziel kam dagegen Adrian Sutil. Er stellte seinen Force India in der letzten Runde in der Box ab und wurde als 16. gewertet.

Der Stand in der Fahrer- und Konstrukteurs-WM

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