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Formel 1

Formel 1 - Erkenntnisse zum Singapur-GP: Nur "nicht schlecht" reicht Schumacher nicht mehr

Von Christian Guinin
Max Verstappen wurde in Singapur nur Siebter.

Beim Großen Preis von Singapur liefert Max Verstappen das erste schwache Rennen seiner gesamten Saison ab. Sergio Pérez muss unnötig lange auf seinen Sieg warten. Und für Mick Schumacher wird die Luft immer dünner. Die Erkenntnisse zum Singapur-GP.

1. Strafen-Wirrwarr ist nicht gut für den Sport

Sergio Pérez musste sich etwas gedulden, ehe sein zweiter Saisonsieg in trockenen Tüchern war. Der Red-Bull-Pilot wurde nach dem Singapur-GP aufgrund eines Safety-Car-Vergehens noch von Kommissaren vorgeladen - erst um 19.46 Uhr, über zweieinhalb Stunden nach der Zieleinfahrt des Mexikaners, stand das FIA-Urteil fest.

Pérez war vorgeworfen worden, in gleich zwei Fällen als Führender mehr als zehn Fahrzeuglängen Abstand zum Safety-Car gehalten zu haben, was ein Verstoß gegen Artikel 55.10 des Sportlichen Reglements der Formel 1 bedeutet hätte.

Der Mexikaner wurde von den Verantwortlichen zwar letztlich in beiden Vergehen schuldig gesprochen, nur für eine Situation bekam er allerdings eine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe aufgebrummt. Der zweite Verstoß wurde mit einer Verwarnung seitens der FIA geahndet, die insgesamt 7,5 Sekunden Vorsprung im Ziel auf den Zweiplatzierten Charles Leclerc reichten dem RB-Piloten also aus.

Dass die Entscheidung mehrerer Stunden Abwägung durch die Rennkommissare bedurfte, mag auf den ersten Blick aufgrund der vielen Parameter, die der FIA erst bei genauerer Analyse zur Verfügung stehen, vielleicht richtig erscheinen, letzten Endes ist sie aber pures Gift für Fans und Zuschauer.

FIA muss schneller und transparenter werden

Kaum jemand verfolgt noch Stunden nach Rennende das Geschehen rund um die Strecke, ein aberkannter Sieg am grünen Tisch hat daher immer einen faden Beigeschmack. Hinzu kommen die Emotionen während der Zeremonie auf dem Podium, welche im Nachhinein durch kaum nachvollziehbare Entscheidungen gekillt werden.

Dass es im Falle Pérez nun zu keiner Aberkennung kam, spielt dabei nur eine untergeordnete Rolle. Anstatt noch Ewigkeiten nach Zieleinfahrt über die potenziellen Strafen und Vergehen eines Rennsiegers zu entscheiden, sollte die FIA ihre Entscheidungsfindung drastisch verkürzen und vor allem transparenter gestalten.

Bei Pérez' Vorfall war das Vergehen des Mexikaners beispielsweise weit vor Rennende ersichtlich, dennoch entschied die Rennleitung erst wenige Runden vor Schluss, sich überhaupt mit dem Fall zu befassen. Offenbar brauchte es erst einen Anstoß von Rivale Ferrari, der sich selbst noch Chancen auf den Sieg ausrechnete, um die Kommissare zu einem Eingriff zu bewegen.

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