Formel 1

Formel 1 - Großbritannien-GP: Vettel schießt Verstappen ab - Hamilton gewinnt spektakuläres Heimrennen

Der Große Preis von Großbritannien war der zehnte GP in dieser Formel-1-Saison.

Lewis Hamilton hat den Großen Preis von Großbritannien und damit zum sechsten Mal sein Heimrennen in der Formel 1 gewonnen. Der Mercedes-Pilot setzte sich vor Teamkollege Valtteri Bottas (2.) und Charles Leclerc (3.) im Ferrari durch. Sebastian Vettel wurde nach einer Kollision mit Max Verstappen lediglich 15.

Vettel wollte ein Überholmanöver von Verstappen kontern, als er dem Red-Bull-Mann beim Anbremsen ins Heck fuhr und abflog. Während Verstappen ohne größere Probleme sein Rennen als Fünfter - zwei Plätze hatte er durch den Abschuss jedoch verloren - fortsetzen konnte, musste der Heppenheimer seinen Frontflügel wechseln. Er fiel ans Ende des Feldes zurück und bekam eine 10-Sekunden-Strafe auferlegt.

Schon zuvor war das Geschehen in Silverstone geprägt von vielen spektakulären Zweikämpfen auf den Spitzenpositionen. Nicht nur, dass sich die beiden Mercedes-Fahrer auf den ersten Runden duellierten, dahinter rangen auch Verstappen und Ferrari-Youngster Charles Leclerc immer wieder Rad an Rad um ihre Positionen.

Erst eine Safety-Car-Phase brachte Verstappen an dem sich stark verteidigenden Leclerc vorbei. Anschließend beruhigte sich das Rennen ein wenig, bis Leclerc Red Bulls Pierre Gasly (4.) überholte (Runde 36) und Verstappen schließlich seinen folgenschweren Angriff auf Vettel wagte (Runde 37).

Dafür, dass Vettel überhaupt zwischenzeitlich vor Verstappen und Leclerc fahren durfte, muss er sich bei Antonio Gionvinazzi bedanken. Der Alfa-Romeo-Pilot rutschte im letzten Sektor ins Kiesbett und löste nach 20 Runden das erwähnte Safety Car aus.

Dadurch wurde Vettel auf Rang drei vorgespült und war vom Zwischenfall ebenso Nutznießer wie Hamilton, der die Führung von Bottas übernahm und bis zum Ende nicht mehr abgab. Der Finne hatte zuvor mit mehr Zeitverlust seine Reifen wechseln müssen.

Hinter den Top Teams fuhren Carlos Sainz Junior (6./McLaren), Daniel Ricciardo (7./Renault), Kimi Räikkönen (8./Alfa Romeo) sowie Daniil Kvyat (9.) im Toro Rosso und Renault-Pilot Nico Hülkenberg (10.) ins Ziel.

Großbritannien-GP: Der Start

Bottas bekam auf den ersten Metern gleich Druck von Hamilton, konnte seine Pole Position aber zunächst verteidigen. Dahinter blieben Leclerc und Verstappen auf ihren Positionen, Vettel beschleunigte Gasly noch vor der ersten Kurve aus.

Im Hintergrund kämpfte sich Norris an Ricciardo vorbei, auch Hülkenberg machte eine Position gut. Die beiden Haas berührten sich und mussten in der Folge an die Box.

Reifenstrategie beim Großbritannien-GP:

Die komplette Strategie wurde durch einen Abflug von Giovinazzi und dem anschließenden Safety Car über den Haufen geworfen. Zum Vorteil von Hamilton und Vettel, die ihre einzigen Stopps (Runde 21) während der gedrosselten Fahrt machen konnten und so Positionen gewannen. Beide wechselten auf die harten Reifen.

Zuvor waren Leclerc und Verstappen nach 13 Runden an der Box, um auf Mediums zu wechseln. Bottas folgte drei Umläufe später. Red Bull und Ferrari reagierten auf die Safety-Car-Phase, in dem sie Verstappen nach 20 bzw. Leclerc nach 21 Runden zum zweiten Stopp hereinholten. Für beide ging es auf den weißen Pneus weiter.

Gegen Rennende gab es noch zwei Stopps außer der Reihe: Vettel kam nach seinem Crash an die Garage, Bottas wechselte nochmal auf Softsreifen, um sich die schnellste Rennrunde zu sichern - ohne Erfolg.

Highlight des Rennens: Valtteri Bottas vs. Lewis Hamilton

Man fühlte sich an den Krieg der Sterne zwischen Hamilton und Nico Rosberg erinnert, als die beiden Silberpfeile in der vierten Runde gegeneinander kämpften. Doch: Sowohl Hamilton als auch Bottas blieben fair und ließen sich in ihrem Rad-an-Rad-Duell immer genug Platz. So ging es gemeinsam durch Brooklands, Luffield und Woodcote, bis Bottas seine Spitzenposition schließlich behauptet hatte. Ebenfalls mehr als nur gut anzusehen: der Zweikampf zwischen Verstappen und Leclerc. That's racing!

Top des Rennens: Charles Leclerc

Nachdem Leclerc in Österreich den Kürzeren gegen Verstappen zog, verteidigte er sich diesmal mit Bravour. Obwohl der Ferrari sichtlich langsamer als der Red Bull war, wählte der junge Monegasse seine Linie so gut aus, dass Verstappen keinen Weg vorbei fand. Erst durch die Boxenstopps verlor er seinen Platz, ehe er von der Kollision zwischen Vettel und Verstappen profitierte und wieder auf Rang drei rutschte.

Flop des Rennens: Haas

Erst die Berührung zwischen beiden Fahrern in der Startrunde, dann zwei Boxenstopps und schließlich das Aus für Magnussen und Grosjean nach nicht einmal zehn Runden - das Rennen war aus Sicht der US-Amerikaner ein Desaster.

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