Formel 1

Williams von Ferrari genervt

SID
Valtteri Bottas wird bei Ferrari als möglicher Kimi-Ersatz gehandelt
© getty

Die Scuderia macht im Buhlen um Valtteri Bottas zwar nichts falsch, ärgert damit aber trotzdem Technikdirektor Pat Symonds. Zudem: Die Nachteile der Frau, das Warten auf Pastor Maldonados Großtaten und Hondas harte Realität.

Williams von Ferrari genervt: Ersetzt Valtteri Bottas bei Ferrari Kimi Räikkönen? Diese Frage geistert seit Wochen durch die Formel-1-Welt. Klar ist: Die Scuderia hat mit dem Landsmann des Iceman bereits Gespräche geführt.

Die permanenten Spekulationen und Nachfragen von Journalisten gehen Williams-Technikdirektor Pat Symonds aber allmählich auf die Nerven. Schuld daran ist für ihn die Vorgehensweise des italienischen Rennstalls.

"Ferrari hat in der Vorgehensweise ein ganz klares Interesse an Bottas geäußert. Und sie haben das gemacht, damit jeder Bescheid weiß. Es wird darauf hinauslaufen, dass es die Beziehung zwischen Fahrer und Team beeinträchtigt. Auch wenn Ferrari eigentlich nichts falsch gemacht hat, denke ich, dass wir bei Williams eine andere Vorgehensweise verfolgen würden", sagte Symonds gegenüber Autosprint.

Die Nachteile der Frauen: Williams-Testfahrerin Susie Wolff möchte gerne mehr Frauen in der Formel 1 sehen. Doch der Weg dorthin ist in der Männerdomäne Motorsport steinig. "Der nachhaltige Fortschritt wird erst dann erreicht sein, wenn es nicht mehr als ungewöhnlich gilt, Frauen auf der Rennstrecke zu sehen", erklärte die Schottin gegenüber Autosport.

Sie selbst habe die Erfahrung gemacht, dass Frauen nicht die gleichen Möglichkeiten wie Männern gegeben werden. "Es steht außer Frage, dass man als Frau anfangs härter arbeiten muss, um sich den Respekt zu verdienen, da manche einen leichten Zweifel daran hegen, dass man dazu auch fähig ist", so Wolff.

Großtaten von Maldonado erwartet: Sechs Ausfälle und zwölf Punkte - man kann nicht unbedingt behaupten, dass Pastor Maldonado die Lotus-Fans im bisherigen Saisonverlauf verzückt hätte.

Einsatzleiter Alan Permane ist trotzdem nicht unzufrieden. "Pastor hatte zwei sehr starke Rennen in dieser Saison und war in allen anderen schnell. Ich erwarte große Dinge von ihm in der zweiten Saisonhälfte", sagte er zu Autosport.

Hondas harte Realität: Honda hat in der laufenden Saison mit zahlreichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nun räumte Motorsportchef Yasuhisa Arai ein, dass man sich die Rückkehr leichter vorgestellt hatte.

"Die heutige Technologie ist viel ausgeklügelter und es ist schwierig, ein gutes Rennauto zu bauen. Wir wussten, dass es nicht einfach sein würde, aber vielleicht haben wir nicht damit gerechnet, dass es so hart sein würde. Auf Seiten der Technologie konnte ich mir nicht vorstellen, was uns bevorstehen würde", wird Arai von Motorsport-total.com zitiert.

Dennoch ist er guter Dinge, dass es in Zukunft besser wird: "Glücklicherweise haben wir die meisten Probleme jetzt überwunden, und wir können uns darauf konzentrieren, Fortschritte zu machen. Wir blicken definitiv viel positiver auf die zweite Saisonhälfte."

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