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Formel 1

"Ohne Herz? Dann ist es sinnlos!"

Von SPOX
Christian Horner (l.) hat Verständnis für Sebastian Vettel
© getty

Der Red-Bull-Abschied von Sebastian Vettel schlägt hohe Wellen. Teamchef Christian Horner hat Verständnis, Fernando Alonso ist überrascht. Daniel Ricciardo ist für die Zeit an der Seite des Weltmeisters dankbar. Nigel Mansell ist sicher: Ferrari braucht noch mehr als nur Vettel.

Christian Horner (Red Bull Teamchef): "Das war sicher eine der schwierigsten Entscheidungen, die er jemals getroffen hat. Abgesehen von Verträgen und allem anderen: Wenn ein Fahrer nicht mehr mit ganzem Herzen bei der Sache ist, dann spielt es keine Rolle, was ein Stück Papier besagt. Dann ist es sinnlos."

Fernando Alonso (Ferrari): "Die Neuigkeiten sind, dass Sebastian Red Bull verlässt. Das ist natürlich eine Überraschung. Aber was ich tun werde, ist, was ich entscheide. Ich habe seit zwei oder drei Monaten einen Plan im Kopf."

Daniel Ricciardo (Red Bull Racing): "Es waren viele Gerüchte im Umlauf, also schloss ich nichts aus. Nun ist alles offiziell, Daniil Kvyat wird kommen und Seb wird gehen - das sind zwei große Veränderungen. Seb hat seine Arbeit hier bei Red Bull erledigt und es ist nun Zeit für ihn weiterzuziehen. Ich bin froh, dass ich wenigstens ein Jahr hatte, in dem wir gemeinsam gefahren sind und ich gesehen habe, wie er arbeitet. Es tat meiner Karriere gut, gegen Seb anzutreten."

Daniil Kvyat (Vettel-Nachfolger): "Ich habe erst heute Morgen, als ich zur Strecke kam, davon erfahren. Es freut mich natürlich sehr und ich muss Red Bull für diese großartige Chance danken."

Marc Surer (WM-13. 1985): "Es gibt drei Gründe, die für einen Wechsel Vettels sprechen. Erstens: Wenn du vier Mal mit einem Team Weltmeister wirst, braucht es eine neue Herausforderung und du willst der Welt beweisen, dass du auch in einem anderen Auto Weltmeister werden kannst. Der zwiete Grund ist, dass er in diesem Jahr einen starken Teamkollegen bekommen hat, der ihm die Nummer eins im Team streitig macht. Und der dritte Grund ist: Der Vater des Erfolgs - Adrian Newey - wird sich nicht mehr allein um die Formel 1 kümmern, sondern hat jetzt andere Aufgaben im Konzern übernommen. Das heißt mit anderen Worten, dass das Auto vielleicht nicht mehr ganz so gut sein wird wie vorher."

Die internationalen Pressestimmen zum Vettel-Abschied

Nigel Mansell (Weltmeister 1992): "Ich bin nicht überrascht. Für Seb ist einfach der passende Zeitpunkt gekommen. Das schlägt natürlich hohe Wellen und zieht einige andere Bewegungen auf dem Fahrermarkt nach sich. Ich bin der Überzeugung, dass Ferrari nicht nur Vettel, sondern auch einige andere Dinge braucht, um wieder erfolgreich sein zu können."

Martin Brundle (WM-Sechster 1992): "Sebastian hat für sich entschieden, dass seine beste Zeit bei Red Bull hinter ihm liegt, dass in diesem Team einfach zu viele Veränderungen stattgefunden haben und er jetzt eine neue Herausforderung braucht. So wie es sein Mentor Michael Schumacher einst vorgemacht hat."

Anthony Davidson (WM-22. 2008): "Sebastian Vettel wurde in dieser Saison von seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo in den Schatten gestellt. Gut möglich, dass er sich da gedacht hat, ein Teamwechsel ist jetzt genau das Richtige."

Sebastian Vettel im Steckbrief

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