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Formel 1

Neue Mischung für harte Reifen

SID
Mit einer neuen Mischung der härteren Reifen möchte Pirelli die Kritik verstummen lassen
© getty

Trotz der anhaltenden Kritik von Sebastian Vettels Red-Bull-Team will Pirelli die Formel-1-Reifen nicht grundlegend ändern. Lediglich die härteste Mischung wird ab dem Rennen in Barcelona modifiziert.

"Die neueste Version der harten Mischung ist dem Reifen von 2012 wesentlich ähnlicher. Das Ziel ist, den Teams in Kombination mit den anderen Mischungen, die unverändert bleiben, eine größere Bandbreite an Strategien zu ermöglichen", sagte Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery.

Obwohl die Kritik von Red Bull und Mercedes nicht abreißt, ließ sich Pirelli nicht beeinflussen und verweigerte eine grundlegende Änderung der Konstruktion.

"Nachdem wir die durchschnittliche Performance der Reifen über die ersten vier Rennen ausgewertet haben, haben wir uns in Abstimmung mit allen Teams dazu entschieden, die harte Mischung ab Spanien zu ändern", erklärte Hembery.

Weitere Nominierung steht fest

Der neue Slick wird beim Großen Preis von Spanien erstmals eingesetzt. Als weichere Mischung steht den Fahrern der Medium-Slick zur Verfügung. Schon 2011 hatte Pirelli ähnlich auf Kritik reagiert und beim Europaauftakt in Barcelona einen neuen harten Reifen eingeführt.

Zudem hat der Reifenhersteller nach einem Treffen von führenden Ingenieuren des Unternehmens im Mailänder Firmensitz auch die Mischungen für die folgenden zwei WM-Läufe bekanntgegeben. In Monaco liefern die Italiener die beiden weichsten Reifenmischungen Soft und Super-Soft, während in Kanada Medium und Super-Soft gefahren werden.

Weichere Slicks in der Kritik

Vor Beginn der Saison 2013 hatte Pirelli, das alle F1-Teams als Exklusiv-Produzent beliefert, sämtliche Mischungen weicher gemacht und zudem die Konstruktion verändert.

Einige Fahrer übten nach den Rennen harsche Kritik an den neuen Slicks. Vor allem Red Bull beschwerte sich dauerhaft über die weichen Reifen, weil das neue Auto die Gummis überdurchschnittlich beanspruchte.

"Das hat im Moment nicht viel mit Rennfahren zu tun, wenn man das ganze Rennen praktisch nur auf die Reifen auslegt", regte sich Weltmeister Vettel nach dem Großen Preis von China auf: "Du kannst nicht die Pace fahren, die das Auto zulässt, weil sonst die Reifen auseinanderfallen würden."Selbst nach dem Sieg des Heppenheimers in Bahrain äußerte sich Teamchef Christian Horner negativ.

Der Formel-1-Kalender im Überblick

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